Deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmanschaft der Herren

Coach
Frits Wiegmann
Fuchsweg 13
32051 Herford
Telefon: 05221 336 37
Mobil: 01755751719
Frits.Wiegmann@teamgermany.net

Manager
Ralph Bode
Johann-Sebastian-Bach Straße 28
49076 Osnabrück
Telefon: 0541 434445
Mobil: 0177 2226702
ralph.bode@teamgermany.net

28.06.2010
Deutsche Herren belegen Platz drei beim Turnier in Osnabrück

Europameister Italien im Finale gegen die Niederlande erfolgreich

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren belegte nach einem souveränen 74:45-Erfolg im kleinen Finale gegen die Vertretung Israels den dritten Rang beim Vier-Nationen-Turnier im niedersächsischen Osnabrück. Sieger der bereits zum fünften Mal ausgetragenen Veranstaltung in der OSC-Sporthalle an der Hiärm-Grupe-Straße wurde Europameister Italien, der sich im Endspiel mit 61:47 gegen die Niederlande durchsetze konnte.

Das deutsche Team startete am Freitag mit einem 59:54 (14:23/28:31/40:46) Erfolg gegen die Niederlande in das Turnier. Die Mannschaft um die drei Osnabrücker Bundesligaakteure Bert Freriks, Mustafa Korkmaz und Paul Toes nutzte das Turnier, um sich auf die B-Europameisterschaften im Spätsommer im tschechischen Brünn vorzubereiten. In den beiden folgenden Vorrundenspielen unterlag die junge deutsche Mannschaft dann allerdings zunächst Israel mit 57:60 (14:10/26:28/43:45), ehe auch im abschließenden Duell gegen Europameister Italien eine 51:62 (9:15/22:26/32:36) Niederlage quittiert werden musste.

Im Halbfinale schaltete zunächst etwas überraschend die niederländischen Mannschaft von Trainer Gert Jan van der Linden das Team aus Israel um den ehemaligen Bayreuther Bundesligaspieler Lior Dror aus, ehe es im zweiten Semifinale erneut zum Duell zwischen dem Team Germany und Italien kam, das sich in der finalen Vorbereitungsphase auf die Weltmeisterschaften in britischen Birmingham (7. bis 17. Juli) befinde. Der auch in Deutschland bestens bekannte italienische Nationaltrainer Malik Abes hatte dabei mit Center Galliano Marchionni den Matchwinner in seinem Team gegen den die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann an diesem Wochenende kein Mittel fand. Am gewann Italien klar mit 66:54 (16:17/33:28/52:33) gegen die DRS-Auswahl, bei der dennoch der seit Anfang dieses Jahres laufende Versuch vermehrt auch Spieler der U22-Auswahl zum Einsatz zu bringen als Erfolg gewertet werden darf.

Im kleinen Finale um Platz drei traf die Mannschaft um die beiden deutschen Turnier-Topscorer Thomas Becker und Jan Haller aus Bonn dann zum zweiten Mal an diesem Wochenende auf Israel. Mit einem beherzt aufspielenden Jens Wibbelt aus Warendorf und der Lufthoheit des Wetzlarer Centers Dirk Köhler im Rücken gelang den ING-DiBa Korbjägern im abschließenden Spiel ein überaus versöhnlicher 74:45 (22:13/41:27/60:32) Erfolg und Platz drei beim Turnier in Osnabrück.

Deutschland: Thomas Becker (50, ASV Bonn), Jan Haller (47, ASV Bonn), Dirk Köhler (46, RSV Lahn-Dill), Jens Wibbelt (39, BBC Warendorf), Sebastian Wolk (29, Mainhatten Skywheelers),Sebastian Magenheim (22, USC München), Ben Döring (16, USC München), Mimoun Quali (16, Hot Rolling Bears Essen), Mathias Heimbach (14, RSC-Rollis Zwickau), Jens-Eike Albrecht (11, OETTINGER RSB Team Thüringen), Kai Möller (1, Hamburger SV).

Vier-Nationen-Turnier, Osnabrück

Vorrunde: Italien - Israel 49:66, Deutschland - Niederlande 59:54, Niederlande - Italien 62:68, Deutschland - Israel 57:60, Israel - Niederlande 64:78, Deutschland - Italien 51:62.

Halbfinale: Israel - Niederlande 58:60, Deutschland - Italien 54:66.

Spiel um Platz 3: Deutschland - Israel 74:45.

Finale: Italien - Niederlande 61:47.

11.06.2010
Deutsche Herren bezwingen in Tübingen die Auswahl Tschechiens

79:54-Erfolg im Rahmen des 30-jährigen Bestehens des RKSV Tübingen


Bundestrainer Frits Wiegmann stattete dem Landeskader am Sonntag zusätzlich einen Trainingsbesuch ab


Die deutsche Herren-Nationalmannschaft war in der baden-württembergischen Universitätsstadt Tübingen Gast im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen des RKSV Tübingen und traf dabei auf die Auswahl aus Tschechien, die das Wochenende nutzte sich auf ihre bevorstehende B-Europameisterschaft im eigenen Land vorzubereiten. Das Team Germany konnte vor 500 Zuschauern in der Paul-Horn-Arena am Ende einen 79:54 (18:15/39:23/57:39)-Erfolg über die Gäste feiern.

Nach einem zähen Start im ersten Viertel stellte Bundestrainer Frits Wiegmann seine Verteidigung um und sollte damit Erfolg haben, nachdem so in den zweiten zehn Spielminuten der Grundstein für den späteren Erfolg gelegt werden konnte. In Durchgang drei und vier zeigten beide Seiten dann ein äußerst sehenswertes Match, bei dem das Team Germany souverän dominierte, auch wenn die DRS-Auswahl in dieser ungewohnten Zusammensetzung erstmalig agierte.

Unter den Gästen waren neben Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer und DBB-Vizepräsident Lothar Bösing auch der komplette Landeskader Rheinland-Pfalz/Baden-Württemberg, der im benachbarten Würmlingen ein Trainingslager absolvierte.

Deutschland: Ben Döring (21, USC München), Thomas Becker (16, ASV Bonn), Mimoun Quali (11, Hot Rolling Bears Essen), Abdulgazi Karaman (8, RSV Basket Salzburg), Jan Haller (7, ASV Bonn), Florian Fischer (6, USC München), Andreas Kress (6, Mainhatten Skywheelers), Lars Lehmann (4, Mainhatten Skywheelers), Mathias Heimbach (2, RSC-Rollis Zwickau).

Tschechien: Hartig (17), Erben (14), Sperk (7), Zemanek (6), Sindelar (4), Srutka (4), Sykora (2).

23.05.2010
Gemeinsamer Test der U22- und A-Nationalmannschaft in Frankreich

Gemischtes Team bestreitet fünf Länderspiele im Großraum Mulhouse

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren, verstärkt mit Spielern aus dem Junioren U22-Kader, bestritt am Wochenende insgesamt fünf Testspiele gegen die Auswahlteams aus Polen und Schweden sowie gegen Gastgeber Frankreich. Mit drei Erfolgen und zwei Niederlagen fällt die Bilanz des kombinierten Teams für die drei Trainer Frits Wiegmann, Peter Richarz und Marco Hopp dabei durchaus positiv aus.

Das Wochenende in Eschentzwiller und Illfurth (Elsass) sowie Le Thillot (Vogesen) nutzen die Trainer der beiden DRS-Teams dabei zum einen für die eigene interne Kommunikation wie auch zum anderen für das Heranführen junger Spieler wie Jan Haller aus Bonn und Sebastian Magenheim aus München oder aber die drei U22-Nationalspieler Jens-Eike Albrecht (Mainhatten Skywheelers), Thomas Böhme (Jena Caputs) und Kai Möller (Hamburger SV), die sich aktuell mit dem deutschen Nachwuchs auf die Junioren-EM Mitte Juli in Italien vorbereiten.

Nach der knappen Auftaktniederlage gegen den Ex-Europameister Schweden (50:53), konnten sich die ING-DiBa Korbjäger im zweiten Match gegen Polen, das jedoch ohne die beiden Zwickauer Starspieler Piotr Luszynski und Mateusz Filipski antrat, einen sicheren 78:47-Erfolg einfahren. Gegen Gastgeber Frankreich, der sich am Wochenende als stärkstes Team präsentierte, unterlagen die deutschen Rollis am Samstag mit 62:72, ehe am Sonntag mit der 66:48-Revanche gegen Schweden und dem zweiten Sieg mit 68:43 über die dezimierten Polen noch die verdiente positive Bilanz heraussprang.

Deutschland: Thomas Becker (66, ASV Bonn), Thomas Böhme (64, Jena Caputs), Jan Haller (59, ASV Bonn), Ben Döring (39, USC München), Mimoun Quali (24, Hot Rolling Bears Essen), Andreas Kress (20, Mainhatten Skywheelers), Jens-Eike Albrecht (15, Mainhatten Skywheelers), Mathias Heimbach (15, RSC-Rollis Zwickau), Sebastian Magenheim (15, USC München), Kai Möller (7, Hamburger SV).

17.05.2010
Abschiedsspiel für Lars Christink in Leipzig

Nach 289 Länderspielen im verdienten "Ruhestand"

Der langjährige Kapitän der deutschen Herren-Nationalmannschaft ist nach 289 Länderspielen in Leipzig abgetreten. Im Rahmen eines Spiels zwischen der aktuellen deutschen Auswahl und einem Allstar-Team, eingebettet in die „Orthopädie & Rehatechnik“ Messe in Leipzig, nahm Lars Christink am vergangenen Wochenende nun seinen Hut.

Die internationale Karriere des 37-jährigen Jenenser begann bereits im Jahr 1996 mit einem ersten Länderspiel gegen Österreich. Mit dem Team Germany nahm Christink 2000 in Sydney, 2004 in Athen und 2008 in Peking an drei Paralympischen Spielen teil, gewann zweimal EM-Bronze und 2001 einmal EM-Silber. Mit dem RSV Lahn-Dill kamen für den Pointguard von 2001 bis 2006 insgesamt vier DRS-Pokalsiege, drei Meisterschaften und vier Europapokaltriumphe hinzu. Zudem trug Christink das Trikot des RSC-Rollis Zwickau und zuletzt der Jena Caputs. Mit dem letztgenannten Verein, den er selbst ins Leben rief, stieg der Vollblutsportler in der abgelaufenen Saison in die höchste deutsche Spielklasse auf. So standen zahlreiche Teamkollegen aus alten Tagen in seinem Allstar Team, das sich am Ende mit 45:54 gegen die DRS-Auswahl geschlagen geben musste. Dabei war es Lars Christink im Team Germany Trikot selbst, der 13 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier den Endstand herstellte und im Anschluss von DRS-Vorsitzenden Ulf Mehrens zum stellvertretenden Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft ernannt wurde.

27.01.2010
Länderspieltermine 2010 in Deutschland

TeamGermany-LogoBerlin, Hamburg, Leipzig, Osnabrück und Tübingen sind die diesjährigen Stationen, an denen die vielen Fans der Sportart die deutschen A-Nationalmannschaften live vor Ort erleben können. Das Team Germany der Damen hat dabei in diesem Jahr ein besonderes sportliches Ziel: Die WM vom 7. bis 17. Juli im britischen Birmingham.

Zu sehen ist die Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki in der Vorbereitung auf dieses Ziel am 24. und 25. Mai in Hamburg gegen die Niederlande und am 3. und 4. Juli im Rahmen eines Vier-Nationen-Turniers mit Weltmeister Kanada, Australien und ebenfalls den Niederlanden in Berlin. Internationale Vorbereitungsturniere in Warm Springs und Lake Shore (beides USA) sowie im australischen Melbourne sollen das Team Germany fit machen für die Welttitelkämpfe in Birmingham.

Die Herrenauswahl um Bundestrainer Frits Wiegmann hat ihren ersten Auftritt im eigenen Land am 15. Mai gegen Polen auf der Leipziger Messe „Orthopädie + Rehatechnik“. Es folgt am 5. und 6. Juni ein Drei-Nationen-Turnier in Tübingen aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des RSKV Tübingen, ehe den Abschluss des Jahres dann erneut das schon traditionelle Vier-Nationen-Turnier im niedersächsischen Osnabrück vom 25. bis 27. Juni bildet. Die Partie in Leipzig, gleichzeitig eingebunden in den IPC-Day des International Paralympic Committee, fungiert dabei zugleich als offizielles Abschiedsspiel von Kapitän Lars Christink, der seine internationale Karriere mit 37 Jahren beendet. Lars Christink nahm an den Paralympischen Spielen in Athen und Peking teil, gewann mit der deutschen Nationalmannschaft zweimal Edelmetall bei Europameisterschaften und feierte auf Vereinsebene Deutsche Meistertitel, Pokalsiege und drei Champions League Titel.

29.10.2009
MEYRA und deutsche Rollstuhlbasketballer verlängern ihre Partnerschaft

„Hurricane“ ist der offizielle Rollstuhl der deutschen Nationalmannschaft

Die MEYRA-ORTOPEDIA Unternehmensgruppe aus Kalletal und der deutsche Rollstuhlbasketball haben ihre seit über zwei Jahrzehnten bestehende Zusammenarbeit verlängert. Somit trägt MEYRA bereits im 25. Jahr dieser langjährigen Partnerschaft den Titel des „Technischen Ausrüsters des deutschen Rollstuhlbasketballs“ und so werden auch über 2009 hinaus die deutschen Auswahlspieler den high-end Basketballrollstuhl „Hurricane“ als offizielles Sportgerät der deutschen Nationalmannschaft fahren.

"Wir sind stolz bereits seit einem Vierteljahrhundert einen maßgeblichen Anteil am sportlichen Erfolg des deutschen Rollstuhlbasketballs leisten zu dürfen und freuen uns auf eine gemeinsame Zukunft“, so Sascha Meyer, Produktmanager Sport aus dem Hause MEYRA, zur erfolgreichen Vertragsverlängerung. In dieser Zeitspanne haben die deutschen Nationalteams bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Paralympischen Spielen in MEYRA-Sportrollstühlen insgesamt zehn Gold-, neun Silber und vier Bronzemedaillen gewinnen können. Auch wenn der neue Kontrakt zunächst nur bis zum Ende des Jahres 2010 läuft, planen beide Seiten schon heute eine auch zukünftig langfristige und strategische Partnerschaft und haben dies auch in einer speziellen Präambel niedergeschrieben.

Für den Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) ist diese Partnerschaft im Bereich Technik elementar, denn neben dem Sportgerät selbst, versorgt das Traditionsunternehmen aus Ostwestfalen insbesondere die beiden A-Nationalmannschaft zudem mit dem nötigen Technischen Support durch ausgebildete Techniker bei allen offiziellen Wettkämpfen, egal auf welchem Kontinent.

Hinter der ING-DiBa, dem Hauptsponsor des deutschen Rollstuhlbasketballs, ist die MEYRA-ORTOPEDIA Unternehmensgruppe zusammen mit der Audi AG, dem Ball- und Textilpartner Spalding, der Deutschen Telekom AG und der Astra Tech GmbH einer von insgesamt fünf Premiumpartnern, die mit ihrem langjährigen Engagement die Basis für den sportlichen Erfolg im deutschen Rollstuhlbasketball legen.

15.10.2009
Deutsche Herren-Nationalmannschaft bei der WM 2010 zum Zuschauen verurteilt

Hauchdünne 69:71-Niederlage gegen Rekordeuropameister Frankreich

Nach drei Spieltagen in der Vorrunde hatte die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren alle Chancen in der Hand, am Ende steht sie nach einer abschließenden 69:71 (16:22/28:36/48:57)-Niederlage gegen Frankreich nun jedoch mit absolut leeren Händen dar. Die letzte Fahrkarte zur Weltmeisterschaft 2010 in Birmingham geht an die Franzosen, während die Medaillen der Europameisterschaft im türkischen Adana an Italien, die Türkei und Großbritannien ging.

Nach einem ausgeglichenen Start über 8:6 (3.) und 12:14 (5.), beide Male durch Routinier Dirk Köhler, geriet die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann in einen ersten Rückstand. Insbesondere Sylvain Deregnaucourt bekamen die Deutschen, die vor zwei Jahren in Wetzlar noch Bronze gewannen, nie in den Griff. Am Ende war der französische Center Topscorer der gesamten Partie. Doch den hierdurch entstandenen Rückstand von 16:26 (11.) und 24:32 (15.) egalisierten die ING-DiBa Korbjäger kämpferisch eindrucksvoll und waren nach dem Seitenwechsel beim 46:46 (27.) durch Lars Lehmann wieder gleichauf. Leider gelang es dem Team um Kapitän Lars Christink jedoch nicht daraus Kapital zu schlagen. Ganz im Gegenteil sogar, denn die Franzosen lagen zwei Minuten nach dem Ausgleich bereits wieder mit 54:46 in Front lagen und feierten wenig später das 66:56 (36.) wie eine Vorentscheidung.

Nun schlug jedoch die Stunde von Dirk Passiwan, der acht Punkte binnen weniger als drei Spielminuten erzielen konnte und urplötzlich hatte die DRS-Auswahl bei einer Restspielzeit von 1:15 Minute erstmals seit der Anfangsphase wieder die Nase vorn und die Hand am WM-Ticket. Doch erneut konterte die Equipe Tricolore erfolgreich zum 67:70, so dass der letzte Korb durch Björn Lohmann zum 69:70 rund 38 Sekunden vor dem Ende das letzte Erfolgserlebnis der deutschen Rollis im türkischen Adana blieb.

Unterdessen feierte Italien seinen dritten europäischen Titelgewinn nach 2003 in Sassari und 2005 in Paris. Die Silbermedaille ging an die starken Türken, die den Heimvorteil entscheidend zu nutzen wussten. Auf Platz drei landete das zuvor als hoher Favorit gehandelte Team aus Großbritannien, während Polen und Frankreich die letzten beiden WM-Fahrkarten abstauben konnten.

Frankreich: Sylvain Deregnaucourt (25/1 Dreier), Sofyane Mehiaoui (16), Jerome Courneil (15), Roger Deda (9), Alexandre Brunet (4), Bertrand Libman (2), Frederic Guyot, Laurent Blasczak (n.e.), Mohamed El-Haddef (n.e.), Franck Etavard (n.e.), Samir Goutali (n.e.), Ludovic Sarron (n.e.).

Deutschland: Dirk Passiwan (23, Trier Dolphins), Dirk Köhler (18, RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (13/1, Mainhatten Skywheelers), Sebastian Wolk (8, Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (4, ASV Bonn), Lars Christink (2, Jena Caputs), Thomas Böhme (1, Jena Caputs), André Bienek (University of Wisconsin/USA), Florian Fischer (USC München), Matthias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau), Thomas Becker (n.e., ASV Bonn), Andreas Kress (n.e., Mainhatten Skywheelers).

Alle Ergebnisse unter www.adana2009.com.

14.10.2009
Tanz auf des Messers Schneide beim hoch dramatischen Erfolg über Israel

Morgen Endspiel um letztes EM-Ticket – Italien und Gastgeber Türkei im Finale

Mit einem großen Kämpferherz hat die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren bei der EM in Adana den Kopf aus der Schlinge gezogen und sich im fast schon verloren geglaubten Kampf um das letzte WM-Ticket im Rennen gehalten. Im Überkreuzspiel um die Plätze fünf bis acht überholte das Team Germany dabei Israel gerade noch auf der Zielgeraden und feierte am Ende einen 75:73 (15:21/33:39/59:61) „Last-Minute“-Erfolg.

Erst 1:19 Minute vor der Schlusssirene kam das deutsche Team zur ersten Führung in der gesamten Partie, als der Frankfurter Pointguard Lars Lehmann das viel umjubelte 72:71 erzielen konnte. Doch nahezu im Gegenzug konterte der ehemalige Bayreuther Bundesligaakteur Lior Dror eiskalt mit dem 73:72. Ganze elf Sekunden vor dem Ende war es dann erneut Topscorer Dirk Passiwan aus Trier, der die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann wieder mit 74:73 auf die Siegesstraße brachte, ehe Center-Hüne Dirk Köhler, bei drei Sekunden Restspielzeit, sich den Ball am eigenen Brett erkämpfte. Das obligatorische nun folgende Foul der Israelis um die Uhr zu stoppen nutze der Routinier aus Wetzlar dann an der Freiwurflinie zum Endstand.

Zuvor lief das deutsche Team nahezu im gesamten Spielverlauf einem teils mehr, teils weniger deutlichen Rückstand hinterher. Über 6:12 (5.), 12:20 (9.) oder 33:43 (21.) folgte dann ab Mitte des dritten Viertels die famose Aufholjagd einer Mannschaft, deren Moral trotz dreier Niederlagen in Folgen in Takt war. Dem 53:54 (28.) und 68:72 (37.) folgte dann die hoch dramatische Endphase mit dem Happy End für das Team Germany.

Nun kommt es Morgen im Spiel um Platz fünf gegen Rekordeuropameister Frankreich zu einem echten Finale um das letzte Ticket für die WM 2010 in Birmingham, das die deutschen Rollis bereits schon aus der Sichtweite verloren hatten. Im Finale stehen dagegen Italien und der türkische Gastgeber, der unter dem Jubel einer ausverkauften Halle Topfavorit Großbritannien in die Knie zwang und zum ersten Mal in der EM-Geschichte im Endspiel steht.

Israel: Allon Dor Inn Igal (19), Dotan Meishar (18), Roei Rozenberg (12), Lior Dror (8), Liran Hendel (4), Avraham Lehrman (4), Rotem Philipps (4), Roei Bentolila (2), Ron Furman (2), Kfir Naimark, Refael Haim Shay, Itay Elimelech (n.e.).

Deutschland: Dirk Passiwan (19, Trier Dolphins), Dirk Köhler (15, RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (11, Mainhatten Skywheelers), Matthias Heimbach (10, RSC-Rollis Zwickau), Sebastian Wolk (8, Mainhatten Skywheelers), Thomas Böhme (4, Jena Caputs), Lars Christink (4, Jena Caputs), André Bienek (2, University of Wisconsin/USA), Florian Fischer (2, USC München), Andreas Kress (Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (ASV Bonn), Thomas Becker (n.e., ASV Bonn).

Alle Ergebnisse unter www.adana2009.com

13.10.2009
Viertes Spielviertel wird zur bitteren Pille für deutsches Team

EM-Aus im Viertelfinale gegen Topfavorit Großbritannien^

Das letzte Spielviertel im entscheidenden Viertelfinalmatch der Rollstuhlbasketball-Europameisterschaft der Herren im türkischen Adana wurde zur bitteren Pille für das deutsche Team. Zwar ist es keineswegs eine Schande gegen den hohen Favoriten auf EM-Gold aus Großbritannien auszuscheiden, doch die Tatsache drei Viertel lang ebenbürtiger Gegner zu sein, um dann im letzten Abschnitt nahezu eine Lehrstunde zu erhalten, ist mehr als bitter für die deutschen Rollis, die mit soviel Hoffnung in diese EM gestartet sind. Nach der 61:77 (17:20/29:35/51:56)-Niederlage im Viertelfinale hat Deutschland nunmehr das selbst gesteckte Ziel verpasst und muss nun sogar um die WM-Fahrkarte für Birmingham 2010 bangen.

Die ebenso bittere Tatsache, nach den verschenkten Chancen in der Vorrunde gegen das favorisierte Team von der Insel überhaupt antreten zu müssen, steckten die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann zu Beginn beeindruckend weg. Vom 3:5 (2.) durch den erneute Topscorer Dirk Passiwan über das 11:10 (4.) durch Center Dirk Köhler, bis hin zum 27:28 (16.) durch den erneut guten Bonner Björn Lohmann war Deutschland dem Kontrahenten ebenbürtig. Erst zur Halbzeit hatten die Britten eine erste höhere Führung erwirtschaftet, die aber der Frankfurter Lars Lehmann durch einen Freiwurf nach dem Seitenwechsel zum 40:43 (24.) fast wieder egalisierte.

Doch mit diesem Korberfolg riss urplötzlich der Faden im deutschen Team und insbesondere Terry Bywater und Oldie Jon Pollock schenkten dem EM-Dritten von vor zwei Jahren nun mächtig ein. Das abschließende vierte Viertel wurde so nicht zum letzten und entscheidenden Angriff, sondern zum Debakel für die Deutschen. Den Briten, die das Ergebnis von 56:51 (30.) auf ein unglaubliches 77:53 (37.) schraubten, schien nun alles zu gelingen, während die Deutschen ihr EM-Ziel mit jedem Angriff des Gegners weiter aus den Augen verloren.

Nun heißt es für die DRS-Auswahl viel psychologische Aufbauarbeit zu betreiben, damit am Ende mit zwei abschließenden Erfolgserlebnissen doch noch mit Rang fünf das letzte WM-Ticket herausspringen kann. Hierzu muss das Team Germany nun am Mittwoch im Überkreuzspiel um die Plätze fünf bis acht zunächst erneut Israel ausschalten. Unterdessen stehen mit Aufsteiger Schweiz und Altmeister Niederlande auch die Absteiger aus der A-Europameisterschaft fest.

Großbritannien: Terry Bywater (26/2 Dreier), Jon Pollock (24/4), Simon Munn (16), Abdi Jama (7), Peter Finbow (2), Ian Sagar (2), Joe Bestwick, Simon Brown, Matt Byrne, Jon Hall, Matt Sealy, Lee Fawcett (n.e.).

Deutschland: Dirk Passiwan (21/1, Trier Dolphins), Lars Lehmann (9, Mainhatten Skywheelers), Dirk Köhler (7, RSV Lahn-Dill), Sebastian Wolk (7/1, Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (6, ASV Bonn), Thomas Becker (5/1, ASV Bonn), Thomas Böhme (2, Jena Caputs), Lars Christink (2, Jena Caputs), Matthias Heimbach (2, RSC-Rollis Zwickau), André Bienek (University of Wisconsin/USA), Florian Fischer (USC München), Andreas Kress (n.e., Mainhatten Skywheelers).

12.10.2009
Deutschen Herren verspielen mit Niederlage gegen Israel gute Ausgangsposition

Zweite EM-Pleite im türkischen Adana beschert Hammerlos im Viertelfinale

Der letzte Spieltag der Vorrunde hat die möglichen Viertelfinalpartien bei der Rollstuhlbasketball-Europameisterschaft 2009 im türkischen Adana noch einmal kräftig durcheinander gewirbelt. Während Titelverteidiger Schweden nach der dritten Niederlage sogar das Viertelfinale verpasste und seine Chancen auf eine Titelverteidigung begraben musste, kam Deutschland nach der 69:71 (8:19/24:31/42:52)-Niederlage gegen Israel zwar noch einmal mit einem blauen Auge davon, trifft aber nun bereits im Viertelfinale auf den Topfavoriten Großbritannien.

In der Neuauflage des aus deutscher Sicht erfolgreichen kleinen Finales der letzten EM 2007 in Wetzlar missglückte der Mannschaft um Topscorer Dirk Passiwan der Start gänzlich. Über 2:7 (4.) lag die Mannschaft nach dem ersten Viertel gar mit 8:19 in Rückstand. Doch mit Beginn der zweiten zehn Spielminuten packte Deutschland das Kämpferherz aus und war binnen kürzester Zeit beim 20:21 (15.) durch den Trierer Passiwan wieder auf Tuchfühlung.

Doch dieses Wellenbad der Gefühle sollte sich in der Folge nahtlos fortsetzen. Dem beschriebenen Anschluss folgte postwendend das 22:31 (19.), gefolgt von den weiteren Zwischenständen 34:35 (23.) und 40:50 (30.). In der 35. Spielminute leitete dann Pointguard Lars Lehmann mit seinem 50:60-Anschluss den Endspurt der deutschen Rollis ein, der das Team beim 58:62 (37.) und beim 66:68 (39.) durch ein Dreipunktespiel von Center Dirk Köhler wieder heran führte. Doch der Routinier war vier Sekunden vor der Schlusssirene zum 69:71 auch der letzte deutsche Korbschütze dieses Tages.

Für die Mannschaft von Bundestrainer Wiegmann geht es nun im Viertelfinale um alles oder nichts. Das sportliche Ziel hieß vor der EM Halbfinale und muss es auch jetzt noch heißen. Damit verbunden wäre zudem die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Birmingham. Durch die nun verspielte hervorragende Ausgangsposition müsste man nun jedoch den Topfavoriten auf EM-Gold aus Großbritannien ausschalten, um das eigene Ziel noch zu erreichen. Hätte man gegen Israel gewonnen, wäre als Gruppenerster diese schwere Hürde ausgeblieben.

Israel: Ron Furman, Dotan Meishar (14), Avraham Lehrman (13), Roei Rozenberg (13), Lior Dror (9), Liran Hendel (9), Allon Dor Inn Igal (8), Refael Haim Shay (3), Rotem Philipps (2), Roei Bentolila, Itay Elimelech (n.e.), Kfir Naimark (n.e.).

Deutschland: Dirk Passiwan (21, Trier Dolphins), Lars Lehmann (11, Mainhatten Skywheelers), Dirk Köhler (8, RSV Lahn-Dill), Björn Lohmann (8, ASV Bonn), Sebastian Wolk (6, Mainhatten Skywheelers), Florian Fischer (5, USC München), André Bienek (4, University of Wisconsin/USA), Thomas Becker (2, ASV Bonn), Thomas Böhme (2, Jena Caputs), Matthias Heimbach (2, RSC-Rollis Zwickau), Lars Christink (Jena Caputs), Andreas Kress (n.e., Mainhatten Skywheelers).

Viertelfinale: Frankreich - Italien, Großbritannien - Deutschland, Polen - Spanien, Türkei - Israel.

Alle Ergebnisse der EM in Adana finden Sie unter www.adana2009.com

11.10.2009
Deutsche Rollis patzen bei der Europameisterschaft gegen Spanien

Schwache Wurfquote ausschlaggebend – Montag letztes Gruppenspiel

Am vierten Spieltag der Vorrundengruppe B hat die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren ihre erste Niederlage bei der Europameisterschaft 2009 im türkischen Adana quittieren müssen. Nach einer über weite Strecken schwachen Wurfquote unterlag der EM-Dritte von 2007 am Ende Spanien mit 49:58 (13:12/30:28/38:40). Gerade einmal 19 Zähler gelangen dem DRS-Team dabei nach dem Seitenwechsel, während die Iberer ihre Chance eiskalt ausnutzten.

Gerade einmal 38 Prozent der Würfe bei den Deutschen fanden im Adnan Menderes Salonu von Adana ihr Ziel im Korb der Südeuropäer, zu wenig um ein Spiel bei einer EM gewinnen zu können. Dabei startete die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann gut in die Partie, führte schnell 4:0 (2.) und später 19:13 (14.). Doch nach dem 23:19 zwei Minuten später riss der offensive Faden und Spanien konnte die Partie zum 23:26 (18.) wenden.

Zwar lagen die deutschen Rollis auch zur Pause noch einmal knapp vorne, doch dies sollte für den Favoriten die letzte Führung in dieser Partie überhaupt sein. Bereits 51 Sekunden nach dem Seitenwechsel glich Agustin Alejos für den Kontrahenten aus. Ganze fünf Spielminuten lang gelang Deutschland nun nichts Zählbares mehr, während Spanien auf 35:30 (34.) davonzog. Diesem Rückstand lief man über 36:40 (28.) und 40:46 (36.) nun hinterher. Doch lediglich 3:17 Minuten vor der Schlusssirene, als der Münchner Florian Fischer auf 48:50 verkürzen konnte, witterte das Team Germany noch einmal Morgenluft. Mit nur einem einzigen Freiwurfpünktchen in der verbleibenden Restspielzeit durch Youngster Thomas Böhme war dieses Match jedoch nicht mehr zu wenden und Spanien kam zu einem verdienten Erfolg ohne selbst glänzen zu müssen.

Mit einem Sie im abschließenden Gruppenspiel am Montag gegen Israel, den EM-Vierten von Wetzlar, könnte Deutschland dennoch die Vorrundengruppe B gewinnen und hätte dann im Viertelfinale mit dem Viertplatzierten der Gruppe A einen vermeintlich leichteren Konkurrenten. Bei einer weiteren Niederlage jedoch droht dem deutschen Team am Ende möglicherweise mit Rang vier sogar eine ganz schlechte Ausgangsposition in der nächsten Runde.

Spanien: Costa Bernabe (12/1 Dreier), Ismael Garcia (12), Agustin Alejos (10), Jaume Llambi (8), Juan Carlos Gavira (5), Carlos Vera (5), Daniel Ridriguez (4), Garcia Asier (2), Francisco Sanchez Lara, Rafael Muino.

Deutschland: Dirk Köhler (11, RSV Lahn-Dill), Dirk Passiwan (8, Trier Dolphins), Florian Fischer (6, USC München), Lars Lehmann (6, Mainhatten Skywheelers), Sebastian Wolk (5), Thomas Böhme (5, Jena Caputs), Thomas Becker (4, ASV Bonn), André Bienek (2, University of Wisconsin/USA), Björn Lohmann (2, ASV Bonn), Matthias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau), Lars Christink (n.e., Jena Caputs), Andreas Kress (n.e., Mainhatten Skywheelers).

Alle Ergebnisse der EM 2009 in Adana finden Sie unter www.adana2009.com.

10.10.2009
Deutschland bleibt bei der Europameisterschaft in Adana weiter ungeschlagen

64:51-Erfolg über die bis dato ebenfalls verlustpunktfreien Italiener

Vor dem dritten EM-Spiel im türkischen Adana sagte Bundestrainer Frits Wiegmann, dass die Europameisterschaft 2009 nun erst beginnen würde. Recht sollte der Niederländer behalten, denn mit dem Erfolg über die bisher ebenfalls ungeschlagenen Italiener setzte die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren die erste Duftnote im Kampf um die Qualifikation für das Viertelfinale. Am Ende bezwang das Team Germany dabei den EM-Champion von 2003 und 2005 mit 64:51 (18:15/29:31/51:42).

Gegen die körperlich starken Spieler vom Apennin gelang den deutschen Rollis erneut ein perfekter Start. Dabei war es insbesondere Italien-Rückkehrer Dirk Passiwan, der gegen seine alten Ligakollegen hoch motiviert begann und beim 11:2 (4.) bereits seinen neunten Punkt erzielen konnte. In der Folge fingen sich die Mannschaft von Trainer Alessandro de Pieri und bot den Deutschen einen packenden Schlagabtausch. Beim 17:18 (11.) hatte Italien wieder den Anschluss geschafft, ehe Vincenzo di Bernando vier Minuten später beim 25:24 die erste Führung für seine Farben erzielte. Die knappe italienische Führung hatte auch zur Pause bestand, ehe Frits Wiegmann in der Kabine erneut die richtigen Worte fand und die ING-DiBa Korbjäger, wie in den beiden Spielen zuvor, nach dem Seitenwechsel die Entscheidung erzwangen.

War Lars Lehmann im bisherigen Turnierverlauf eher der Vorbereiter, schlug diesmal seine Stunde als Vollstrecker. Über 43:33 (25.) durch den Frankfurter Pointguard und ein Drei-Punkte-Spiel von Center Dirk Köhler (58:44, 35.) fiel die Entscheidung somit zugunsten der Deutschen aus, die im Turnierverlauf weiterhin ungeschlagen bleiben. Morgen trifft Deutschland nun um 13:30 Uhr (MESZ) auf Spanien, das am Samstag seinen ersten Erfolg im Duell mit den Niederländern feiern konnte.

Italien: Matteo Cavagnini (19), Vincenzo Di Bernado (12/1 Dreier), Galliano Marchionni (7), Amine Moukharig (7), Fabio Bernardis (6), Damiano Airoldi, Roberto Ceriscioli, Simone Cimarelli, Nicola Daminao, Alberto Pellegrini, Mohamed Bargo (n.e.), Marco Dal Fitto (n.e.).

Deutschland: Dirk Passiwan (23, Trier Dolphins), Lars Lehmann (15, Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (8, ASV Bonn), Thomas Böhme (6, Jena Caputs), André Bienek (5, University of Wisconsin/USA), Thomas Becker (4, ASV Bonn), Dirk Köhler (3, RSV Lahn-Dill), Lars Christink (Jena Caputs), Florian Fischer (USC München), Matthias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau), Andreas Kress (Mainhatten Skywheelers).

Ergebnisse unter www.adana2009.com

09.10.2009
Zweiter Erfolg im zweiten Spiel für deutsches Team

77:57-Sieg über Niederlande – Morgen gegen Italien

Mit ihrem zweiten klaren Erfolg im zweiten Spiel ist die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren mit dem erwarteten Start nach Maß in die Europameisterschaft in der Türkei gestartet. Im Adnan Menderes Salonu von Adana bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann dabei die Niederlande mit 77:57 (16:14/38:32/56:45). Nach zwei Pflichtsiegen treffen die ING-DiBa Korbjäger nun am Samstag auf den zweifachen europäischen Champion Italien (15:45 Uhr MESZ), der wie die Deutschen nach zwei erwarteten Erfolgen über Spanien und Belgien noch verlustpunktfrei ist.

Erneut waren im zweiten EM-Auftritt der DRS-Auswahl die beiden Namensvetter Dirk Passiwan und Dirk Köhler die entscheidenden Offensivkräfte. Beiden gelang ein so genanntes „Double-Double“ mit 30 Punkten und 11 Rebounds beim Trierer Scharfschützen und 16 Zähler und 10 Rebounds beim Hessen. Wie im ersten Match gegen Belgien setzte vor allem Pointguard Lars Lehmann seine beiden Teamkollegen immer wieder hervorragend in Szene und verbuchte selbst zwölf Assists.

Dennoch ließ sich der Gegner um die beiden Osnabrücker Bundesligalegionäre Mustafa Korkmaz und Paul Toes im Duell der alten Bekannten nicht abschütteln. Zwar lag Deutschland stets in Front, doch insbesondere nach dem Seitenwechsel schien die Niederlande zum Gegenangriff blasen zu wollen. In der 23. Minute erzielte Bert Freriks den 40:39-Anschluss und sorgte so für einige Sorgenfalten bei seinem Landesmann, dem deutschen Bundestrainer Wiegmann. Doch in einer Kopie des Auftaktspiels blieb der EM-Bronzemedaillengewinner von Wetzlar 2007 gelassen und konterte die Niederländer eiskalt aus: Von 46:43 (27.) zog der Favorit so entscheidend auf 63:47 (33.) davon.

Niederlande: Frank de Goede (19/1 Dreier), Wim t´Lam (13), Mustafa Korkmaz (9/1, RSC Osnabrück), Bert Freriks (6), Robin Poggenwisch (4), Anton de Rooij (4), Edwin Schalkx (2), Dave van den Berkmortel, Mark Broeze, Walter Groen, Marco van der Wal, Paul Toes (n.e., RSC Osnabrück).

Deutschland: Dirk Passiwan (30, Trier Dolphins), Dirk Köhler (16, RSV Lahn-Dill), André Bienek (9, University of Wisconsin/USA), Lars Lehmann (5, Mainhatten Skywheelers), Thomas Becker (4, ASV Bonn), Florian Fischer (4, USC München), Thomas Böhme (2, Jena Caputs), Lars Christink (2, Jena Caputs), Björn Lohmann (2, ASV Bonn), Matthias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau), Andreas Kress (Mainhatten Skywheelers).

Ergebnisse:

Gruppe A: Türkei - Schweiz 65:53, Großbritannien - Polen 79:44, Schweden - Frankreich 66:52, Türkei - Frankreich 85:89, Schweiz - Großbritannien 38:90, Polen - Schweden 56:37.

Gruppe B: Belgien - Deutschland 53:82, Israel - Niederlande 75:56, Spanien - Italien 64:67, Italien - Belgien 69:58, Spanien - Israel 47:65, Niederlande - Deutschland 77:57.

08.10.2009
Dirk Passiwan und Dirk Köhler führen Deutschland zum Auftaktsieg

Klarer 82:53-Erfolg über Neuling Belgien – Passiwan mit 34 Punkten

Scharfschütze Dirk Passiwan aus Trier und Center-Routinier Dirk Köhler aus Wetzlar haben der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft fast im Alleingang zum EM-Auftakt nach Maß verholfen. Im ersten Match der Europameisterschaften im türkischen Adana spielte die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann beim 82:53 (19:9/28:22/53:35)-Erfolg über Belgien bereits einen überzeugenden Offensivbasketball, obwohl der EM-Dritte von 2007 kurzfristig auf den erkrankten Sebastian Wolk verzichten musste.

Gegen den Aufsteiger zur A-Europameisterschaft hatte Center Köhler (14 Rebounds) bereits nach gut 90 Sekunden das 5:2 im Alleingang erzielt. Das Team Germany zog in der Folge bis auf 22:11 (14.) davon, ehe es im deutschen Spiel einen leichten Bruch gab. Diesen nutze der Kontrahent mit seinen insgesamt sieben Spielern des belgischen Aufsteigers in deutsche Bundesliga, den Roller Bulls St. Vith, eiskalt aus und war zur Pause vor allem durch Dimitri Tanghe wieder auf fünf Punkte Differenz heran gekommen.

Nach dem Seitenwechsel war es dann der ehemalige Italienlegionär Samir Bader, der mit einem Dreier nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn sogar den 28:25 (21.) Anschluss herstellte. Doch das Team von Trainer Wiegmann blieb gelassen und konterte eiskalt. In den verbleibenden Spielminuten sollte so nur noch der hohe Favorit agieren, der insbesondere mit dem Trierer Passiwan eine Offensivkraft hatte, den die Belgier zu keiner Zeit der Partie in den Griff bekamen. Am Freitag treffen die deutschen Rollis nun auf die Niederlande.

Belgien: Tanghe (24/3 Dreier), Bader (11/1, Roller Bulls St. Vith), Six (8), Boterberg (6, Roller Bulls St. Vith), Mageza (4), Bernal (Roller Bulls St. Vith), Dries (Roller Bulls St. Vith), Moujoud (Roller Bulls St. Vith), Nulens, Paasch (Roller Bulls St. Vith), Veithen (Roller Bulls St. Vith), Van Rompaey (n.e.).

Deutschland: Dirk Passiwan (34/2, Trier Dolphins), Dirk Köhler (22, RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (6, Mainhatten Skywheelers), Thomas Böhme (5, Jena Caputs), André Bienek (4, University of Wisconsin/USA), Matthias Heimbach (4, RSC-Rollis Zwickau), Andreas Kress (3, Mainhatten Skywheelers), Thomas Becker (2, ASV Bonn), Lars Christink (2, Jena Caputs), Björn Lohmann (ASV Bonn), Florian Fischer (USC München).

07.10.2009
Startschuss zur Europameisterschaft 2009 in Adana fällt heute

Deutsche Mannschaft inzwischen komplett – Ziel Halbfinale

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft fiebert ihrem ersten EM-Auftritt am Donnerstag um 13:30 Uhr MESZ im türkischen Adana entgegen. Gegner der Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann ist dabei Europameisterschaftsaufsteiger Belgien. Ziel des Team Germany ist es ins Halbfinale vorzudringen, um sich damit auch die Qualifikation für die
Weltmeisterschaften im kommenden Jahr im britischen Birmingham zu sichern.

Bundestrainer Wiegmann und Teammanager Ralph Bode konnten inzwischen die gesamte 18-köpfige Delegation in der Türkei begrüßen, nachdem am vergangenen
Wochenende noch US-Legionär André Bienek von der University of Wisconsin und die Licher Teamärztin Petra Michel-Leutheuser zum Team gestoßen ist. Gestern
kam dann mit Youngster Thomas Böhme von den Jena Caputs das letzte Teammitglied in der 1,5 Millionen Einwohner zählenden Metropole zu Füßen des
Taurus-Gebirges an, der aus schulischen Gründen noch in der Heimat weilte.

Bereits am Mittwochabend startet die EM mit dem Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Türkei und dem zweiten Neuling Schweiz, ehe es dann auch ab Donnerstag für die restlichen zehn EM-Teilnehmer ernst wird.

Spielplan: Deutschland – Belgien (Do., 8.10., 13:30 Uhr), Deutschland – Niederlande (Fr., 9.10., 18:00 Uhr), Deutschland – Italien (Sa., 10.10., 15:45 Uhr), Deutschland – Spanien (So., 11.10., 13:30 Uhr), Deutschland – Israel (Mo., 12.10., 13:30 Uhr),
Viertelfinale (Di., 13.10.), Halbfinale (Mi., 14.10.), Finalspiele (Do., 15.10.), alle Zeiten MESZ.

05.10.2009
Deutsche Rollstuhlbasketballer scheinen für die EM in Adana gerüstet

Souveräner Turniersieg in Istanbul – Finalerfolg über Gastgeber Türkei

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren scheint für die am Mittwoch beginnende Europameisterschaft im türkischen Adana bestens gerüstet zu sein. Beim hochkarätig besetzen Jochen-Trawinski-Gedächtnisturnier in Istanbul gewann das Team von Bundestrainer Frits Wiegmann das Finale gegen den ambitionierten Gastgeber Türkei überraschend klar und kassierte im Turnierverlauf zuvor lediglich eine hauchdünne Niederlage gegen Südkorea.

Schweden – Deutschland 52:60 (14:16/31:28/39:50)

Deutschland: Dirk Passiwan (24, Trier Dolphins), Thomas Becker (13, ASV Bonn), Lars Lehmann (9/1 Dreier, Mainhatten Skywheelers), Sebastian Wolk (6, Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (4, ASV Bonn), André Bienek (2, University of Wisconsin/USA), Dirk Köhler (2, RSV Lahn-Dill), Lars Christink (Jena Caputs), Florian Fischer (USC München), Matthias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau), Andreas Kress (Mainhatten Skywheelers).

Mit einer auf die Verteidigung ausgerichteten homogenen Teamleistung diktierte das Team Germany das letzte Gruppenspiel gegen den bis dato ungeschlagenen amtierenden Europameister. Zwar lag die Mannschaft um Topscorer Dirk Passiwan zur Halbzeit leicht im Hintertreffen, doch nach der Pause warf Deutschland die physische Stärke in die Waagschale und drehte die Partie. Mit diesem Erfolg konnten die Skandinavier noch von Vorrundenplatz eins verdrängt werden. Bester Schütze beim EM-Titelverteidiger war Peter Kohlström mit 17 Punkten.

Halbfinale: Südkorea – Deutschland 55:70 (15:24/28:40/42:52)

Von Beginn an hatten die Asiaten Probleme mit der aggressiven und konsequenten Defensive der deutschen Rollis in diesem Halbfinale. So hatte die Mannschaft um die starken Björn Lohmann und André Bienek bereits nach dem ersten Spielviertel einen komfortablen Vorsprung, den Südkorea im weiteren Verlauf der Partie nicht mehr wettmachen konnte. Lediglich Cho Siung Hyun mit 19 Punkten verhinderte für den Kontrahenten aus Fernost eine höhere Niederlage.

Deutschland: André Bienek (15, University of Wisconsin/USA), Dirk Passiwan (12, Trier Dolphins), Björn Lohmann (10, ASV Bonn), Lars Christink (6, Jena Caputs), Dirk Köhler (6, RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (6, Mainhatten Skywheelers), Sebastian Wolk (6, Mainhatten Skywheelers), Andreas Kress (4, Mainhatten Skywheelers), Thomas Becker 3, ASV Bonn), Florian Fischer (2, USC München), Matthias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau).

Finale: Türkei – Deutschland 54:83 (10:25/22:46/40:63)

Mit einer souveränen Mannschaftsleistung ließ das Team Germany dem Gastgeber im Endspiel keinerlei Chance. Dabei zeigten sich insbesondere US-Legionär Bienek und der Trierer Scharfschütze Passiwan in bester Offensivlaune, während auch der Zwickauer Matthias Heimbach zu überzeugen wusste. Bundestrainer Wiegmann hat nun die schwere Aufgabe vor dem deutschen EM-Auftaktspiel am Donnerstag gegen Belgien die Euphoriebremse zu drücken, um den eigenen Erwartungsdruck wieder auf das richtige Niveau zu bringen.

Deutschland: André Bienek (18, University of Wisconsin/USA), Dirk Passiwan (18, Trier Dolphins), Matthias Heimbach (9, RSC-Rollis Zwickau), Lars Lehmann (9/1, Mainhatten Skywheelers), Dirk Köhler (6, RSV Lahn-Dill), Andreas Kress (5, Mainhatten Skywheelers), Thomas Becker (4, ASV Bonn), Lars Christink (4, Jena Caputs), Björn Lohmann (4, ASV Bonn), Sebastian Wolk (4, Mainhatten Skywheelers), Florian Fischer (2, USC München).

Halbfinale: Deutschland – Südkorea 70:55, Türkei – Schweden 61:45; Spiel um Platz 3: Schweden – Südkorea 65:59; Finale: Türkei – Deutschland 54:83.

02.10.2009
Sieg gegen Gastgeber Türkei, Niederlage gegen Südkorea

Deutschland macht es in Istanbul zweimal äußerst spannend

Am zweiten Tag des Jochen-Trawinski-Gedächtnisturniers im türkischen Istanbul machte es die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren äußerst spannend. Zunächst schlug das Team von Bundestrainer Frits Wiegmann den Gastgeber Türkei hauchdünn, ehe man in der Folge ebenso knapp gegen Südkorea unterlag.

Türkei – Deutschland 54:55 (8:15/23:29/44:43)

Durch einen im ersten Durchgang überragenden Frankfurter Lars Lehmann lagen die deutschen Rollis nach zwanzig Minuten in Front. Nach der Halbzeitpause jedoch zeigte der Gastgeber seine kämpferischen Qualitäten und drehte das Spiel zu seinen Gunsten. Erst 25 Sekunden vor dem Ende markierte Andreas Kress den Ausgleich zum 43:43, dem Center Sebastian Wolk als dritter Spieler der Mainhatten Skywheelers in den Schlusssekunden den entscheidenden Freiwurf zum hauchdünnen Sieg erzielen konnte.

Deutschland: Lars Lehmann (17, Mainhatten Skywheelers), Dirk Passiwan (16, Trier Dolphins), Andreas Kress (8, Mainhatten Skywheelers), Thomas Becker (7, ASV Bonn), Sebastian Wolk (3, Mainhatten Skywheelers), Matthias Heimbach (2, RSC-Rollis Zwickau), Dirk Köhler (2, RSV Lahn-Dill), Lars Christink (Jena Caputs), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn).

Südkorea – Deutschland 63:61 (22:11/42:27/53:47)

Gegen die Asiaten zeigte das Team Germany in der ersten Halbzeit ein zerfahrenes Spiel und lag zur Halbzeit bereits mit 15 Punkten Differenz verdientermaßen zurück. Nach dem Seitenwechsel bäumte sich die Mannschaft von Trainer Wiegmann dann aber auf und kam Punkt für Punkt heran, ohne das Spiel in den Schlussminuten letztendlich drehen zu können. Erstmals dabei war in diesem Match US-Legionär André Bienek, dem allerdings die Reisestrapazen trotz guter Leistung noch deutlich anzumerken waren. Überragende Schützen bei den Südkoreanern waren Ko Kwang (25) und Kim Dong (20).

Deutschland: André Bienek (19, University of Wisconsin/USA), Dirk Passiwan (18, Trier Dolphins), Thomas Becker (8, ASV Bonn), Lars Christink (6, Jena Caputs), Dirk Köhler (4, RSV Lahn-Dill), Sebastian Wolk (4, Mainhatten Skywheelers), Andreas Kress (2, Mainhatten Skywheelers), Florian Fischer (USC München), Matthias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau), Björn Lohmann (ASV Bonn), Lars Lehmann (n.e., Mainhatten Skywheelers).

Die Ergebnisse: Türkei – Deutschland 54:55, Spanien – Südkorea 60:68, Türkei – Schweden 60:68, Südkorea – Deutschland 63:61.

02.10.2009
Erfolgreicher Auftakt des Jochen-Trawinski-Gedächtnisturniers

Deutschland bezwingt in Istanbul das spanische Team deutlich

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren ist erfolgreich in ihren letzten Test vor der Europameisterschaft vom 5. bis 15. Oktober im türkischen Adana gestartet. In Istanbul gewann das Team Germany dabei souverän seine Auftaktpartie beim Jochen-Trawinski-Gedächtnisturnier gegen Spanien.

Deutschland – Spanien 75:46 (16:16/34:24/56:35)

Bis zur 16. Spielminute (22:22) hatte die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann arge Probleme mit den Iberern und lag zwischenzeitlich sogar mit 13:21 (12.) im Hintertreffen. Dabei musste Wiegmann einen Tag nach seinem 56. Geburtstag allerdings noch auf Thomas Böhme und André Bienek verzichten, die erst am Wochenende zum Team stoßen werden. Erst mit einer Schlussoffensive kurz vor der Halbzeitsirene knackten Topscorer Dirk Passiwan und seine Kollegen das spanische System und kamen nach dem Seitenwechsel zu einem klaren und überzeugenden Erfolg.

Deutschland: Dirk Passiwan (36/2 Dreier, Trier Dolphins), Thomas Becker (21, ASV Bonn), Sebastian Wolk (6, Mainhatten Skywheelers), Lars Lehmann (4, Mainhatten Skywheelers), Lars Christink (2, Jena Caputs), Matthias Heimbach (2, RSC-Rollis Zwickau), Dirk Köhler (2, RSV Lahn-Dill), Andreas Kress (2, Mainhatten Skywheelers), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn).

Ergebnisse: Schweden – Spanien 64:54, Türkei – Südkorea 63:50, Spanien – Deutschland 46:75, Südkorea – Schweden 48:59.

Die nächsten Spiele: Türkei – Deutschland, Spanien – Südkorea, Türkei – Schweden, Südkorea – Deutschland (alle Fr.), Türkei – Spanien, Deutschland – Schweden (beide Sa.), Halbfinals (Sa.), Finalspiele (So.).

29.09.2009
Deutsche Rollstuhlbasketballer auf dem Weg zur EM in der Türkei


Team Germany will ins Halbfinale und das WM-Ticket sichern

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren bricht am morgigen Mittwoch in die Türkei auf, wo ab dem 5. Oktober in Adana mit der Europameisterschaft 2009 der Saisonhöhepunkt für die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann ansteht. Zuvor bestreitet das Team Germany am kommenden Wochenende das internationale Jürgen-Trawinski-Gedächtnisturnier in Istanbul als abschließende Vorbereitung auf die kontinentale Meisterschaft.

Bei diesem letzten Test trifft die deutsche Mannschaft vom 2. bis 4. Oktober bereits auf die späteren EM-Teilnehmer Niederlande, Schweden, Spanien und Gastgeber Türkei sowie die südkoreanische Nationalmannschaft. Das Turnier trägt dabei den Namen des Oldenburger Sportpädagogen Dr. Jürgen Trawinski, der 1999 bei einem verheerenden Erdbeben in der Westtürkei im Einsatz für den Deutschen Rollstuhl-Sportverband ums Leben kam.

Von Istanbul aus geht es dann am Montag weiter nach Adana, der mit 1,5 Millionen Einwohner fünftgrößten Stadt des Landes. Südlich des Taurus Gebirges warten dort zum EM-Auftakt am Freitag die starken Belgier auf die deutsche Delegation. Neben dem Aufsteiger zur A-Europameisterschaft sind in der Vorrundengruppe B Israel, Italien, die Niederlande und Spanien die weiteren Konkurrenten um den Viertelfinaleinzug. Zwar gilt diese Gruppe als die deutlich einfachere der beiden Vorrundengruppen, doch genau dies bereitet Bundestrainer Frits Wiegmann Sorgen: „Der Vorteil der vermeintlich leichteren Vorrunde dreht sich dann im Viertelfinale ins Gegenteil um, wenn im wichtigsten Spiel des Turniers ein ganz starker Gegner auf uns warten wird“. Wiegmann bezieht sich damit auf die Befürchtung dort auf den Gastgeber oder aber auf die hoch gehandelten Polen zu treffen. Der Einzug ins Halbfinale würde dabei gleichzeitig die Fahrkarte für die WM 2010 in Birmingham beinhalten, neben dem Wunsch nach EM-Edelmetall das zweite große Ziel der deutschen Mannschaft in Adana.

„Wir sind bisher auf einem guten Weg“, freut sich der Niederländer Wiegmann über den guten Stand in der Vorbereitung. Die Stärken des Team Germany sind dabei vor allem die qualitativ lange Bank, die bis zum Spieler Nummer neun oder zehn keinen Bruch im Spiel aufkommen lässt und der enormen Defensiv-Druck, den die Mannschaft vor allem mit ihren 3,0-Punkte-Spielern André Bienek, Lars Lehmann oder Thomas Böhme ausüben kann. Die Schwachstelle sieht der Bundestrainer momentan noch in der Offensivgefährlichkeit seiner „Lowpointer“.

Zu den Konkurrenten um eine EM-Medaille gehört hierbei vor allem der Topfavorit Großbritannien. Aber auch Titelverteidiger Schweden, die Türkei mit ihren vielen Fans im Rücken, der wieder erstarkte Rekordtitelträger Frankreich oder aber das polnische Team um die beiden Zwickauer Piotr Luszynski und Mateusz Filipski sind für den Kampf um Edelmetall gut. Als krasser Außenseiter wird dagegen der zweite Aufsteiger Schweiz gehandelt.

EM-Gruppe A: Frankreich, Großbritannien, Polen, Schweden, Schweiz, Türkei.

EM-Gruppe B: Belgien, Deutschland, Israel, Italien, Niederlande, Spanien.

Spielplan: Deutschland – Belgien (Mi., 8.10., 13:30 Uhr), Deutschland – Niederlande (Do., 9.10., 18:00 Uhr), Deutschland – Italien (Fr., 10.10., 15:45 Uhr), Deutschland – Spanien (Sa., 11.10., 13:30 Uhr), Deutschland – Israel (Mo., 12.10., 13:30 Uhr), Viertelfinale (Di., 13.10.), Halbfinale (Mi., 14.10.), Finalspiele (Do., 15.10.), alle Zeiten MESZ.

Team Germany:
#4 Björn Lohmann / 30 Jahre / 1,0 Punkte / ASV Bonn
#5 Matthias Heimbach / 26 / 1,0 / RSC-Rollis Zwickau
#6 Thomas Becker / 31 / 4,5 / ASV Bonn
#7 Lars Lehmann / 32 / 3,0 / Mainhatten Skywheelers
#8 André Bienek / 22 / 3,0 / University of Wisconsin
#9 Florian Fischer / 32 / 1,5 / USC München
#10 Andreas Kress / 23 / 3,5 / Mainhatten Skywheelers
#11 Dirk Passiwan / 32 / 4,5 / Trier Dolphins
#12 Sebastian Wolk / 28 / 4,0 / Mainhatten Skywheelers
#13 Lars Christink / 37 / 2,0 / Jena Caputs
#14 Thomas Böhme / 18 / 2,0 / Jena Caputs
#15 Dirk Köhler / 41 / 4,0 / RSV Lahn-Dill

Crew: Bundestrainer Frits Wiegmann (Herford), Atheltiktrainer Chris Löffler (Osnabrück), MEYRA-Techniker Markus Ocasek (Vlotho), Physiotherapeutin Karolin Janke (Hamburg), Teammanager Ralph Bode (Osnabrück).

19.09.2009
Rollstuhlbasketballer besuchen Audi auf der IAA in Frankfurt

Nationalspieler zu Gast auf der weltgrößten Automobilausstellung

Die deutsche Damen- und Herren-Nationalmannschaft konnte sich bereits am zweiten Tag der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt persönlich ein eindrucksvolles Bild des Audi-Claims „Vorsprung durch Technik“ machen. Auf knapp 4.000 qm präsentierte sich Rollstuhlbasketball-Sponsor Audi in Messe-Halle 3 standesgemäß und empfing an diesem Tag, der nur dem Fachpublikum zugänglich war, eine insgesamt 18-köpfige Delegation des Team Germany.

Bernd Welser (Leiter Vertrieb Sonderabnehmer) und Bernhard Karl (Verkauf Sonderabnehmer) empfingen als Vertreter Audi AG dabei mit Silke Bleifuß, Britta Kautz, Maria Kühn, Simone Kues, Birgit Meitner, Edina Müller, Damen-Bundestrainer Holger Glinicki und Teamarzt Dr. Jürgen Völpel gleich acht frisch gebackene Europameister. Aber auch die Herrenauswahl mit Thomas Becker, Thomas Böhme, Kapitän Lars Christink, Florian Fischer und Lars Lehmann nahm die IAA zum willkommenen Anlass ein wenig Abwechslung in die trainingsintensive Vorbereitung auf die Herren-EM im Oktober im türkischen Adana zu bringen.

Komplettiert wurde der Team Germany Auftritt auf der IAA durch U22-Nationalspieler Jens-Eike Albrecht und Natalie Simanowski, die beide auch dem jeweiligen erweiterten A-Kader angehören, Perspektivkader-Spieler Christian Burg sowie Junioren-Teammanager Lothar Bienek und Presse- und Marketingleiter Andreas Joneck.

24.08.2009
Bundestrainer Frits Wiegmann nominiert seinen Kader für die Europameisterschaft

Mit Thomas Böhme und Matthias Heimbach zwei talentierte Neulinge mit an Bord

Die zwölf Tickets für die Rollstuhlbasketball-Europameisterschaft der Herren vom 5. bis 15. Oktober im türkischen Adana sind vergeben. Keine 24 Stunden nach dem Finale des Vier-Nationen-Turniers in Osnabrück hat Bundestrainer Frits Wiegmann seinen endgültigen EM-Kader nominiert und diesen von 15 auf zwölf Spieler reduziert. Mit dabei sind erstmals Thomas Böhme von den Jena Caputs und Matthias Heimbach vom RSC-Rollis Zwickau.

Freut sich auf die EM in Adana: Lars Lehmann aus Frankfurt.

Der 26-jährige Heimbach hat insbesondere in der abgelaufenen Saison maßgeblichen Anteil am nationalen Titelgewinn der Sachsen gehabt. Ursprünglich kommt der Forward als gebürtiger Bayer vom SV Augsburg. Thomas Böhme gilt mit seinen erst 18 Jahren als eines der größten deutschen Talente und stammt wie sein Kollege ebenfalls aus Bayern, wo er bereits für den USC München und seinen Heimatverein RSV Bayreuth aktiv war, bevor er 2008 nach Jena wechselte. Für beide ist es der erste Auftritt mit der deutschen Nationalmannschaft bei einem der großen Titelkämpfe.

Kommt in Adana zu seinem ersten großen Turnier: Thomas Böhme aus Jena.

Mit Böhme und dem Kapitän der DRS-Auswahl Lars Christink stellt Zweitligist Jena Caputs damit ebenso zwei Akteure für den deutschen EM-Kader ab, wie der ASV Bonn mit Thomas Becker und Björn Lohmann. Das größte Kontingent jedoch kommt von den Mainhatten Skywheelers aus Frankfurt, die mit Andreas Kress, Lars Lehmann und Sebastian Wolk gleich Trio in Adana vor Ort haben. Komplettiert wird das Team Germany durch Scharfschütze Dirk Passiwan, der zuletzt im italienischen Taranto aktiv war, dem US-Legionär André Bienek von der University of Wisconsin, Florian Fischer vom deutschen Rekordmeister USC München und Center-Routinier Dirk Köhler vom DRS-Pokalsieger RSV Lahn-Dill. Geplatzt ist dagegen der EM-Traum der beiden Münchner Ben Döring und Uli Schmölz sowie von Mimoun Quali von den Hot Rolling Bears Essen. Alle drei fielen der notwendigen Reduzierung des Kaders auf die zulässige Größe von zwölf Spielern zum Opfer.

Betreut wird der Kader des Team Germany in Adana wie seit Jahren von Bundestrainer Frits Wiegmann, zugleich Bundesligacoach des RSC Osnabrück. Ebenfalls aus der Stadt des Westfälischen Friedens kommt Athletiktrainer Chris Löffler und Team Manager Ralph Bode. Komplettiert wird die Crew durch Physiotherapeutin Karolin Janke aus Hamburg sowie dem langjährigen Techniker der deutschen Nationalmannschaft Markus Ocasek (Vlotho) aus dem Hause des Premium-Sponsors MEYRA-ORTOPEDIA.

Der deutsche EM-Kader für die Titelkämpfe vom 5. bis 15. Oktober in Adana / Türkei:

#4/Björn Lohmann/30 Jahre/Klassifizierung 1,0 Punkte/ASV Bonn, #5/Matthias Heimbach/26/1,0/RSC-Rollis Zwickau, #6/Thomas Becker/31/4,5/ASV Bonn, #7/Lars Lehmann/32/3,0/Mainhatten Skywheelers, #8/André Bienek/22/3,0/University of Wisconsin, #9/Florian Fischer/32/1,5/USC München, #10/Andreas Kress/23/3,5/Mainhatten Skywheelers, #11/Dirk Passiwan/32/4,5/Trier Dolphins, #12/Sebastian Wolk/28/4,0/Mainhatten Skywheelers, #13/Lars Christink (Cap)/37/2,0/Jena Caputs, #14/Thomas Böhme/18/3,0/Jena Caputs, #15/Dirk Köhler/41/4,0/RSV Lahn-Dill.

Crew: Frits Wiegmann/Bundestrainer/Herford, Chris Löffler/Athletiktrainer/Osnabrück, Markus Ocasek/MEYRA Techniker/Vlotho, Karolin Janke/Physiotherapeutin/Hamburg, Ralph Bode/Team Manager/Osnabrück.

23.08.2009
Herren-Nationalmannschaft zeigt sich in Osnabrück bereits in guter EM-Form

Deutschland belegt Rang zwei hinter Großbritannien – Dirk Passiwan Topscorer

Jugendlicher Elan und internationale Routine: Thomas Böhme (li., Jena) und Lars Lehmann (re., Frankfurt).

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat beim Vier-Nationen-Turnier in Osnabrück einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und nach nur einer einzigen Niederlage im Finale gegen Favorit und Vize-Europameister Großbritannien den zweiten Platz belegt. Im Spiel um Platz drei setzte sich der amtierende Europameister Schweden gegen die Niederlande durch. Rund sechs Wochen vor Beginn der EM im türkischen Adana war das Turnier in Osnabrück für den 15-köpfigen deutschen Kader zugleich die letzte Chance sich für die kontinentalen Titelkämpfe vom 5. bis 15. Oktober zu empfehlen, da Bundestrainer Frits Wiegmann Anfang dieser Woche sein endgültiges Aufgebot für Adana benennen wird.

„Wir sind auf einem guten Weg, aber noch müssen wir uns weiter verbessern, um bei der EM die Rolle spielen zu können, die wir uns vorstellen“, zeigte sich der Osnabrücker Wiegmann angetan vom aktuellen Leistungsstand seiner Mannschaft und ergänzt: „Letztendlich ist die Finalniederlage zwar schade, aber genau der richtige mentale Hinweis zur richtigen Zeit“. In der Vorrunde und im Halbfinale fuhren seine „Jungs“ vier teils deutliche Siege aus vier Spielen ein, ehe im Endspiel in der OSC-Halle Großbritannien um Routinier Simon Munn Endstation war. Während die beiden Finalisten wie auch der EM-Titelverteidiger Schweden zum großen Kreis der Medaillenkandidaten von Adana gehören, scheint momentan die Niederlande nicht in der Lage zu sein, im Konzert der ganz großen mitspielen zu können.

Deutschland – Großbritannien 65:53 (15:13/28:34/42:45)

Zunächst sah es im Auftaktspiel so aus, als ob der Favorit von der britischen Insel das Duell mit dem Team Germany knapp nach Hause schaukeln könnte. Doch im Schlussviertel spielte der Gastgeber die Briten mit 23:8 förmlich an die Wand. Beste Schützen bei den Deutschen waren hierbei US-Legionär Andre Bienek (23 Punkte) und der wieder genesene Dirk Passiwan (20).

Deutschland – Niederlande 72:42 (22:14/38:21/56:28)

Im zweiten Match ließ die deutsche Mannschaft des niederländischen Bundestrainers Wiegmann dessen Landsleuten nicht den Hauch einer Chance. Bereits Mitte des zweiten Viertels beim Stand von 35:17 (16.) stand der spätere Sieger fest. Beste Schützen waren erneut Bienek (31) und Passiwan (21), die mit einer hohen Trefferquote agierten.

Deutschland – Schweden 79:61

Im letzten Gruppenspiel gegen die Skandinavier ließen die deutschen Rollis nichts mehr anbrennen und zogen ungeschlagen ins Halbfinale ein. Bereits zur Halbzeit musste Schwedens neuer Trainer Lars Gunnar Andersson akzeptieren, dass der amtierende Europameister in Osnabrück keine Chance gegen das Team Germany hatte. Beste deutsche Korbschützen waren Center-Routinier Dirk Köhler (15 Punkte) und erneut Andre Bienek (17).

Deutschland – Niederlande 64:51 (14:11/32:20/51:30)

Im Halbfinale, dem zweiten Aufeinandertreffen mit den Niederländern um Bondscoach Gertjan van der Linden, hatte der ambitionierte Gastgeber deutlich mehr Mühe, als noch im Vorrundenduell. Erst kurz vor der Halbzeitpause konnte Deutschland den Vorsprung ausbauen, um nach drei Spielabschnitten die Vorentscheidung erzwingen zu können, während der Kontrahent bis zur Schlusssirene noch einmal Ergebniskosmetik betreiben konnte. Passiwan mit 19 Zählern und Bienek mit 10 Punkten waren auch hier einmal mehr die betsen DRS-Schützen.

Deutschland – Großbritannien 56:62 (12:15/25:31/38:41)

Zusammenhalt: Kapitän Lars Christink (#13, Mitte) im Kreis seiner Kollegen.

Das Finale stand bis zum Ende auf des Messers Schneide, nachdem die Mannschaft des australischen Trainers Murray Treseder nahezu 40 Spielminuten lang stets knapp die Nase vorne hatte. Im Gegensatz zum ersten Duell mit den Briten gelang es dem Kontrahenten diesmal besser, Deutschlands bis dahin gefährlichsten Schützen Andre Bienek zu neutralisieren. Auch 24 Punkte des deutschen Turnier-Topscorers Dirk Passiwan und zehn von des Wetzlarers Dirk Köhler konnten die Partie nicht mehr wenden.

Deutschland: Dirk Passiwan (98, Dream Team Taranto/ITA), Andre Bienek (90, University of Wisconsin/USA), Dirk Köhler (41, RSV Lahn-Dill), Thomas Becker (24, ASV Bonn), Thomas Böhme (23, Jena Caputs), Lars Lehmann (17, Mainhatten Skywheelers), Mimoun Quali (9, Hot Rolling Bears Essen), Ben Döring (7, USC München), Andreas Kress (7, Mainhatten Skywheelers), Uli Schmölz (6, USC München), Florian Fischer (4, USC München), Björn Lohmann (4, ASV Bonn), Lars Christink (2, Jena Caputs), Matthias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau).

Ergebnisse, Vorrunde: Deutschland - Großbritannien 65:53, Niederlande - Schweden 55:64, Deutschland - Niederlande 72:42, Schweden - Großbritannien 41:67, Deutschland - Schweden 79:61, Großbritannien - Niederlande 68:51.

Halbfinale: Deutschland - Niederlande 64:51, Großbritannien - Schweden 67:65; Spiel um Platz 3: Schweden - Niederlande 65:59; Finale: Deutschland - Großbritannien 56:62.

21.07.2009
Audi-Quattros sorgen für viel Tempo in Spielen gegen Österreich

„Driving Experience“ in Seefeld und Testspiele in Garmich-Patenkirchen



Trotz strömenden Regens auf dem Trainingsgelände im österreichischen Zirl auf Kurs: Die deutsche Nationalmannschaft der Herren.

Mit drei Siegen und neuen Fahrtechniken kehrte die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren von ihrem deutsch-österreichischen Wochenende aus Seefeld / Tirol und dem bayrischen Garmisch-Patenkirchen zurück. Zunächst absolvierte das Team Germany ein spektakuläres Fahrsicherheitstraining der Audi Driving Experience, ehe in drei Testspielen die Vertretung Österreichs dreimal sicher bezwungen werden konnte.



Gemeinsames Gruppenbild der DRS-Auswahl mit den Audi-Vertretern vor dem Dorint-Hotel in Seefeld mit stehend v.l. Bernd Welser (Leiter Vertrieb Sonderabnehmer) und Bernhard Karl (Verkauf Sonderabnehmer).

Dabei schien es so, als wollte die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann die kurz zuvor erlernten Tricks im Umgang mit den insgesamt 15 Audi-Quattros A4 und Q5 sofort im Spiel gegen Österreich auf die Hurricane-Sportrollstühle aus dem Haus Meyra anwenden. Trotz teils strömenden Regens war das Team dabei begeistert vom Training mit den Motorsportassen Ludwig Fetz und Hansgünther Müller. Vor Augen der Audi-Delegation um die beiden Fahrtrainer zeigte sich die DRS-Auswahl dann bestens aufgelegt und ließ dem jedoch stark ersatzgeschwächten Außenseiter Österreich nicht den Hauch einer Chance.



Letzte Anweisungen durch Ludwig Fetz für Nationalspieler Andreas Kress in seinem weißen Q5.

Im ersten Spiel fegte der EM-Dritte die Gäste gleich mit 88:17 (22:2/47:8/67:10) aus der Werdenfelser Sporthalle in Garmisch-Patenkirchen. Am Samstagabend und Sonntagmorgen folgten dann die Siege Nummer zwei und drei mit 87:31 (20:6/41:13/64:17) und 76:39 (25:9/51:15/61:26) über den sechsten der B-Europameisterschaft von 2008. Dabei musste auch Frits Wiegmann auf den Verletzten Scharfschützen Dirk Passiwan aus Trier ganz verzichten und schonte zudem noch seinen angeschlagenen Kapitän Lars Christink (Jena Caputs) sowie den drei Monate verletzten Münchner Florian Fischer. Auf der Gegenseite war der Zwickauer Mehmet Hayirli mit einer Rippenprellung zum Zuschauen verurteilt, der so ein vereinsinternes Duell mit seinem sächsischen Teamkollegen Matthias Heimbach verpasste. Erfolgreichste Schützen in den drei Partien war das deutsche Centertrio mit Thomas Becker (59 Punkte) vom ASV Bonn sowie die nur zweimal zum Einsatz gekommenen Hessen Dirk Köhler (Wetzlar) und Sebastian Wolk (Frankfurt) mit 12,0 Zählern pro Spiel.



Bundestrainer Frits Wiegmann nutzt eine Auszeit im Testspiel gegen Österreich, links Kenon Kahsai aus Frankfurt.

Team Germany: Thomas Becker (59, ASV Bonn), Mimoun Quali (33, Hot Rolling Bears Essen), Andre Bienek (29, University of Wisconsin/USA), Dirk Köhler (24, RSV Lahn-Dill), Sebastian Wolk (24, Mainhatten Skywheelers), Ben Döring (17, USC München), Matthias Heimbach (14, RSC-Rollis Zwickau), Thomas Böhme (13, Jena Caputs), Jens-Eike Albrecht (9, BIG Oettinger Hot Wheels Gotha), Kenon Kahsai (8, Mainhatten Skywheelers), Ulli Schmölz (6, USC München), Lars Lehmann (4, Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (2, ASV Bonn).

Österreich: Matthias Wastian (25, Conveen Sitting Bulls Klosterneuburg), Andreas Kraft (17, Conveen Sitting Bulls Klosterneuburg), Martin Riedl (16, Conveen Sitting Bulls Klosterneuburg), Markus Theissl (14, RSV Basket Salzburg), Joachim Pawle (7, RSV Basket Salzburg), Alexander Wechselberger (3, RSC Tirol), Alexander Höglinger (2, RSV Basket Salzburg).

15.07.2009
Audi Driving Experience und Testspielgegner Österreich warten auf Team Germany

Herren-Nationalmannschaft zu Gast in Seefeld / Tirol und Garmisch-Patenkirchen

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren ist am Wochenende zu Gast in Seefeld / Tirol und dem bayrischen Garmisch-Patenkirchen. Dabei absolviert das Team Germany zunächst auf Einladung des langjährigen Sponsorpartners Audi mit einem Fahrsicherheitstraining, der Audi Driving Experience, im österreichischen Seefeld ein Training der besonderen Art, ehe dann insgesamt drei Testspiele in Garmisch-Patenkirchen gegen Österreich auf dem Programm stehen.

Wie zuletzt die Damenauswahl in Lüneburg absolviert der zurzeit noch 17-köpfige erweiterte EM-Kader der Herren ein Sicherheitsfahrtraining in für Rollstuhlfahrer umgerüsteten Audi-Quatro Fahrzeugen. Nach diesen sicher außergewöhnlichen Eindrücken in der österreichischen Olympiaregion Seefeld heißt es dann für den Europameisterschafts-Teilnehmer wieder den Sportrollstuhl unfallfrei zu steuern. Dazu ziehen die ING-DiBa Korbjäger dann ins bayrische Garmisch-Patenkirchen um, wo am Samstag und Sonntag in insgesamt drei Testspielen die Auswahl Österreichs wartet.

Zu Füßen der Zugspitze muss Bundestrainer Frits Wiegmann (Herford) dabei noch auf den an einer Fraktur des Handgelenks laborierenden Dirk Passiwan sowie auf Jens Schürmann verzichten. Dafür kehren an diesem Wochenende wieder die Langzeitverletzen Thomas Becker (Handgelenk) und Florian Fischer (Schulter) zurück ins Team des EM-Dritten von 2007. An diesem Wochenende treffen zudem erstmals Personal Coach und Athletiktrainer Chris Löffler (Osnabrück) sowie Petra Michel-Leutheuser (Lich) als neue Teamärztin auf den gesamten Kader.

„Wir werden das Wochenende intensiv zur weiteren Vorbereitung auf die EM nutzen und freuen uns sehr über die außergewöhnliche Einladung von Audi“, so Bundestrainer Wiegmann, der in Seefeld und Garmisch-Patenkirchen weitere Eindrücke gewinnen will, um Ende August dann seinen zwölfköpfigen Kader für die Europameisterschaft vom 5. bis 15. Oktober im türkischen Adana benennen zu können.

Team Germany: Jens-Eike Albrecht (BIG Oettinger Hot Wheels Gotha), Thomas Becker (ASV Bonn), Andre Bienek (University of Wisconsin/USA), Thomas Böhme (Jena Caputs), Lars Christink (Jena Caputs), Ben Döring (USC München), Florian Fischer (USC München), Matthias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau), Kenon Kahsai (Mainhatten Skywheelers), Dirk Köhler (RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali (Hot Rolling Bears Essen), Ulli Schmölz (ASV Bonn), Sebastian Wolk (Mainhatten Skywheelers).

23.05.2009
Team Germany verliert kleines Finale von Manchester

Deutliche Pleite gegen Gastgeber Großbritannien

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren konnte im Spiel um Platz drei beim V. Paralympic World Cup im britischen Manchester nicht an den Vorrundenerfolg gegen den Gastgeber anknüpfen und kam im kleinen Finale gegen Großbritannien deutlich mit 49:69 unter die Räder. Sieger der fünften Auflage des hochkarätig besetzten Turniers wurde Paralympicsieger Australien, das im Endspiel mit der U22-Auswahl der USA beim 69:48 kurzen Prozess machte.

Großbritannien – Deutschland 69:49 (24:13/37:21/53:35)

Erneut war es die Startphase, in der das Team Germany bereits den entscheidenden Rückstand einfuhr. So zog das neu formierte Team des Paralympic-Dritten bereits vor der Halbzeitpause von 8:7 (4.) auf 20:9 (9.) und wenig später von 26:17 (12.) auf 37:19 (20.) vorentscheidend davon. Erst nach dem Seitenwechsel kam die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann besser in ein allerdings bereits verlorenes Match, bei dem vor allem Youngster Thomas Böhme seine hervorragende Leistung bei seinem ersten Härtetest in der A-Nationalmannschaft unterstrich und zum Topscorer seiner Mannschaft avancierte.

Großbritannien: Joe Bestwick (18, Köln 99ers), Peter Finbow (14), Jonathan Hall (9/1 Dreier), Dan Highcock (6), Simon Brown (4), Abdi Jama (6), Lee Manning (4), Ian Sagar (4), Ghazain Choudhry (2), Mathew Sealy (2), Lee Fawcett, Matthew Rollston.

Deutschland: Thomas Böhme (11, Jena Caputs), Andre Bienek (9/1, University of Wisconsín /USA), Jens-Eike Albrecht (8, BIG Oettinger Hot Wheels Gotha), Dirk Köhler (6, RSV Lahn-Dill), Sebastian Wolk (5, Mainhatten Skywheelers), Mathias Heimbach (4, RSC-Rollis Zwickau), Kenon Kahsai (4, Mainhatten Skywheelers), Lars Lehmann (2, Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (ASV Bonn), Andreas Kress (Mainhatten Skywheelers), Uli Schmölz (USC München).

22.05.2009
Team Germany spielt in Manchester um Platz drei

Nach Halbfinalniederlage nun gegen Großbritannien

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren konnte sich beim V. Paralympic World Cup im britischen Manchester nicht für das Endspiel qualifizieren. Nach einer klaren Halbfinalniederlage gegen die USA steht die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann nun am Samstag im Spiel um Platz drei. Dort trifft das Team Germany, wie schon im abschließenden und erfolgreichen Vorrundenspiel, auf den gastgebenden Bronzemedaillengewinner von Peking aus Großbritannien.

Großbritannien – Deutschland 53:54 (17:8/29:24/43:35)

Wie schon in den beiden vorhergegangenen Partien gegen Australien und die USA startete das Team Germany auch im abschließenden Vorrundenmatch gegen den Gastgeber schwach, konnte sich aber erneut im Schlussviertel mit guter Moral wieder zurück ins Spiel kämpfen. Gegen die neu formierte Mannschaft des Bronzemedaillengewinners von Peking sorgte der Frankfurter Lars Lehmann mit zwei Freiwürfen zum 50:49-Zwischenstand 1:35 Minute vor der Schlusssirene für die erste deutsche Führung der gesamten Partie. In der nun dramatischen Endphase war es letztendlich Center Dirk Köhler mit seinen Punkten acht und neun zum 54:53-Endstand 21 Sekunden vor dem Ende und einem anschließenden Defensivrebound beim britischen Gegenzug, der den Erfolg sicherstellte.

Deutschland: Thomas Böhme (20, Jena Caputs), Andre Bienek (11, University of Wisconsín /USA), Dirk Köhler (9, RSV Lahn-Dill), Jens-Eike Albrecht (4, BIG Oettinger Hot Wheels Gotha), Björn Lohmann (4, ASV Bonn), Sebastian Wolk (4, Mainhatten Skywheelers), Lars Lehmann (2, Mainhatten Skywheelers), Mathias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau), Uli Schmölz (USC München), Kenon Kahsai (n.e., Mainhatten Skywheelers), Andreas Kress (n.e., Mainhatten Skywheelers).

Großbritannien: Jonathan Hall (15), Joe Bestwick (13), Ian Sagar (9), Dan Highcock (7), Mathew Sealy (4), Peter Finbow (3), Abdi Jama (2), Simon Brown, Lee Fawcett, Ghazain Choudhry (n.e.), Lee Manning (n.e.), Matthew Rollston (n.e.).

USA – Deutschland 67:50 (15:14/37:25/51:37)

Drei Spielviertel klang konnte die DRS-Auswahl mit dem überaus starken Junioren-Weltmeister Schritt halten, doch ein schwacher zweiter Abschnitt vor der Pause zerstörte alle deutschen Hoffnungen auf einen Finaleinzug beim hochkarätig besetzten Turnier auf der Insel. Insbesondere die magere Wurfquote, auch von der Freiwurflinie, war letztendlich ausschlaggebend für die Niederlage gegen den Topfavoriten für die U22-Weltmeisterschaft in diesem Jahr in Paris. Topscorer der Partie war US-Legionär Andre Bienek mit 13 Zählern vor Routinier Dirk Köhler (12 Punkte), der zudem seine physische Stärke mit 13 Rebounds unterstrich.

USA: Brian Bell (21), Steven Serio (14), Nete Hinze (12), Jared Arambula (7), Trevon Jenifer (5), Chris Okon (4), Tom Smurr (4/1 Dreier), John Gilbert, Tommie Gray, Alex Grunstein, Matthew Lesperance, Ian Pierson.

Deutschland: Andre Bienek (13), Dirk Köhler (12), Thomas Böhme (10), Andreas Kress (3), Jens-Eike Albrecht (2), Mathias Heimbach (2), Kenon Kahsai (2), Lars Lehmann (2), Björn Lohmann (2), Sebastian Wolk (2), Uli Schmölz.

Ergebnisse: Großbritannien - Deutschland 53:54, Australien - USA 70:58; Halbfinale: Deutschland - USA 50:67, Großbritannien - Australien 35:48.

Finale (Sa.): Australien - USA
Spiel um Platz 3 (Sa.): Großbritannien - Deutschland

21.05.2009
Team Germany schlägt sich gegen Weltklasseteams achtbar

Niederlagen gegen Australien und USA beim Paralympic World Cup

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat sich zum Auftakt des V. Paralympic World Cup im britischen Manchester achtbar geschlagen. Das ersatzgeschwächte Team von Bundestrainer Frits Wiegmann unterlag im ersten Spiel des hochklassig besetzten Turniers zwar mit 51:62 gegen Australien, doch gegen den nahezu in Bestbesetzung angetretenen Paralympicsieger von Peking darf dieses Resultat als Erfolg gewertet werden. Im zweiten Spiel mussten sich die ING-DiBa Korbjäger dann den stark aufspielenden USA knapp mit 50:54 geschlagen geben, wobei die Nordamerikaner in Vorbereitung auf die Junioren-WM in diesem Jahr in Paris ihre amtierenden Weltmeister der U22-Auswahl in Manchester ins Rennen schickten.

Australien – Deutschland 62:51 (22:8/41:22/48:30)

Gegen die Truppe aus „Down Under“ offenbarte das Team Germany zunächst in neuer Zusammensetzung einige verständliche Abstimmungsprobleme und lag bereits zur Halbzeit klar in Rückstand. Nach dem Wechsel jedoch zeigte sich die DRS-Auswahl stark verbessert und vor allem kämpferisch. Insbesondere die drei Youngster Thomas Böhme, Jan-Eike Albrecht und Mathias Heimbach zeigten dabei gute Ansätze, während Routinier Dirk Köhler mit 20 Rebounds der Herrscher unter den Brettern in der Manchester Arena war.

Australien: Shaun Norris (17), Brett Stibners (15), Tristan Knowles (12/1 Dreier), Bill Latham (7), Justin Eveson (6), Dylan Alcott (3/1), Jeremy Doyle (1), Kim Robins (1), Adrian King, Grant Mizens, John McPhail, Tige Simmons.

Deutschland: Sebastian Wolk (14, Mainhatten Skywheelers), Thomas Böhme (11, Jena Caputs), Dirk Köhler (8, RSV Lahn-Dill), Andre Bienek (7, University of Wisconsín /USA), Lars Lehmann (4, Mainhatten Skywheelers), Jens-Eike Albrecht (3, BIG Oettinger Hot Wheels Gotha), Mathias Heimbach (2, RSC-Rollis Zwickau), Andreas Kress (2, Mainhatten Skywheelers), Kenon Kahsai (Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (ASV Bonn), Uli Schmölz (USC München).

USA – Deutschland 54:50 (18:17/30:27/44:32)

Ähnlich verlief die Partie gegen die amtierenden Junioren-Weltmeister aus den USA, die der Topfavorit auf die U22-Titelkämpfe dieses Jahr in Paris sind. Nach einem deutlichen Rückstand nach dem dritten Viertel, avancierte der Schlussabschnitt mit guter Moral zur besten Phase im deutschen Team. Insbesondere US-Legionär Andre Bienek und der erneut zu über 30 Minuten Einsatzzeit kommende Thomas Böhme konnten im deutschen Spiel überzeugen.

USA: Steven Serio (18), Brian Bell (12), Chris Okon (12), Trevon Jenifer (2), John Gilbert (2), Tommie Gray (2), Nete Hinze (2), Matthew Lesperance (2), Ian Pierson (2), Jared Arambula, Alex Grunstein, Tom Smurr.

Deutschland: Andre Bienek (18/1), Sebastian Wolk (13), Thomas Böhme (6), Dirk Köhler (5), Mathias Heimbach (4), Jens-Eike Albrecht (2), Björn Lohmann (2), Kenon Kahsai, Andreas Kress, Lars Lehmann, Uli Schmölz.

Ergebnisse: Australien - Deutschland 62:51, Großbritannien - USA 41:63, Deutschland - USA 50:54, Großbritannien - Australien 56:64.

19.05.2009
BT Paralympic World Cup im britischen Manchester

Team Germany trifft auf Paralympicsieger Australien

Am Mittwoch startet im britischen Manchester der V. Paralympic World Cup mit einem neuen Rekord. Insgesamt 174 Medaillengewinner der Paralympischen Spiele von Peking gehen in der nordenglischen 500.000 Einwohner Metropole in den Disziplinen Bahnradfahren, Leichtathletik, Schwimmen und Rollstuhlbasketball an den Start. Nach 2005 und 2008 ist die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren zum dritten Mal bei dem renommierten Einladungsturnier mit von der Partie und trifft in der Manchester Arena auf Paralympicsieger Australien, die USA und Gastgeber Großbritannien.

Dabei geht Bundestrainer Frits Wiegmann mit dem Handicap ins Rennen auf seine beiden Center Dirk Passiwan (Dream Team Taranto/ITA) und Thomas Becker (ASV Bonn) verzichten zu müssen. Passiwan brach sich im Endspiel um den italienischen Pokal die Hand und fällt verletzungsbedingt wahrscheinlich bis Juli aus, während der Bonner Becker an einer Nervenläsion ebenfalls an der Hand leidet. Neben den beiden thüringischen Junioren-Nationalspielern Thomas Böhme aus Jena und Jens-Eike Albrecht aus Gotha ist auch erstmals Mathias Heimbach von Bundestrainer Wiegmann nominiert worden. Der 26-jährige ehemalige Augsburger überzeugte in dieser Saison mit starken Leistungen und war maßgeblich am Gewinn der deutschen Meisterschaft und am europäischen Champions Cup Finaleinzug seines RSC-Rollis Zwickau beteiligt.

Gespannt darf man aber auch auf den ersten Auftritt im EM-Jahr 2009 von Andre Bienek im DRS-Trikot sein, der mit seinem Team Whitewater Warhawks der University of Wisconsin im März erneut US-Champion wurde. Ein Erfolg der bisher sogar Deutschlands Basketball-Lichtgestalt Dirk Nowitzki noch nicht gelang. Im Finale war der aus Castrop-Rauxel stammende Nationalspieler maßgeblich am 82:76-Erfolg über die University of Illinois beteiligt.

Mit dem amtierenden Paralympicsieger Australien, dem in Peking mit Bronze dekorierten Gastgeber Großbritannien und den USA trifft das Team Germany dabei auf mehr als namhafte Konkurrenz und hofft wie im Vorjahr als Außenseiter eine gute und sportlich erfolgreiche Rolle spielen zu können.

Team Germany: Jens-Eike Albrecht (BIG Oettinger Hot Wheels Gotha), Andre Bienek (University of Wisconsín /USA), Thomas Böhme (Jena Caputs), Mathias Heimbach (RSC-Rollis Zwickau), Kenon Kahsai (Mainhatten Skywheelers), Dirk Köhler (RSV Lahn-Dill), Andreas Kress (Mainhatten Skywheelers), Lars Lehmann (Mainhatten Skywheelers), Björn Lohmann (ASV Bonn), Uli Schmölz (USC München), Sebastian Wolk (Mainhatten Skywheelers).

Spielplan Team Germany: Australien – Deutschland (Mi, 14:30 Uhr MESZ), USA – Deutschland (Do., 10:30 Uhr MESZ), Großbritannien – Deutschland (Do., 18:30 Uhr MESZ), Halbfinale (Fr.), Finalspiele (Sa.).

12.05.2009
Petra Michel-Leutheuser neue leitende Teamärztin der Nationalmannschaften

Gruppenauslosung der Herren-Europameisterschaft im türkischen Adana erfolgt

Pünktlich zum Start der Vorbereitungsphase auf die Europameisterschaft der Herren vom 5. bis 15. Oktober im türkischen Adana präsentiert die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren mit Petra Michel-Leutheuser eine neue Mannschaftsärztin, die zukünftig auch die leitende Präsenz und Koordination für den gesamten medizinischen Bereich aller Bundeskadermannschaften übernehmen wird. Für die EM in Adana, zugleich die Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2010 in Birmingham, wurden vor kurzem auch die Zusammensetzungen der Vorrundengruppen durch die IWBF Europe bekannt gegeben.

Das Team Germany, bei der letzten Europameisterschaft 2007 in Wetzlar mit Bronze dekoriert, muss sich dabei in der Vorrundengruppe B mit dem zweifachen EM-Titelträger Italien und Paralympicteilnehmer Israel auseinandersetzen. Komplettiert wird das Sechserfeld durch den starken A-Gruppen Aufsteiger Belgien, die in einer Umstrukturierungsphase befindliche Niederlande und die aufstrebenden Spanier. Ziel im ausgeglichenen Feld ist für Bundestrainer Frits Wiegmann der zweite Rang, der die Qualifikation für das Halbfinale sicherstellen würde: „Wir haben unangenehme Gegner zugelost bekommen, dennoch sollte die Aufgabe für uns lösbar sein“, so der Niederländer Wiegmann, der mit dem Team Germany in Adana auch auf sein Heimatland treffen wird. Teammanager Ralph Bode ergänzt: „Unsere eigentliche Stärke liegt in der mannschaftlichen Geschlossenheit mit der nötigen Portion interner Konkurrenz“ und so ist sich auch der Osnabrücker Bode sicher, dass das Team Germany auch in Adana eine gute Rolle spielen wird.

Erstmals in die Vorbereitungen auf die kontinentalen Titelkämpfe wird dabei Petra Michel-Leutheuser eingebunden sein. Die 45-jährige Orthopädin mit Spezialgebiet Sportmedizin aus dem mittelhessischen Lich ist in Gießen niedergelassene Ärztin und betreut in dieser Funktion bereits seit vier Jahren den amtierenden deutschen Pokalsieger RSV Lahn-Dill. Petra Michel-Leutheuser ist dabei in die Materie Rollstuhlbasketball bestens eingearbeitet und gilt zusätzlich auch als Fachfrau für die spezifischen Anti-Dopingregulärien, während ihr Mann Wolfgang Leutheuser als Teamarzt seit vielen Jahren das BBL-Team der LTi Gießen 46ers betreut. In Absprache mit dem Verband wird sie zukünftig nicht nur den Posten der Teamärztin der deutschen Herrenauswahl einnehmen, sondern sich koordinierend um den Einsatz und die Fortbildung aller für die Nationalmannschaften zuständigen Ärzte und Physiotherapeuten kümmern.

Gruppe A: Frankreich, Großbritannien, Polen, Schweden, Schweiz, Türkei.
Gruppe B: Belgien, Deutschland, Israel, Italien, Niederlande, Spanien.

13.04.2009
DRS-Auswahl landet im belgischen Blankenberge auf Rang drei

Punktgleich mit Italien und Turniersieger Belgien

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat das V. Osterturnier im belgischen Blankenberge mit einem guten dritten Platz abgeschlossen. Punktgleich mit Italien und dem Gastgeber musste sich das Team Germany dabei nur dem Turniersieger Belgien geschlagen geben.

Bundestrainer Frits Wiegmann darf dabei vor allem die Erkenntnis mit nach Hause nehmen, dass seine Youngster und Debütanten die personelle Situation hervorragend nutzen, nachdem das Team auf zahlreiche noch in den Ligaspielen in Deutschland und Italien eingesetzte Akteure verzichten musste.

Italien – Deutschland 59:62 (23:10/37:26/53:43)

Im Auftaktmatch gegen die Südeuropäer merkt man der Mannschaft von Bundestrainer Wiegmann an, dass sie in dieser Formation noch nie zusammengespielt hat, was die Squadra Azura bis nach dem Seitenwechsel in einen komfortablen 48:31-Vorsprung (23.) ausbaut. Erst mit einer Energieleistung in den verbleibenden Minuten bis zur Schlusssirene kann die DRS-Auswahl kämpferisch überzeugend das Spiel noch einmal wenden. Stark dabei Youngster Böhme, der in der 37. Spielminute den 57:57-Ausgleich erzwingen kann, während beim Gegner die Nerven entscheidend flattern. Beste Schützen: Mauro Galliano (21/1 Dreier) und Matteo Cavagnini (12) für Italien, Lars Lehmann (13/1) und Thomas Becker (12) für Deutschland.

Deutschland – Südafrika 61:56 (9:14/25:25/39:35)

Auch in Partie Nummer zwei gegen den Länderspielkonkurrenten der Vorwoche in Berlin, tat sich das Team Germany zunächst sehr schwer gegen eine inzwischen mit zwei Italienprofis verstärkte südafrikanische Auswahl. Auch hier fiel die Entscheidung zugunsten der ING-DiBa Korbjäger erst im Schlussviertel, als insbesondere der Frankfurter Kenon Kahsai seine Chancen nutzte und in der Offensive für die Entscheidung sorgte. Beste Schützen: Richard Nortjie (29) und Marius Papenfus (8) für Südafrika, Thomas Becker (25) und Sebastian Wolk (13) für Deutschland.

Belgien – Deutschland 60:53 (15:18/34:25/51:42)

Gegen den starken Gastgeber, der sich seit vielen Jahren erstmals wieder das Ticket für die A-Europameisterschaften in diesem Jahr im türkischen Adana sichern konnte, musste Deutschland die einzige Niederlage des Turniers einstecken. Insbesondere im zweiten Viertel kam Belgien mit seinen beiden Topscorern Samir Bader und Dimitri Tanghe aus der italienischen Serie A zum entscheidenden Vorsprung. Ebenfalls im Aufgebot des späteren Turniersiegers waren mit Juan Bernal, Pieter Dries, Mounir Moujoud und Christoph Paasch gleich vier Spieler des belgisch/deutschen Neu-Bundesligisten Roller Bulls St. Vith/Bleialf. Beste Schützen: Samir Bader (22) und Dimitri Tanghe (15) für Belgien, Thomas Becker (18) und Sebastian Wolk (18/1) für Deutschland.

Schweiz - Deutschland 41:72 (13:14/25:27/31:51)

Gegen die Eidgenossen um den ehemaligen Wetzlarer Bundesligaspieler Nicolas Hausammann setzte Bundestrainer Wiegmann erstmals seine beiden Youngster Thomas Böhme und Jens-Eike Albrecht in die Startformation. Müde vom intensiven Turnier konnte sich das Team Germany jedoch erst nach einer Leistungssteigerung im dritten Viertel, dominiert vom Frankfurter Quartett Kenon Kahsai, Andreas Kress, Lars Lehmann und Sebastian Wolk, deutlich gegen die sieglosen Schweizer absetzen. Beste Schützen: Wädi Spuler (9) und Nicolas Hausammann (8) für die Schweiz, Thomas Becker (24) und Sebastian Wolk (15) für Deutschland.

Punkteverteilung Team Germany: Thomas Becker (79, ASV Bonn), Sebastian Wolk (56/1 Dreier, RSC Frankfurt), Lars Lehmann (34/1, RSC Frankfurt), Ben Döring (18, USC München), Thomas Böhme (16, Jena Caputs), Andreas Kress (15, RSC Frankfurt), Kenon Kahsai (8, RSC Frankfurt), Björn Lohmann (8, ASV Bonn), Jens-Eike Albrecht (6, BIG Gotha), Jens Schürmann (4, RSC Osnabrück).

08.04.2009
Team Germany gastiert beim V. Osterturnier im belgischen Blankenberge

Schweiz, Italien, Südafrika und Belgien die Kontrahenten an der Nordsee

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren gastiert von Freitag bis Sonntag an der Nordsee. Im Rahmen des V. Osterturniers im belgischen Badeort Blankenberge trifft das Team Germany dabei auf den zweifachen Europameister Italien, den EM-A-Gruppenaufsteiger Schweiz, auf den Gastgeber Belgien sowie erneut auf das Team aus Südafrika.

Bundestrainer Frits Wiegmann kann dabei im Gegensatz zum Länderspiel gegen Südafrika der Vorwoche in Berlin auch wieder auf die beiden Frankfurter Sebastian Wolk und Lars Lehmann zurückgreifen. Seine Premiere im Trikot mit dem Bundesadler feiert dabei Youngster Thomas Böhme vom Zweitligaaufsteiger Jena Caputs. Der erst 17-jährige ursprünglich aus Bayreuth stammende Juniorenauswahlspieler gilt als das zurzeit größte deutsche Talent. Ähnlich wie Jens-Eike Albrecht aus Gotha, der bereits in Berlin einen sehr guten Eindruck hinterließ, soll auch Böhme in Westflandern erstmals A-Kader Luft schnuppern.

Team Germany: Jens-Eike Albrecht (BIG Gotha), Thomas Becker (ASV Bonn), Thomas Böhme (Jena Caputs), Ben Döring (USC München), Kenon Kahsai (RSC Frankfurt), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt),

Spielplan: Südafrika – Schweiz, Italien – Deutschland (beide Fr.), Italien – Südafrika, Belgien – Schweiz, Deutschland – Südafrika, Schweiz – Italien, Belgien – Deutschland (alle Sa.), Belgien – Italien, Schweiz – Deutschland, Belgien – Südafrika (So.).

06.04.2009
Team Germany lässt südafrikanischen Gästen keine Chance

Lob für den Ausrichter RSC Berlin - Thomas Becker Topscorer

Der erste offizielle Auftritt der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren im nach-paralympischen Jahr ist erfolgreich absolviert. In Berlin schlug das Team Germany dabei am Sonntag die Auswahl Südafrikas klar mit 80:45 (22:13/42:21/55:33).

Ihre gelungene Premiere in der Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann feierten dabei die beiden Junioren Jens-Eike Albrecht und Kai Möller. Topscorer der Partie war der Bonner Center Thomas Becker mit 32 Punkten.

Aus der Not, dass zahlreiche seiner etatmäßigen Leistungsträger noch in den nationalen Meisterschaften mit ihren jeweiligen Vereinen im Einsatz waren, machte Bundestrainer Wiegmann dabei eine Tugend und setzte verstärkt auf die jugendliche zweite Garde. Insbesondere Jens-Eike Albrecht, der mit einer Doppellizenz für den Zweitligisten Gotha und den Erstligisten Frankfurt aktiv ist, hinterließ in einem gut aufgelegten deutschen Team einen positiven Eindruck.

Vor rund 500 Zuschauern in der Berliner Peter-Ustinov-Sporthalle erhielt nicht nur der ausrichtende RSC Berlin als Gastgeber beste Noten, sondern im zweiten Viertel insbesondere die Flügelspieler Jens Schürmann und Uli Schmölz, die sich die ihnen bietenden Freiräume geschickt ausnutzten. Nach dem Seitenwechsel übernahm dann der schnelle Essener Mimoun Quali die offensive Regie im deutschen Team und steuerte neben dem Bonner Topscorer Becker ebenfalls 17 Punkte zum souveränen Erfolg über die international allerdings zweitklassigen Südafrikaner bei.

Deutschland: Thomas Becker (32, ASV Bonn), Mimoun Quali (17, Hot Rolling Bears Essen), Jens Schürmann (14, RSC Osnabrück), Jens-Eike Albrecht (4, BIG Gotha), Ben Döring (4, USC München), Andreas Kress (4, RSC Frankfurt), Uli Schmölz (4, USC München), Kai Möller (1, Hamburger SV), Kenon Kahsai (RSC Frankfurt).

Südafrika: Siphamandla Gumbi (16), Stuart Jellows (10), Justin Govender (4), Marius Papenfus (4), Marcus Retief (4), Kyle Louw (2), Gift Mooketsi (2), Jaco Velloen (2), Luvuyo Mbande (1), Thandile Zonke.

02.04.2009
Deutsche Telekom und Deutscher Rollstuhlbasketball starten in eine neue Partnerschaft

Bonner Konzern unterstützt bis 2012 die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften

Die Deutsche Telekom ist neuer Premiumpartner des deutschen Rollstuhlbasketballs. Der Bonner Konzern und die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften haben für zunächst vier Jahre eine umfangreiche Kooperation beschlossen und werden bis Ende 2012 eine enge Partnerschaft mit zahlreichen Aktivitäten pflegen.

„Mit unserem Engagement im Deutschen Rollstuhlbasketball wollen wir verstärkt soziale und gesellschaftliche Verantwortung in allen Bereichen des Sports übernehmen“, so Stephan Althoff, Leiter Corporate Sponsoring und Corporate Events der Deutschen Telekom. „Teamgeist und Leidenschaft, aber auch Ehrgeiz, Professionalität und Leistung sind Werte, für die auch die Deutsche Telekom steht.“

Die Deutsche Telekom ist seit vielen Jahren ein kompetenter Partner des Sports mit innovativen Produkten, Services und Dienstleistungen. Zukünftig wird Europas führender Telekommunikationsanbieter verstärkt soziale und gesellschaftliche Aspekte des Sports berücksichtigen und durch Förderprogramme weitere Verantwortung bei seinen Engagements übernehmen. Als Partner der Deutschen Olympiamannschaft und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sowie Nationaler Förderer der Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) wird die Deutsche Telekom nicht nur den Spitzensport fördern, sondern auch Breitensport und Nachwuchsförderung verstärkt unterstützen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Deutschen Behinderten¬sportverband (DBS) und dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) unterstreicht diese Vorhaben. Darüber hinaus unterstützt das Bonner Unternehmen die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) und setzt sich damit für einen Doping freien Sport ein.

Seit Oktober 2006 engagiert sich die Deutsche Telekom auch für den Behindertensport und die internationale paralympische Bewegung und wurde Gold Patron des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). Initiator dieser Kooperation zwischen Wirtschaft und Behindertensport ist Bundespräsident Horst Köhler. So entstand auch die neue Partnerschaft mit dem deutschen Rollstuhlbasketball und seinen erfolgreichen Auswahlmannschaften.

„Wir sind sehr glücklich mit der Deutschen Telekom einen kompetenten und leistungsstarken neuen Premiumpartner gewonnen zu haben. Mit der Deutschen Telekom haben wir die Möglichkeit neue weit reichende Projekte zu initialisieren und steigern zugleich die Markenqualität unserer Sportart“, sagt Ulf Mehrens, Vorsitzender des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS) zur neuen Partnerschaft.

„Seit Jahren engagiert sich die Deutsche Telekom mit einem umfassenden und aktiven Diversity-Management. Dieses hat positive Auswirkungen auf unsere unternehmerische Leistungsfähigkeit und unser Ansehen bei Geschäftspartnern, Kunden und Gesellschaft. Behinderte Menschen unterstützen wir intern wie extern durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Integrationsprojekten“, freut sich auch Mechthilde Maier, Leiterin Diversity im Konzern der Deutschen Telekom, über die neue vierjährige Partnerschaft.

31.03.2009
Herren-Länderspiel in Berlin: Deutschland gegen Südafrika

Südafrikaner bewerben sich auch um die WM 2014

Erstmals kommt es am Sonntag in Deutschland zu einem Freundschaftsspiel zwischen der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren und dem Paralympic-Neunten Südafrika. Hochball zu diesem Länderspiel ist am Sonntag um 14 Uhr in der Berliner Peter-Ustinov-Sporthalle.

Das Gastspiel der Südafrikaner ist dabei eingebunden in ein sportliches und kulturelles Austauschprogramm beider Verbände, das vom Auswärtigen Amt und dessen Abteilung für Internationale Beziehungen gewünscht und gefördert wird. Die aktiven Beziehungen zu Südafrika dienen auch der Bewerbung des Landes um die Weltmeisterschaften im Rollstuhlbasketball 2014 im eigenen Land und basieren auch auf der Intensivierung des Sportsektors in Südafrika durch die Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr.

Bundestrainer Frits Wiegmann muss dabei sein Team aufgrund der noch laufenden Saison in Deutschland und Italien, wo Topscorer Dirk Passiwan aktiv ist, im Vergleich zu den erfolgreichen Paralympics 2008 in Peking auf zahlreichen Positionen umstellen. Im Reich der Mitte trafen beide Kontrahenten auch letztmals aufeinander, Deutschland bezwang dabei Südafrika bei den Spielen in Peking deutlich mit 96:43 und belegte am Ende einen hervorragenden fünften Rang, während der Berliner Gegner auf einem ebenfalls beachtlichen neunten Rang landete.

Erstmals im Team Germany wird in Berlin Junioren-Nationalspieler Jens-Eike Albrecht mit dabei sein, der mit einer Doppellizenz für den Zweitligisten BIG Oettinger Hot Wheels Gotha und den Erstligisten RSC Frankfurt aktiv ist. Aus der Mainmetropole rückt auch Bundesligaspieler Kenon Kahsai wieder ins Team von Trainer Wiegmann.

Weitere Informationen finden sich auch auf der Homepage des Ausrichters, dem RSC Berlin, unter www.rsc-berlin.de.

Der deutsche Kader für Berlin: Jens-Eike Albrecht (BIG Gotha), Thomas Becker (ASV Bonn), Kenon Kahsai (RSC Frankfurt), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt).

30.01.2009
Erfolgsprojekt „Talente mit Perspektive“ feiert sein Finale zusammen mit der Junioren-Nationalmannschaft

Das Erfolgsprojekt „Talente mit Perspektive“ der ING-DiBa, Hauptsponsor des deutschen Rollstuhlbasketballs, feiert sein Finale 2009 in einer Hochburg der Sportart Rollstuhlbasketball. Wie im Vorjahr qualifizieren sich die größten Fußgänger Basketball-Talente der Altersklasse U14 aus ganz Deutschland in den Vorturnieren in Dessau, Hannover, Münster und Nürnberg für das Finale, das am 16. und 17. Mai 2009 im hessischen Wetzlar ausgetragen wird.

Die ING-DiBa hat 2008 dieses Projekt ins Leben gerufen, um die jugendlichen Talente so früh wie möglich zu fördern. Bundesweit wird es auch im Jahr 2009 Sichtungsturniere geben, bei denen sich Talentteams der Altersklasse U14 (Jahrgänge 95/96) aus den 16 Basketball-Landesverbänden miteinander messen. Die Jugendlichen werden von den zuständigen Landestrainern der Verbände betreut. Aus den 16 Talentteams werden bei den Vorauswahlturnieren je vier Regionalkader (Nord/West/Süd/Ost) bei den Jungen und Mädchen ausgewählt. Diese Regionalkader bestreiten dann am 16. und 17. Mai 2009 im hessischen Wetzlar ihr großes Finale.

Im Rahmen dieses Finales ist dann auch die Sportart Rollstuhlbasketball mit einem Test-Länderspiel der beiden Junioren-Nationalmannschaften aus Belgien und Deutschland eingebunden. Begleitet wird das Finalwochenende von einer erlesenen Garde von Bundestrainern des DBB und des DBS. Mit dabei sein werden unter anderem die DBB-Trainer Dirk Bauermann (Herren), Imre Szittya (Damen), Henrik Rödl (U20 männlich) und Julia Gajewski (U20 weiblich) sowie die Rollstuhlbasketball-Bundestrainer Frits Wiegmann (Herren), Holger Glinicki (Damen) und Peter Richarz (Junioren).

„Auch im deutschen Basketball gehört das Thema "Nachwuchs- und Talentförderung" zu den zentralen Herausforderungen. Deswegen hat sich die ING-DiBa entschieden, ihr Engagement an diesem Punkt zu intensivieren. Mit dem Programm "Talente mit Perspektive" werden Trainer und Vereine gezielt bei der Suche nach den Stars von morgen - und zwar aus dem eigenen Nachwuchs! - unterstützt. Bereits in der Vergangenheit konnten durch Initiativen rund um die Basketball-Jugend Erfolge erzielt werden“, so ING-DiBa Vorstandsmitglied Klaus Oskar Schmidt. Auch Ulf Mehrens, Vorsitzender des DRS schlug verbal in die gleiche Kerbe: "Die Rollis haben ein tolles Jahr hinter sich, das so ohne die ING-DiBa sicher nicht möglich gewesen wäre. Daher beteiligen wir uns auch gerne an dem Projekt und profitieren davon in unseren Planungen bis 2012 und darüber hinaus. Rollstuhlbasketball steht bei den Menschen mit Behinderungen an erster Stelle der Sportarten." Weitere Informationen unter: www.talente-mit-perspektive.de.

Siggi Mörtl nicht mehr Co-Trainer

Der Biebertaler Siggi Mörtl ist auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Assistent von Bundestrainer Frits Wiegmann (Herford) zurückgetreten. Die berufliche Beanspruchung des 54-Jährigen lässt leider kein weiteres Engagement für den Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) mehr zu, so dass Bundestrainer Wiegmann und sein neuer Team Manager Ralph Bode nun auf der Suche noch einem neuen Co-Trainer sind. Siggi Mörtl betreute mit Head Coach Wiegmann seit der Vorbereitung auf die Europameisterschaften 2007 in Wetzlar die deutsche Herren-Nationalmannschaft, holte dort mit dem Team Germany die Bronzemedaille und führte ein Jahr später bei den Paralympics in Peking das Team auf Rang fünf. Zuvor war Mörtl vier Jahre verantwortlicher Trainer des RSV Lahn-Dill in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL).

11.12.2008
Ralph Bode wird Teammanager der deutschen Herren-Nationalmannschaft

Der 43-jährige Osnabrücker wird Nachfolger des zurückgetretenen Horst Schure

Der 43-jährige Ralph Bode übernimmt am 1. Januar 2009 das Amt des Teammanagers der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren und wird damit Nachfolger des nach rund 20 Jahren Tätigkeit zurückgetretenen Horst Schure. Der Osnabrücker ist dabei seit der Jugend mit der Sportart Basketball vertraut und führte zuletzt die Herren Fußgängermannschaft der P4two Ballers Osnabrück als verantwortlicher Manager in die 2. Bundesliga Pro B.

Der in Syracuse im US-Bundesstaat New York geborene Bode vereint in seiner neuen Aufgabe dabei seine beruflichen Kenntnisse als Mitarbeiter im Bereich Marketing einer großen deutschen Ersatzkasse mit seiner Erfahrung im Rollstuhlbasketball, den er seit einer Kreuzbandverletzung im Jahr 2002 betreibt. Zudem kommt dem kommunikativen neuen Teammanager seine Erfahrung in der Ausrichtung von großen Veranstaltungen wie dem Vier-Nationen-Turnieren in Osnabrück oder aber der Moderation bei der FIBA Damen-Weltmeisterschaft im Jahr 1997 zu Gute.

Ralph Bode ist dabei der Wunschkandidat des Fachbereichs Rollstuhlbasketball und von Bundestrainer Frits Wiegmann (Herford) gleichermaßen. „Der Präsentation und Öffentlichkeitsdarstellung des Team Germany sowie interne und externe Kommunikation möchte ich einen neuen Stellenwert geben und sehe mich da konform mit den Zielen des Verbandes“, so Bode zu seiner neuen Aufgabe ab dem neuen Jahr.

13.11.2008
DBS-Rechtsausschuss sperrt Ahmet Coskun für neun Monate

Der Rechtsausschuss des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) hat nun das Urteil in Bezug auf das Dopingvergehen des deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalspielers Ahmet Coskun gefällt. Unter dem Vorsitz von Dr. Otto Roever entschied der Ausschuss den 33-jährigen Hamburger für neun Monate ab dem Tag der Suspendierung bis zum 8. Juni 2009 zu sperren.

Bei einem Lehrgang am 23. August 2008, wenige Tage vor dem Abflug zu den XIII. Paralympics nach Peking, wurde der Sportler einer Dopingkontrolle durch die NADA unterzogen. Gemäß Analysenbericht des Instituts für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln vom 4. September 2008 enthielt die Probe den Wirkstoff Finasterid. Dieser gehört zur Gruppe der so genannten Maskierungsmittel und steht auf der maßgeblichen Verbotsliste 2008 der World Anti Doping Agentur (WADA). Zwar bewirkt Finasterid selbst keine Leistungssteigerung, kann aber als Maskierungsmittel leistungssteigernde Dopingmittel verschleiern und ist deshalb im Training wie im Wettkampf verboten.

Der Befund wurde dem DBS und der Mannschaftsleitung des Nationalen Paralympischen Komitees in Peking am 9. September mitgeteilt und der Sportler sofortiger Wirkung suspendiert. In einer Anhörung durch den Leitenden DBS-Sportarzt, Dr. Jürgen Kosel, und den DBS-Anti-Doping-Beauftragten, Reinhold Küper, räumte er noch vor Ort die Einnahme des Verschreibungspflichtigen, Finasterid-haltigen Haarwuchsmittels Propecia ein. Der Sportler wurde unverzüglich von der weiteren Teilnahme an den Spielen ausgeschlossen und reiste am 11. September nach Deutschland zurück.

Nach eingehender Beurteilung des Falles sah der Rechtsausschuss folglich zwar keine verbotene Leistungssteigerung, jedoch grobe Fahrlässigkeit als gegeben an. Damit kam eine Reduzierung einer ansonsten üblichen zweijährigen Sperre auf Basis leichter Fahrlässigkeit nicht in Frage. Indessen handelt es sich bei Finasterid um einen so genannten „speziellen Wirkstoffen“ im Sinne der WADA-Verbotsliste. Dies sind Substanzen, die „auf Grund ihrer großen Verbreitung in medizinischen und anderen Produkten besonders leicht zu unbeabsichtigten Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen führen können, oder deren wirksamer Missbrauch als Dopingmittel weniger wahrscheinlich ist.“ Liegt ein solcher Wirkstoff vor, findet als Strafmaß an Stelle der grundsätzlich verwirkten zweijährigen Sperre mindestens eine öffentliche Verwarnung bis höchstens eine einjährige Sperre Anwendung.

Eine Sanktion von neun Monaten, also drei Monate über der Mindestsperre, erachtete der Rechtsausschuss für das Fehlverhalten des Sportlers als angemessen. Der Beginn der Sperre am 10. September 2008 (Datum der Suspendierung) ergibt sich aus Artikel 11.9 des NADA-Code. Während der Sperre darf der Sportler in keiner Eigenschaft an einem Wettkampf oder einer Aktivität teilnehmen, die von einem internationalen Sportverband, dem IPC oder einem nationalen Sportverband genehmigt oder organisiert wurde.

09.11.2008
Teammanager Horst Schure scheidet nach fast 20 Jahren zum Jahresende aus

Bisheriger Damen Assistenz-Trainer Peter Richarz konzentriert sich auf die U22

Nach knapp 20 Jahren auf der Kommandobrücke der deutschen Rollstuhhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren ist Teammanager Horst Schure (Herford) Anfang November von seinem Posten zurückgetreten. Der 62-Jährige nahm mit dem deutschen Team seit der Übernahme des Postens im Jahr 1989 an je drei Weltmeisterschaften und drei Paralympics sowie insgesamt zehn Europameisterschaften teil und wurde damit zu einer festen Größe des deutschen Rollstuhlbasketballs in den vergangenen zwei Jahrzehnten.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Horst Schure im Spätsommer leider jedoch auf eine Reise nach Peking zu den XIII. Paralympics verzichten. Obwohl gesundheitlich inzwischen wieder genesen, „sind rund 20 Jahre genug“ für den Herforder, wie er nun nachvollziehbar aussagte. Auf eigenen Wunsch scheidet der langjährige Teammanager nun zum Ende des Jahres aus. Der Fachbereich Rollstuhlbasketball im Deutschen Rollstuhl-Sportverband bedankt sich für die langjährige und gute Zusammenarbeit bei Horst Schure, der unzählige Stunden mit und für die deutsche Herren-Nationalmannschaft verbrachte.

Um einen reibungslosen Übergang in das EM-Jahr 2009 zu gewährleisten, ist der DRS nun auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für diese wichtige Position. Nach der Bronzemedaille bei den letzten kontinentalen Titelkämpfen 2007 in Wetzlar und dem guten fünften Rang von Peking, ist es das Ziel für Bundestrainer Frits Wiegmann (Horst Schure) ein schlagkräftiges Team bei der kommenden Europameisterschaft vom 5. bis 15. Oktober 2009 im türkischen Adana zu präsentieren.

Peter Richarz konzentriert sich komplett auf die U22-Nationalmannschaft der Herren

Auch in den Reihen der Damen-Nationalmannschaft gibt es eine personelle Veränderung. Nachdem Co-Trainer Peter Richarz (Aumühle) bereits seit zwei Jahren auch verantwortlicher Trainer der männlichen U22-Auswahl ist, wird sich der 48-Jährige, wie seit langem angekündigt, nun komplett auf die Betreuung des Herren-Nachwuchses konzentrieren und die Doppelbelastung auf eigenen Wunsch beenden. Damen-Bundestrainer Holger Glinicki (Hamburg) ist zurzeit auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für den ausscheidenden Richarz. Beide hatten zusammen in Peking mit dem Gewinn der paralympischen Silbermedaille den größten Erfolg im Damenbereich seit 20 Jahren gefeiert.

02.10.2008
Beijing 2008 – Deutsche Rollstuhlbasketballer kehren mit großem Erfolg zurück


Beijing 2008 wird mit Sicherheit in die Geschichte eingehen. Die XIII. Paralympics strotzten nur so mit Superlativen und setzten unbestritten Maßstäbe. Insbesondere die Zuschauerzahlen schossen in bisher unbekannte Höhen. Die Spiele in Peking waren dabei vor allem ein Fest für die Sportart Rollstuhlbasketball. Regelmäßig strömten zwischen 10.000 und 15.000 Besucher zu den Begegnungen in der National Indoor Arena. Aber nicht nur unser Sport wurde in China zelebriert, die 16 Millionen Einwohner Pekings hatten die XIII. Paralympics in ihr Herz geschlossen.

Egal ob im so genannten Vogelnest bei der Leichtathletik oder aber im Aquatic Center, dem spektakulär illuminierten Wasser Würfel, die Gastgeber rannten den Paralympics quasi die Türen ein. Aber auch in der Stadt selbst waren die Paralympics allgegenwärtig. Keine Straßenkreuzung in der Riesenstadt, an der nicht in überdimensionaler Weise für die Spiele geworben wurde. Und so war es nicht verwunderlich, dass man förmlich an jeder Straßenecke mit Autogramm- und Fotowünschen konfrontiert wurde. CCTV, der chinesische Sender, übertrug täglich unglaubliche 22 Stunden von den insgesamt 453 Entscheidungen in Peking. Und auch die öffentlich-rechtlichen Sender aus Deutschland übertrugen über 100 Stunden bewegte Bilder ins ferne Deutschland. 6.500 akkreditierte Journalisten aus der ganzen Welt, 149 teilnehmende Nationen und eine Organisation, die kaum Wünsche offen ließ, katapultierten die Paralympics in eine neue Dimension.



Silber für die deutschen Damen



Silber für die deutsche Damen-Nationalmannschaft krönte aus sportlicher Sicht den erfolgeichen Auftritt der Rollstuhlbasketballer. Erst im Finale musste sich die Mannschaft um Topscorerin Marina Mohnen den favorisierten USA geschlagen geben, Bronze ging an Australien Die Silbermedaille war nach 20 Jahren das erste Edelmetall für die Damenauswahl des DRS. Eine hervorragende Platzierung sicherte sich zudem die deutsche Herren-Nationalmannschaft. Als zweitbestes europäisches Team landete das Team um Kapitän Lars Christink hinter den Medaillengewinnern Australien, Kanada und Großbritannien sowie den USA auf Platz fünf.

16.09.2008
Herren sichern sich Platz fünf bei den Paralympics

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft um das Trainergespann Frits Wiegmann und Siggi Mörtl hat sich im achten und letzten Match in der Pekinger National Indoor Arena den fünften Rang bei den Paralympics 2008 gesichert. Dabei bezwang der EM-Dritte im entscheidenden Spiel Israel und darf sich nun zu Recht als zweitbestes europäisches Team feiern. Zusammen mit der Silbermedaille der Damen hat der deutsche Rollstuhlbasketball in Peking damit ein hervorragendes Ergebnis abgeliefert.

Israel - Deutschland 54:63 (17:19/30:33/42:45)

Deutschland bestimmt von Beginn an das Geschehen in der mit erneut 11.200 Besuchern bestens gefüllten National Indoor Arena im Olympic Green. Erst im letzten Viertel, als der Kontrahent aus Israel seine letzte Chance suchte, wurde das Spiel noch einmal eng. Doch ein Dreier von Topscorer Dirk Passiwan aus Trier zum 57:54 (39.) brachte das deutsche Team endgültig auf die Siegesstraße.

Israel: Dotan Meishar (19), Lior Dror (14), Roei Rozenberg (9), Liran Hendel (6/1 Dreier), Rotem Philipps (4), Ron Furman (2), David Drai, Avraham Lehrman, Ariel Ottolenghi, Allon Dor (n.e.), Shay-Refael Haim (n.e.), Eyal Sar Tov (n.e.),

Deutschland: Dirk Passiwan (22/1, RSC-Rollis Trier), Lars Lehmann (12, RSC Frankfurt), Sebastian Wolk (10, RSC Frankfurt), Dirk Köhler-Lenz (9, RSV Lahn-Dill), Lars Christink (8, Jena Caputs), Jens Schürmann (2, RSC Osnabrück), André Bienek (RSC Frankfurt), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali (RSC Osnabrück), Andreas Kress (n.e., RSC Frankfurt).

Rollstuhlbasketball Herren, Spiel um Platz 5
Israel - Deutschland 54:63
Rollstuhlbasketball Herren, Spiel um Bronze
USA - Großbritannien 77:85
Rollstuhlbasketball Herren, Finale
Kanada - Australien 60:72

15.09.2008
Deutsche Damen gewinnen erste Medaille nach 20 Jahren Herren stehen nach Erfolg über Japan im Spiel um Platz fünf gegen Israel

Es war 23:24 Uhr Ortszeit Peking als Kapitän Annette Kahl in der National Indoor Arena der chinesischen Hauptstadt die Silbermedaille überreicht bekam und sich damit der große Traum von Edelmetall für die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen bei den XIII. Paralympics erfüllt hat. Zwar verlor der amtierende Europameister das Finale in der National Indoor Arena in Peking gegen die favorisierten US-Amerikanerinnen, doch mit dem Einzug in das Endspiel hatte die Mannschaft bereits zuvor das Ziel eine Medaille zu gewinnen mehr als erreicht und nach Seoul 1988 zum ersten Mal wieder auf dem Podest gestanden.

Die deutsche Herrenauswahl hat das Spiel um Platz fünf erreicht und kann bei einem Erfolg am morgigen Dienstag über Israel damit zum zweitbesten Team Europas werden. Im Überkreuzspiel gegen Japan revanchierten sich die deutschen Rollis dabei souverän für die Vorrundenniederlage gegen die Asiaten.

Damen Finale: USA - Deutschland 50:38 (9:12/23:16/39:29)

Die deutschen Damen haben dem Favoriten aus Nordamerika einen harten Kampf geliefert und das Spiel bis zur 13. Minute sogar dominiert. In dieser Phase führte Deutschland mit 8:4 (4.) und 14:11 (13.) ehe nach einer weiteren Auszeit die USA den Druck immens erhöhte und in der Folge der deutsche Spielaufbau erhebliche Probleme hatte. Binnen fünf Minuten drehte das US-Team die Partie zur eigenen 23:14-Führung (18.), der die deutschen Rolli-Damen bis zur Schlusssirene hinterherliefen. Nichts desto trotz darf die Mannschaft um Topscorerin Marina Mohnen stolz auf das erreichte sein und verflog die erste verständliche Enttäuschung bereits bei der emotionalen Siegerehrung. „Wir machen das Schritt für Schritt“, war auch Trainer Holger Glinicki fröhlich gestimmt: „WM 2006 Bronze, jetzt Silber und 2012 in London …“.

USA: Christina Ripp (16/1 Dreier), Carlee Hoffman (10), Sarah Castle (6), Becca Murray (6), Loraine Gonzales (4), Alana Nichols (3), Emily Hoskins (2), Jennifer Ruddell (2), Stephanie Wheeler (1), Patty Cisneros, Mary Milford, Natalie Schneider,

Deutschland: Marina Mohnen (16, Köln 99ers), Maren Butterbrodt (6, Team BEB Niedersachsen), Simone Kues (4, RBV Lüneburg), Edina Müller (4, ASV Bonn), Annika Zeyen (4, RSV Lahn-Dill), Birgit Meitner (2, SV Augsburg), Nicole Seifert (2, Hamburger SV), Nora Schratz (RSC Frankfurt), Gesche Schünemann (3/1, RSV Lahn-Dill), Annette Kahl (Hamburger SV), Alke Behrens (n.e., SG Oldenburg-Sünteltal), Britta Kautz (n.e., ASV Bonn).

Herren Platzierungsspiel: Japan - Deutschland 57:71 (16:16/27:37/43:57)

Die deutschen Herren zeigten sich gegen die Asiaten souverän und bestimmten von Beginn an das Geschehen auf dem Parkett der Pekinger National Indoor Arena. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung setzte sich der EM-Dritte ab dem zweiten Spielviertel ab und hatte insbesondere aus der Distanz im Trierer Dirk Passiwan und unter dem Brett in Dirk Köhler-Lenz aus Wetzlar seine Aktivposten in der Offensive. Am Dienstag um 13:30 Uhr Ortszeit (07:30 Uhr MESZ) steht die deutsche Auswahl nun im Match um Platz fünf im Endklassement und trifft dort wie im kleinen EM-Finale des letzten Jahres auf Israel.

Japan: Reo Fujimoto (20), Hiroaki Kozai (10/1 Dreier), Tomohiko Oshima (7), Kazuyuki Kyoya (6), Akimasa Suzuki (6), Kenzo Maeda (4), Noriyuki Mori (4/1), Shingo Fujii, Keisuke Koretomo, Fumiharu Miura, Tetsuya Miyajima, Satoshi Sato.

Deutschland: Dirk Passiwan (30/1, RSC-Rollis Trier), Dirk Köhler-Lenz (23, RSV Lahn-Dill), André Bienek (4, RSC Frankfurt), Lars Christink (4, Jena Caputs), Lars Lehmann (4, RSC Frankfurt), Jens Schürmann (4, RSC Osnabrück), Sebastian Wolk (2, RSC Frankfurt), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn), Andreas Kress (n.e., RSC Frankfurt), Mimoun Quali (n.e., RSC Osnabrück).

13.09.2008
Damen Nationalmannschaft kann nach den Sternen greifen - Herren fehlt das letzte Quäntchen Glück gegen Großbritannien

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen hat ihr Paralympisches Ziel vorzeitig erreicht und sich eine Medaille gesichert. Im Endspiel der Paralympics treffen die Rolli-Damen am Montag im National Indoor Stadium von Peking auf die USA. Der deutschen Herrenauswahl fehlte dagegen das letzte Quäntchen Glück, um nach einer Medaille greifen zu können. Im Viertelfinalduell mit Großbritannien unterlag der EM-Dritte dem Team von der Insel unglücklich und spielt nun um die Plätze fünf bis acht. Dabei gab es bei den Herren ein Politikum, nachdem der Iran in seiner Partie gegen die USA nicht antrat, um einem möglichen folgenden Match gegen Israel aus dem Weg zu gehen.

Japan - Deutschland 40:60 (12:14/22:26/34:34)

Die deutschen Damen machten es bei ihrem letztendlich sicheren Erfolg lange Zeit spannend. Zweimal setzte das Team um Topscorerin Marina Mohnen aus Köln an, um sich vom Konkurrenten aus Fernost abzusetzen, doch beide Male konterten die Japanerinnen erfolgreich. Als mit der Schlusssirene des dritten Viertels sogar der Ausgleich zum 34:34 erfolgte, drohte das Match zu kippen. Doch im Schlussabschnitt platzte endlich der Knoten und mit einem 14:0-Lauf zum 48:34 (36.) war das Finalticket gebucht. Grenzenloser Jubel folgte nach dem Ende dann bei Mannschaft und den rund 300 deutschen Fans in der Halle. Im Finale wartet nun am Montag der Paralympicsieger aus Athen 2004 auf den Europameister.

Mari Amimoto (17), Ikumi Takubo (11), Megumi Mashiko (5/1 Dreier), Tomoe Soeda (2), Mika Takabayashi (2), Kimi Taneda (2), Erika Yoshida (1), Yuka Betto, Rie Kawakami, Tomomi Kosuzuki, Naoko Sugahara, Miki Uramoto (n.e.).

Deutschland: Marina Mohnen (22, Köln 99ers), Maren Butterbrodt (16, Team BEB Niedersachsen), Annika Zeyen (9, RSV Lahn-Dill), Simone Kues (4, RBV Lüneburg), Birgit Meitner (4, SV Augsburg), Britta Kautz (2, ASV Bonn), Nicole Seifert (2, Hamburger SV), Alke Behrens (1, SG Oldenburg-Sünteltal), Annette Kahl (Hamburger SV), Edina Müller (ASV Bonn), Nora Schratz (RSC Frankfurt), Gesche Schünemann (RSV Lahn-Dill),

Rollstuhlbasketball Damen, Halbfinale
USA - Australien 60:47
Deutschland - Japan 60:40

Spiel um Bronze
Australien - Japan
Finale
USA - Deutschland (15:30 MESZ)

Großbritannien - Deutschland 71:64 (21:17/38:30/58:44)

Die deutsche Herrenmannschaft war in ihrem Viertelfinalduell spielerisch gleichwertig, doch im Abschluss zeigten sich die Briten um ihren Center Simon Munn treffsicherer. Lange Zeit konnte das Team dennoch die Partie offen halten, ehe der entscheidende Knacks Ende des dritten Viertels kam, als die Deutschen vor 13.500 Zuschauern von 44:50 (27.) auf 44:58 zum Viertelende zurückfielen. In der Schlussoffensive versuchte das Team um Topscorer Dirk Köhler-Lenz vom RSV Lahn-Dill zwar kämpferisch noch einmal alles, doch mit der Brechstange waren die Briten nicht mehr zu knacken.

Großbritannien: Simon Munn (31), Jon Pollock (15/2), Terry Bywater (10/1), Abdillah Jama (10), Ade Oregbemi (3), Andrew Blake (2), Joe Bestwick (Köln 99ers), Matthew Byrne, Peter Finbow, Jonathan Hall, Simon Brown (n.e.), Kevin Hayes (n.e.).

Deutschland: Dirk Köhler-Lenz (18, RSV Lahn-Dill), André Bienek (13, RSC Frankfurt), Sebastian Wolk (10, RSC Frankfurt), Lars Christink (8, Jena Caputs), Dirk Passiwan (7/1, RSC-Rollis Trier), Lars Lehmann (6, RSC Frankfurt), Florian Fischer (2, USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali (RSC Osnabrück), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Andreas Kress (n.e., RSC Frankfurt).

Rollstuhlbasketball Herren, Viertelfinale
Kanada - Israel 55:47
Deutschland - Großbritannien 64:71
Iran - USA 0:20
Japan - Australien 52:72

Halbfinale
USA - Kanada So. 15:30 MESZ
Australien - Großbritannien So.

Platzierungsspiele 5-8
Iran - Israel 0:20
Japan - Deutschland Mo.

11.09.2008
Deutsche Basketballteams für das Paralympische Viertelfinale qualifiziert

Die deutsche Damen- wie Herren-Nationalmannschaft hat den Sprung ins Viertelfinale sicher geschafft. Mit einem Erfolg über die Britinnen ist die Mannschaft von Damen-Bundestrainer Holger Glinicki als Gruppenzweiter in einer guten Ausgangsposition für das Viertelfinale. Auch Herren-Bundestrainer Frits Wiegmann durfte sich über einen Erfolg seines Teams über Schweden freuen. Damit stehen auch die Herren als Gruppenzweiter sicher in ihrem Viertelfinale.

Schweden - Deutschland 72:78 (18:20/39:37/57:54)

Mit einer kämpferischen Vorstellung und einem dadurch möglichen Erfolg sicherten sich die deutschen Herren-Basketballer den zweiten Platz in ihrer Gruppe. Topscorer Dirk Passiwan und unter den Brettern die beiden hessischen Center Sebastian Wolk und Dirk Köhler-Lenz sorgten letztendlich für die Wende im letzten Spielviertel zugunsten des EM-Dritten von 2007 gegen den amtierenden Europameister aus Skandinavien.

Schweden: Hussein Haidari (21), Peter Kohlström (18), Joachim Gustavsson (20), Dan Wallin (10), Patrik Nylander (3), Enoch Ablorh, Thomas Akerberg, Per Byquist, Niclas Larsson, Thomas Larsson (n.e.), Joakim Linden (n.e.), Robin Meng (n.e.).

Deutschland: Dirk Passiwan (21, RSC-Rollis Trier), Sebastian Wolk (19, RSC Frankfurt), Dirk Köhler-Lenz (14, RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (7, RSC Frankfurt), Lars Christink (6, Jena Caputs), André Bienek (5, RSC Frankfurt), Jens Schürmann (4, RSC Osnabrück), Florian Fischer (2, USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn), Andreas Kress (n.e., RSC Frankfurt), Mimoun Quali (n.e., RSC Osnabrück).

Großbritannien - Deutschland 44:50 (8:11/22:23/30:38)

Mit einem Arbeitssieg sicherte sich die deutsche Damen-Nationalmannschaft Platz zwei in ihrer Vorrundengruppe und hat nun eine perfekte Ausgangsposition für das Viertelfinale. Allerdings war der Erfolg im letzten Gruppenspiel mühsamer als erwartet, nachdem die Briten ihr bestes Spiel im Turnier ablieferten. Die deutschen Europameisterinnen machten sich dabei das Leben mit zahlreichen Ballverlusten selbst schwer, liefen aber niemals Gefahr die Partie noch zu verlieren.

Großbritannien: Clare Strange (12), Sally Wagner (11), Helen Freeman (8), Caroline Maclean (4), Helen Turner (4), Caroline Matthews (2), Louise Sugden (2), Jill Fox (1), Joanne Harper, Ann Wild, Paula Johnson (n.e.), Pauline McDonald (n.e.).

Deutschland: Marina Mohnen (16, Köln 99ers), Maren Butterbrodt (7, Team BEB Niedersachsen), Annette Kahl (6, Hamburger SV), Annika Zeyen (6, RSV Lahn-Dill), Simone Kues (4, RBV Lüneburg), Gesche Schünemann (3, RSV Lahn-Dill), Birgit Meitner (2, SV Augsburg), Edina Müller (2, ASV Bonn), Nora Schratz (2, RSC Frankfurt), Nicole Seifert (2, Hamburger SV), Alke Behrens (SG Oldenburg-Sünteltal), Britta Kautz (ASV Bonn).

10.09.2008
NADA-Befund aus der Heimat schockt deutsche Rollstuhlbasketballer in Peking

Die beiden heutigen Erfolge der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften bei den XIII. Paralympics waren zwar zwei sportlich wichtige Schritte Richtung Viertelfinale, doch die Nachricht, die den Tag in Peking dominierte ließ keinen Raum für das sportliche Alltagsgeschäft. Wie die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) am heutigen Mittwoch der Mannschaftsleitung des Nationalen Paralympischen Komitees mitteilte, ist der Rollstuhlbasketball-Nationalspieler Ahmet Coskun am 23. August vor den Paralympics routinemäßig im Rahmen eines Trainingslagers von den Kontrolleuren der NADA in Deutschland zur Urinprobe gebeten und positiv getestet worden.

Bei der Analyse der Probe wurde der Wirkstoff Finasterid nachgewiesen. Der Wirkstoff ist in einem Haarwuchsmittel enthalten und steht auf der Liste der verbotenen Substanzen. Finasterid selbst bewirkt keine Leistungssteigerung, kann allerdings leistungssteigernde Dopingmittel verschleiern. Ahmet Coskun selbst reagierte auf die Nachricht schockiert: „Ich habe an meine Haare gedacht und hatte keine Ahnung, dass das Haarwuchsmittel eine verbotene Substanz enthält. Ich bin völlig bestürzt, Doping ist mir nie in den Sinn gekommen.“

DBS-Vizepräsident Leistungssport und in Peking zugleich Chef de Mission, Dr. Karl Quade äußert sich ebenso fassungslos zu dem Fall: „Wir bedauern diese Nachricht zum Zeitpunkt der Paralympischen Spiele sehr. Wir nehmen das Thema Anti-Doping überaus ernst. Seit Jahren betreiben wir erhebliche Aufklärungsarbeit im Verband und in Zusammenarbeit mit der NADA einen intensiven Anti-Doping-Kampf.“ Ebenso ist der Fachbereich Rollstuhlbasketball im DRS schockiert über diese Nachricht. „Es war ein naiver Fehler des Sportlers, der nun die Konsequenzen seines unbeabsichtigten aber unentschuldbaren Handels tragen muss“, so DRS-Vorsitzender Ulf Mehrens in Peking: „Doping hat im Mannschaftssport Basket ball wenig nutzten, umso dümmer ist dieser Vorfall“.

Die deutsche Herren-Auswahl hingegen muss mit keinerlei Konsequenzen rechnen, da der Vorfall außerhalb der Paralympischen Spiele liegt und der positive Befund nach den internationalen Statuten zudem als Individualfall bewertet und bestraft wird. Ahmet Coskun wird bereits am Donnerstag bereits nach Deutschland zurückkehren.

Iran - Deutschland 63:73 (15:10/29:39/42:61)

Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten im ersten Spielviertel machte die deutsche Auswahl in der Folge den wichtigen Bigpoint gegen die Überraschungsmannschaft dieser Spiele schlechthin. Insbesondere unter den Brettern war der EM-Dritte von 2007 hoch überlegen und hatte in Person von Topscorer Dirk Köhler-Lenz die Lufthoheit inne. Mit einem Erfolg im letzten Gruppenspiel über Schweden am morgigen Donnerstag kann das Team sogar noch auf Rang zwei vorrutschen, was ein vermeintlich leichteres Viertelfinallos bedeuten würde.

Iran: Morteza Gharibloo (22), Alireza Ahmadi (12/2 Dreier), Adel Torfi Meneshidi (10), Ebrahim Ahmadi (9), Ali Daghaghelepour (6), Esmaeel Hossein Pour (3), Vahid Gholam Azad (1), Gholamreza Nami (1), Saman Bolaghinalou, Hakim Mansouri, Zakaria Hesamy Zahdeh, Bahman Siefi (n.e.).

Deutschland: Dirk Köhler-Lenz (23, RSV Lahn-Dill), Dirk Passiwan (16, RSC-Rollis Trier), André Bienek (10, RSC Frankfurt), Lars Christink (8, Jena Caputs), Lars Lehmann (6, RSC Frankfurt), Sebastian Wolk (6, RSC Frankfurt), Jens Schürmann (4, RSC Osnabrück), Florian Fischer (USC München), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali (RSC Osnabrück).

Australien - Deutschland 56:64 (8:18/18:30/34:39)

Die deutschen Damen haben einen wichtigen Schritt Richtung Medaillen getan, indem sie mit dem heutigen Sieg den Grundstein für den wichtigen zweiten Rang in ihrer Vorrundengruppe gelegt haben. Von Beginn an dominierten die Europameisterinnen vor 8.200 Zuschauer in der National Indoor Arena die Partie gegen den Medaillen Mitkonkurrenten, auch wenn dieser Ende des dritten Viertels noch einmal zur letzten Offensive blies. Mit einem Erfolg am morgigen Donnerstag über Großbritannien wäre Deutschland Zweiter der Gruppe A.

Australien: Cobi Crispin (23), Kylie Gauchi (17), Liesl Tesch (7), Clare Burzynski (2), Shelley Chaplin (2), Melanie Hall (2), Katie Hill (2), Sarah Stewart (1), Bridie Kean, Melanie Domaschenz, Kathleen O´Kelly-Kennedy, Tina McKenzie.

Deutschland: Marina Mohnen (22, Köln 99ers), Maren Butterbrodt (16, Team BEB Niedersachsen), Annika Zeyen (8, RSV Lahn-Dill), Birgit Meitner (6, SV Augsburg), Simone Kues (4, RBV Lüneburg), Gesche Schünemann (4, RSV Lahn-Dill), Nicole Seifert (4, Hamburger SV), Annette Kahl (Hamburger SV), Edina Müller (ASV Bonn), Nora Schratz (RSC Frankfurt), Alke Behrens (n.e., SG Oldenburg-Sünteltal), Britta Kautz (n.e., ASV Bonn).

10.09.2008
Deutsche Herren spielen sich den Frust von der Seele

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat sich nach der nicht einkalkulierten Niederlage gegen Japan am Vortag mit einem Kantersieg über den Underdog Südafrika den Frust von der Seele gespielt.

Südafrika - Deutschland 43:96 (8:21/16:46/26:72)

Als Trotzreaktion darf der von Beginn an ungefährdete Erfolg über die Südafrikaner angesehen werden. Fahrtechnisch überlegen kamen alle deutschen Akteure zum Einsatz, wodurch der Frankfurter Andreas Kress und der Osnabrücker Mimoun Quali zu ihrem ersten Paralypiceinsatz kamen. Viel Druck über das ganze Spielfeld sorgte für zahlreiche Ballgewinne, die wiederum den schnellen Weg zum gegnerischen Korb ebneten.

Südafrika: Richard Nortje (19), Nicholas Taylor (10/2 Dreier), Nathaniel Curle (6), Justin Govender (2), Siphamandia Gumbi (2), Ralph Williams (2), Thandile Zonke (2), Shaun Hartnick, Jeremy Nel, Marius Papenfus, Marcus Retief, Grant Waites.

Deutschland: Dirk Passiwan (22, RSC-Rollis Trier), André Bienek (12, RSC Frankfurt), Lars Lehmann (11, RSC Frankfurt), Sebastian Wolk (11, RSC Frankfurt), Lars Christink (10, Jena Caputs), Ahmet Coskun (8, GSD Porto Torres), Mimoun Quali (6, RSC Osnabrück), Andreas Kress (5, RSC Frankfurt), Björn Lohmann (5, ASV Bonn), Florian Fischer (4, USC München), Dirk Köhler-Lenz (2, RSV Lahn-Dill), Jens Schürmann (RSC Osnabrück).

08.09.2008
Deutsche Rollstuhlbasketballteams verlieren gegen Japan und USA

Nach dem erfolgreichen Auftakt am ersten Gruppenspieltag bei den Paralympics in Peking, mussten die beiden deutschen Rollstuhlbasketballteams am Montag zwei Niederlagen einstecken. Während sich die Damen nur knapp dem Paralympic-Favoriten USA geschlagen geben mussten, kassierte die Herrenauswahl eine unglückliche Niederlage gegen Japan.

Japan - Deutschland 58:56 (18:12/32:29/46:43)

Zweites Spiel, zweite hauchdünne Niederlage für die deutschen Herren-Basketballer. Während das Team gestern noch an der Sensation schnupperte, darf die heutige Niederlage im Schlüsselspiel der Gruppe A gegen die Asiaten als kleiner Rückschlag gewertet werden. Das Team von Bundestrainer Frits Wiegmann konnte im vierten Viertel zunächst den seit Beginn bestehenden Rückstand von sechs bis acht Punkten egalisieren, als Kapitän Lars Christink mit einem Dreier den 56:56-Ausgleich 24 Sekunden vor dem Ende erzielte. Im Gegenzug jedoch hielten die Japaner gegen, sorgten selbst für die erneute Führung, die Ahmet Coskun mit der Schlusssirene von der Dreierlinie kontern wollte, doch sein Ball sprang leider vom Ring.

Japan: Hiroaki Kozai (20/1 Dreier), Reo Fujimoto (16), Keisuke Koretomo (10), Shingo Fujii (4), Akimasa Suzuki (4), Tetsuya Miyajima (2), Kazuyuki Kyoya (2), Tomohiko Oshima, Kenzo Maeda, Fumiharu Miura, Noriyuki Mori, Satoshi Sato.

Deutschland: Ahmet Coskun (13, GSD Porto Torres), Dirk Köhler-Lenz (12, RSV Lahn-Dill), Dirk Passiwan (10, RSC-Rollis Trier), Lars Christink (9/1, Jena Caputs), Florian Fischer (4, USC München), André Bienek (3, RSC Frankfurt), Lars Lehmann (3/1, RSC Frankfurt), Jens Schürmann (2, RSC Osnabrück), Björn Lohmann (ASV Bonn), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt), Andreas Kress (n.e., RSC Frankfurt), Mimoun Quali (n.e., RSC Osnabrück).

USA - Deutschland 42:38 (7:17/23:26/33:28)

Wie am Vortag die deutschen Herren gegen Kanada, brachten auch die Damenauswahl den Paralympic-Favoriten an den Rand einer Niederlage. Zu Beginn staunte die rund 11.000 Zuschauer in der National Indoor Arena, als der Europameister beim 14:2 (7.) die USA förmlich vorführten. In der Folge jedoch zeigten die gereizten Nordamerikanerinnen nun eine aggressive Verteidigung, die die Deutschen vor große Probleme stellten. Am Ende war dann auch die magere Trefferquote ausschlaggebend für die knappe und unnötige Niederlage.

USA: Christina Ripp (11), Sarah Castle (8), Jennifer Ruddell (6), Carlee Hoffman (5), Patty Cisneros (4), Stephanie Wheeler (4), Emily Hoskins (2), Alana Nichols (2), Loraine Gonzales, Mary Milford, Becca Murray, Natalie Schneider (n.e.).

Deutschland: Marina Mohnen (11, Köln 99ers), Maren Butterbrodt (7, Team BEB Niedersachsen), Annika Zeyen (7, RSV Lahn-Dill), Simone Kues (5, RBV Lüneburg), Nora Schratz (4, RSC Frankfurt), Edina Müller (2, ASV Bonn), Nicole Seifert (2, Hamburger SV), Annette Kahl (Hamburger SV), Birgit Meitner (SV Augsburg), Gesche Schünemann (RSV Lahn-Dill), Alke Behrens (n.e., SG Oldenburg-Sünteltal), Britta Kautz (n.e., ASV Bonn).

XIII. Paralympics 2008, Rollstuhlbasketball
Herren Gruppe A:

Iran – Südafrika 73:62
Japan – Schweden 49:61
Deutschland – Kanada 59:62
Deutschland – Japan 56:58
Schweden – Iran 66:92
Südafrika – Kanada 55:80

Tabelle Gruppe A (Platz – Spiele – Punkte – Körbe):
1. Iran – 2 – 4 – 165:128
2. Kanada – 2 – 4 – 142:114
3. Japan – 2 – 3 – 107:117
4. Schweden – 2 – 3 – 127:141
5. Deutschland – 2 – 2 – 115:120
6. Südafrika – 2 – 2 – 117:153

Herren Gruppe B:

USA – Israel 76:53
Australien – Brasilien 73:72
China – Großbritannien 34:81
Israel – China 80:41
Brasilien – USA 41:87
Großbritannien – Australien 48:67

Tabelle Gruppe B(Platz – Spiele – Punkte – Körbe):
1. USA – 2 – 4 – 163:94
2. Australien – 2 – 4 – 140:120
3. Großbritannien – 2 – 3 – 129:101
4. Israel – 2 – 3 – 133:117
5. Brasilien – 2 – 2 – 113:160
6. China – 2 – 2 – 75:161

Damen Gruppe A

Australien - Großbritannien 59:30
Deutschland - Brasilien 62:32
USA - Deutschland 42:38
Brasilien - Australien 30:66

1. Australien - 2 - 4 - 125:60
2. Deutschland - 2 - 3 - 100:74
3. USA - 1 - 2 - 42:38
4. Brasilien - 2 - 2 - 62:128
5. Großbritannien - 1 - 1 - 30:59

Damen Gruppe B

Niederlande - Mexiko 59:46
China - Japan 46:49
Japan - Mexiko 52:34
Kanada - Niederlande 59:32

1. Japan - 2 - 4 - 101:80
2. Niederlande - 2 - 3 - 118:78
3. Kanada - 1 - 2 - 59:32
4. Mexiko - 2 - 2 - 90:111
5. China - 1 - 1 - 46:49

08.09.2008
Deutschland bringt Weltmeister Kanada an den Rand einer Niederlage - Einstand nach Maß für Damenteam

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat in seiner Auftaktpartie den Weltmeister Kanada an den Rand einer Niederlage gebracht. Die Damen hingegen gewannen Ihr Spiel als hoher Favorit gegen Brasilien souverän.

Kanada - Deutschland 62:59 (17:13/23:26/42:43)

Nach einer starken Leistung gegen einen allerdings nicht überzeugenden Titelverteidiger unterlag der EM-Dritte von 2007 am Ende unglücklich und ebenso hauchdünn. Zwischenzeitlich lag der Außenseiter aus Europa sogar mit 43:36 (29.) in Front, ehe sich das Team von Bundestrainer Frits Wiegmann mit drei Ballverlusten und sechs vergebenen Freiwurfchancen in den letzten fünf Spielminuten selbst um den verdienten Lohn brachte.

Kanada: Patrick Anderson (29/2 Dreier), David Eng (10), Jamie Borisoff (4), Yvon Roulliard (4), Abditatch Dini (2), David Durepos (4), Joey Johnson (3, RSV Lahn-Dill), Ross Norton (2), Richard Peter (2, RSV Lahn-Dill), Chris Stoutenberg (2), Adam Lancia (ASV Bonn), Robert Hedges (n.e.).

Deutschland: Dirk Passiwan (11, RSC-Rollis Trier), Ahmet Coskun (10, GSD Porto Torres), Dirk Köhler-Lenz (10, RSV Lahn-Dill), André Bienek (8, RSC Frankfurt), Lars Christink (8, Jena Caputs), Sebastian Wolk (6, RSC Frankfurt), Lars Lehmann (4, RSC Frankfurt), Björn Lohmann (2, ASV Bonn), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Florian Fischer (USC München), Mimoun Quali (n.e., RSC Osnabrück).

Brasilien - Deutschland 32:62 (6:17/12:34/20:50)

Nach einem überaus holprigen Beginn (6:6, 4.) kamen die Europameisterinnen aus Deutschland von Minute zu Minute besser ins Spiel und fertigten die Underdogs aus Südamerika am Ende souverän ab. „Wir konnten bereits alle Spielerinnen ins Turnier bringen und Marina Mohnen hat aufblitzen lassen, zu welchen Leistungen sie fähig ist“, zeigte sich Co-Trainer Peter Richarz nach dem Spiel zufrieden mit dem Verlauf der Auftaktpartie. Morgen kommt es dann für die deutschen Damen bereits zum Topspiel gegen die USA.

Brasilien: Jucilene Moraes (11), Lia Martins (10), Naildes Mafra (6), Monica Santos (3), CLEONTE REIS (2), Debora Costa, Viliede Almeida, CRISTINA FARIAS, Helena Ferrao, Elizabeth Gomes, Ozineida Pantoja, Rosalia Ramos.

Deutschland: MARINA MOHNEN (23, Köln 99ers), MAREN BUTTERBRODT (10, Team BEB Niedersachsen), Annette Kahl (10, Hamburger SV), Gesche Schünemann (8, RSV Lahn-Dill), ANNIKA ZEYEN (4, RSV Lahn-Dill), NICOLE SEIFERT (3, Hamburger SV), SIMONE KUES (2, RBV Lüneburg), Edina Müller (2, ASV Bonn), Alke Behrens (SG Oldenburg-Sünteltal), Britta Kautz (ASV Bonn), Birgit Meitner (SV Augsburg), Nora Schratz (RSC Frankfurt).

XIII. Paralympic 2008, Rollstuhlbasketball
Herren Gruppe A

Iran - Südafrika 73:62
Japan - Schweden 49:61
Deutschland - Kanada 59:62

Herren Gruppe B

USA - Israel 76:53
Australien - Brasilien 73:72
China - Großbritannien 34:81

Damen Gruppe A

Australien - Großbritannien 59:30
Deutschland - Brasilien 62:32

Damen Gruppe B

Niederlande - Mexiko 59:46
China - Japan 46:49

07.09.2008
„Fliege mit dem Traum“: XIII. Paralympics in Peking spektakulär eröffnet

91.000 Zuschauer und eine beeindruckend gestaltete Eröffnungsfeier sorgten am Samstagabend im ausverkauften National Stadion für Gänsehaut-Atmosphäre, die die Lust auf die kommenden zwölf Tage der XIII. Paralympics in der chinesischen Hauptstadt erneut genährt hat. Die Gastgeber zeigten dabei eine spektakuläre Show, die durch die Entzündung der Flamme ihren unbestrittenen Höhepunkt hatte.

Insgesamt rund 6.500 Teilnehmer, darunter die festgelegte Maximalzahl von 4.000 Athleten aus 148 Nationen, zogen am späten Samstagabend feierlich in das so genannte Vogelnest von Peking ein. Darunter auch die beiden deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften, die von der sehbehinderten Goalballspielerin Conny Dietz in das ausverkaufte Rund geführt wurde.

Unter den Besuchern waren auch rund 80 Staats- und Regierungschefs, darunter auch der deutsche Bundespräsident Dr. Horst Köhler, der Show unter dem Motto „Fliege mit dem Traum“ bei. Der britische IPC-Präsident Sir Philip Craven begrüßte die Athleten und äußerte die Hoffnung, dass mit „diesen Spielen ein neues Kapitel in der Geschichte der paralympischen Bwegung aufgeschlagen wird“. Nach der offiziellen Eröffnung der Spiele durch den chinesischen Präsidenten Hu Jintao wurde die paralympische Flamme durch Hochspringer Hou Bin entzündet.
Während für die deutsche Fahnenträgerin vom MTV Stuttgart nach eigener Aussage ein sportlicher Lebenstraum in Erfüllung ging, lieferten die chinesischen Organisatoren eine logistische Meisterleistung ab. Insgesamt sechs Wellen mit je 150 Bussen transportierten die Mannschaftsmitglieder der einzelnen Nationen bereits ab 16:30 Uhr vom Paralympic Village zum National Stadium.

Für diejenigen der Sportler, die an der Einmarschzeremonie aus sportlichen Gründen nicht teilnehmen konnten, wurde extra auf dem Ceremony Plaza in der internationalen Zone des Athletendorfes die Eröffnungsveranstaltung live auf einer Großbildleinwand übertragen. Segler und Reiter verfolgten die feierliche Eröffnung an Ihren Wettkampforten in Quingdao und Hong Kong. Mehr als 400.000 freiwillige Helfer und 178.000 Wettkampfrichter lassen die XIII. Paralympics in Peking nun bis zum 17. September zu den größten Spielen in ihrer Geschichte werden.

Bereits am heutigen Sonntag besucht der deutsche Bundespräsident das Paralympic Village. Dr. Horst Köhler, der sich ganz bewusst für den Besuch der Paralympics und gegen eine Visite der Olympischen Spiele entschieden hat, wird dabei gegen Mittag mit zehn deutschen Athleten in der Main Dining Hall essen: Mit dabei auch der Kapitän der deutschen Herren-Auswahl Lars Christink aus Jena.

06.09.2008
Eröffnung der XIII. Paralympics: Deutsche Teams vor dem Paralympic-Auftakt

Am Sonntag wird es nun ernst für die beiden deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften. Nach zahlreichen Trainingseinheiten in den beiden Spielstätten, dem 20.000 Zuschauer fassenden National Indoor Stadium im Olympic Green und im 8.000 Besucher fassenden USTB Gymnasium, stehen die deutschen Damen vor ihrer Premieren-Partie um 15:30 Uhr Ortszeit (09:30 Uhr MESZ) gegen Brasilien. Die deutsche Herren-Auswahl trifft dann nur wenige Stunden später um 20:45 Uhr (14:45 Uhr MESZ) auf keinen geringeren Gegner wie den Paralympicsieger 2000 und 2004 aus Kanada. Während für die Damen der Auftakt gegen die Südamerikanerinnen eine Pflichtaufgabe sein sollte, ist das Herrenteam von Bundestrainer Frits Wiegmann gegen die Nordamerikaner in der klaren aber auch angenehmen Außenseiterrolle.

XIII. Paralympic 2008, Rollstuhlbasketball Herren
Gruppe A

Iran - Südafrika (So.)
Japan - Schweden (So.)
Deutschland - Kanada (So., 14:45)

Deutschland - Japan (Mo., 14:45)
Schweden - Iran (Mo.)
Südafrika - Kanada (Mo.)
Kanada - Schweden (Di.)
Iran - Japan (Di.)
Südafrika - Deutschland (Di., 06:15)
Deutschland - Iran (Mi., 03:00)
Schweden - Südafrika (Mi.)
Japan - Kanada (Mi.)
Deutschland - Schweden (Do., 07:30)
Kanada - Iran (Do.)
Südafrika - Japan (Do.)

XIII. Paralympic 2008, Rollstuhlbasketball Herren
Gruppe B


So.:
USA - Israel
Australien - Brasilien
China - Großbritannien
Mo.:
Israel - China
Brasilien - USA
Großbritannien - Australien
Di.:
Brasilien - Israel
Australien - China
USA - Großbritannien
Mi.:
Großbritannien - Brasilien
Australien - Israel
China - USA
Do.:
China - Brasilien
USA - Australien
Israel - Großbritannien

XIII. Paralympic 2008, Rollstuhlbasketball Damen
Gruppe A


So.:
Australien - Großbritannien
Deutschland - Brasilien (09:30)
Mo.:
USA - Deutschland (05:15)
Brasilien - Australien
Di.:
Großbritannien - Brasilien
Australien - USA
Mi.:
Deutschland - Australien (14:45)
USA - Großbritannien
Do.:
Brasilien - USA
Großbritannien - Deutschland (05:15)

XIII. Paralympic 2008, Rollstuhlbasketball Damen
Gruppe B

So.:
Niederlande - Mexiko
China - Japan
Mo.:
Japan - Mexiko
Kanada - Niederlande
Di.:
Mexiko - China
Japan - Kanada
Mi.:
Kanada - China
Niederlande - Japan
Do.:
Mexiko - Kanada
China - Niederlande

03.09.2008
"Welcome Ceremony": Deutsches Paralympicteam offiziell begrüßt

Die deutsche Delegation auf dem Ceremony Plaza

Am Mittwoch um 18:56 Uhr Ortszeit Peking war es soweit, vier Tage nach dem Einzug der ersten Sportler in das Paralympic Village, wurde das Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) auf dem Ceremony Plaza in der "International Zone" offiziell durch den Bürgermeister des Athletendorfes begrüßt. Dr. Karl Quade als deutschen Chef de Mission nahm dabei die guten Wünsche der Gastgeber entgegen, bevor um wenige Minuten vor 19 Uhr die 282-köpfige deutsche Delegation mit dem Erklingen der deutschen Nationalhymne und der Hissung der Flagge nun auch offiziell Einzug in das herrlich gestaltete Paralympic Village hielt. Für die deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften starten die Wettbewerbe am Sonntag mit der Partie der Damen gegen Brasilien (15:30 Uhr) und der Herren gegen Kanada (20:45 Uhr).

Dr. Karl Quade

03.09.2008
Chinesische Mauer erlebt neues Kapitel ihrer langen Geschichte

Nora Schratz
Souverän im ARD-Interview vor traumhafter Kulisse: Nora Schratz.

In ihrer über 2000-jährigen Geschichte hat die chinesische Mauer schon das ein oder andere historische Ereignis nahezu schadlos überstanden. Auf über 6.350 Kilometer schützte sie einst das chinesische Reich vor den Nomadenvölkern im Norden, doch am vergangenen Dienstag erlebte das altehrwürdige größte Bauwerk der Welt eine bisher ungekannte "Invasion", als die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften der Damen und Herren rund 70 Kilometer nördlich von Peking in Badaling ihren touristischen Angriff startete.

Es sollte vor dem Auftakt der paralympischen Wettbewerbe am Sonntag ein teambildender Ausflug zur UNESCO Welterbe-Stätte werden, doch als die 38-köpfige Schar der sportlichen Ausflügler am Fuße der ehemaligen Grenzbefestigung ankam, stand sie vor einer bisher ungekannten Herausforderung: Wie sollten die 19 Rollstuhlfahrer unter den erwartungsfrohen Paralympic-Teilnehmern die ebenfalls historisch anmutende Gondelbahn vom Busparkplatz hinauf zur 300 Höhenmeter oberhalb gelegenen Mauer benutzen. Die örtlichen Bediensteten dieser Bergbahn standen vor einer offensichtlich unerwarteten Aufgabe.

Britta Kautz
Abgehoben: Zahlreiche Helfer erleichtern Britta Kautz den "Aufstieg".


Verschärft wurde der Druck auf die im Laufe der Lösungsfindung auf rund 25 Personen angewachsene bemühte Mitarbeiterschar durch ein anwesendes Fernsehteam der ARD, das die inzwischen fast skurril anmutende Szene aufmerksam und mit laufenden Kameras genüsslich verfolgte. Rund 50 Hände trugen, schoben und hoben die Rollstuhlbasketballer nun über Treppenstufen und Gebäudeabsätze bis an die Türen der Godelkabinen. Dort angekommen wurde die Bergbahn kurzerhand gestoppt, Kabine für Kabine zur Hälfte mit den sportlichen Protagonisten und zur anderen Hälfte mit den in handliche und vor allem in die Gondel passenden Teilen der zerlegten Rollstühle „bestückt“ und los konnte die ungewöhnliche Sonderfahrt gehen.

André Bienek
Routinierter Bergfahrer: André Bienek beweist den verblüfften Touristen seine Fahrtechnik.


Mit viel Improvisation, engagiertem Bemühen und persönlichem Einsatz schafften es die chinesischen Gastgeber 38 neue Freunde aus dem fernen Europa zu gewinnen. Und auch die erstaunten anderen Touristen auf dem eindrucksvollen und in strahlendem Sonnenschein erscheinenden Bauwerk, wurden so mit einem ungewohnten Anblick überrascht. Unzählige Fotos mit und von den deutschen Rollstuhlbasketballern - um, auf und neben der Mauer - rundeten für alle Beteiligten einen nicht ganz gewöhnlichen Tag im Reich der Mitte ab.

30.08.2008
Rollstuhlbasketball Herren sicher in Peking gelandet

Es war am Samstag um 9:05 Uhr Ortszeit als die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren mit Flug LH 720 aus Frankfurt sicher auf dem Pekinger Capital Airport landete. Zusammen mit insgesamt 104 Mitgliedern der deutschen Paralympic-Mannschaft waren sie damit eine der ersten Sportlergruppen, die ins Paralympic-Village eingezogen sind.

Die in Frankfurt startende Delegation wurde dabei am Flughafen offiziell durch Vertreter des Bundesinnenministeriums, des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), des Flughafenbetreibers Fraport und der Deutschen Telekom AG verabschiedet.

Plan des Paralympic VillageGanz anders erging es einem weiteren 94-köpfigen Teil der deutschen Mannschaft, die von München aus in Richtung der chinesischen Hauptstadt unterwegs war. Sie musste über Moskau wegen Triebwerksproblemen den Weg zurück zum Franz-Josef-Strauß Flughafen in der bayrischen Landeshauptstadt nehmen. Nach einem Tausch des Flugzeuges dort, erreichte diese Gruppe mit rund neunstündiger Verspätung letztendlich ihr Ziel im Reich der Mitte.

25.08.2008
Bundestrainer Holger Glinicki (Damen) und Frits Wiegmann (Herren) im Interview: "Eine Medaille in Peking wäre für alle die Erfüllung eines großen Traums"

Jeder Basketballfan konnte zu Beginn der Olympischen Spiele in Peking hautnah miterleben, welch emotionale Bedeutung es selbst für einen NBA-Profi wie Dirk Nowitzki hatte, bei der Eröffnungsfeier ins National Stadium einzulaufen und sogar die deutsche Fahne zu tragen. Bei den Paralympics wird dies für die deutschen Rollstuhlbasketballer nicht anders sein, das Stadion wird mit 91.000 Besuchern ausverkauft sein und die eigenen Träume noch einmal beflügeln. Im Interview geben Herren-Bundestrainer Frits Wiegmann und Damen-Bundestrainer Holger Glinicki einen Ausblick auf die zweitgrößte Sportveranstaltung der Welt, den XIII. Paralympics vom 6. bis 17. September 2008.

Was erwarten Sie ganz persönlich von den Spielen in Peking?

Holger Glinicki: Es werden ganz sicher die gigantischsten Paralympics, die es bisher gegeben hat, davon konnten wir uns schon im Januar bei einem Vorbereitungsturnier in Peking überzeugen. Die Rahmenbedingungen werden exzellent und die Zuschauerresonanz riesig sein, da bin ich mir sicher. Die Gastgeber werden alles tun, um auch bei den Paralympics den Sportlern perfekte Rahmenbedingungen zu bieten.

Frits Wiegmann: Das sehe ich ähnlich, wobei ich auch ein wenig die Befürchtung habe, dass die Gastgeber Gefahr laufen die Veranstaltung überzuorganisieren. Für mich persönlich sind es bereits die siebten Paralympics als Spieler wie Trainer und für mich sind weiterhin die Spiele 1992 in Barcelona trotz der hoch gelobten Paralympics in Sydney 2000 immer noch die Schönsten. Sie waren menschlich, unbeschwert und einfach ein fröhliches Fest.

Darf dabei auch die Frage nach der politischen Situation aus ihrer Sicht nicht unberücksichtigt bleiben?

Frits Wiegmann: Natürlich ist die Frage der Menschenrechte in China elementar, aber ich fahre nicht als Privatperson nach Peking, sondern mit einem sportlichen Auftrag und insbesondere mit einer sportlichen Verantwortung. Dabei wollen wir natürlich unseren Beitrag leisten, denn ich bin überzeugt davon, dass die Situation in China nach den Olympischen und Paralympischen Spielen offener sein wird als zuvor.

Holger Glinicki: Da stimme ich zu, denn man darf den Sport und vor allem die Sportler nicht für das verantwortlich machen, was die Politik leider noch nicht geschafft hat. Die Wirtschaft möchte mit China Geschäfte machen, aber die moralische Verantwortung soll der Sportler tragen, dies wäre doch unehrlich. Nichts desto trotz darf natürlich die Frage nach den Menschenrechten nicht ausgeblendet werden, dazu ist sie viel zu wichtig.

Und wie sehen ganz konkret die sportlichen Erwartungen und Ziele aus?

Frits Wiegmann: Wir haben uns mit dem Erreichen des Halbfinales bewusst ein ganz hohes Ziel gesetzt. Würden wir dies nicht tun, könnten wir gleich zuhause bleiben. Natürlich ist die Leistungsdichte enorm hoch und es muss schon alles perfekt klappen, aber meine Mannschaft hat das Potenzial dazu. Letztendlich wird wie immer die Tagesform einen entscheidenden Ausschlag geben.

Holger Glinicki: Für unser Damenteam kann nur eine Medaille das Ziel sein. Dies hört sich vielleicht vermessen an, aber es ist seit vier Jahren unser großes Ziel. Die Ergebnisse zeigen, wir sind wieder auf Augenhöhe mit der Weltspitze. Edelmetall ist unser großer aber durchaus realistischer Traum, für den wir über viele Monate hart gearbeitet und auch viele persönliche Opfer gebracht haben.

Welches sind denn die eigenen Stärken, um diese Ziele zu erreichen?

Holger Glinicki: Wir gehören athletisch, physisch und spielerisch zu den Topteams und haben mit Simone Kues und Annika Zeyen die vielleicht besten Spielerinnen auf ihrer Position in den eigenen Reihen. Hinzukommen mit Marina Mohnen und Maren Butterbrodt unter den Brettern zwei äußerst starke Center-Spielerinnen, die in der Offensive für viel Durchschlagskraft sorgen werden. Diese vier Akteure sind eindeutig unsere Schlüsselspielerinnen, ohne das Team als Ganzes dabei vergessen zu wollen.

Frits Wiegmann: Unsere Stärke ist es dagegen keine wirklichen Schlüsselspieler zu haben. Diverse taktische Aufstellungen geben uns die Möglichkeit bis zur Position zehn fast ohne Qualitätsverlust durchwechseln zu können. Wir haben mit Dirk Passiwan einen Scharfschützen den viele fürchten. Jens Schürmann, Andre Bienek oder aber die physische Präsenz von Dirk Köhler-Lenz sind weitere Trümpfe, die wir ziehen müssen. So sind wir für unsere Konkurrenten schwer auszurechnen, zumal wir es geschafft haben das Team nach Athen komplett umzubauen.

Und wer sind die Favoriten auf paralympisches Edelmetall?

Frits Wiegmann: An erster Stelle sind da natürlich Kanada und die USA im Herrenbereich zu nennen. Aber auch Großbritannien, Australien in zweiter oder Japan und Schweden in dritter Reihe haben Chancen auf Edelmetall. Es gibt inklusive unserem Team mehr als eine handvoll Kandidaten für eine Medaille, dies macht das Turnier in Peking so reizvoll, aber auch unberechenbar. Die EM im letzten Jahr mit dem Sensations-Europameister Schweden hat gezeigt, was alles möglich ist - für die Außenseiter wie für die etablierten Teams.

Holger Glinicki: Ich sehe im Damen-Wettbewerb die USA klar vorn. Dahinter folgen auf gleicher Augenhöhe Australien, Kanada und unser Team. Aber auch China oder Japan darf niemand unterschätzen. Gerade der Gastgeber haben in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht und bei Olympia konnten wir sehen, mit welchem Ansporn aber auch mit welchem Druck die Gastgeber auftreten.

18.08.2008
Deutsche Herren-Nationalmannschaft tankt viel Selbstvertrauen für die Paralympics

Eine gehörige Portion Selbstbewusstsein hat die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren beim Vier-Nationen-Turnier im schwedischen Norrköping getankt. Nach Erfolgen über Gastgeber Schweden und Rekord-Europameister Frankreich schlug die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann zum Abschluss auch das hoch gehandelte Team aus Großbritannien souverän und scheint für die am 6. September beginnenden Paralympics gut gerüstet zu sein.

Großbritannien - Deutschland 41:55 (10:14/14:25/25:43)

Nach einem ausgeglichenen Auftakt (10:10, 4.) setzte sich die Mannschaft um die beiden Topscorer Ahmet Coskun und Dirk Köhler-Lenz Punkt für Punkt ab und konnte zur Pause bereits eine erste sichere Führung bejubeln. Nach dem Seitenwechsel folgte dann die beste Phase der ING-DiBa Korbjäger, die den Vize-Europameister bis zum 42:22 (27.) förmlich auseinander nahmen.

Damit hat die DRS-Auswahl ihre Vorbereitung auf die Spiele in Peking erfolgreich abgeschlossen und sich mental eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen, bevor sie sich am kommenden Wochenende noch einmal zu einem internen Lehrgang im hessischen Wetzlar trifft. Am 29. August fliegen die zwölf Spieler inklusive Trainer- und Betreuercrew dann in das Reich der Mitte zum absoluten Saison-Höhepunkt.

Großbritannien: Jon Pollock (10), Simon Munn (8), Terry Bywater (6), Abdi Jama (6),
Joe Bestwick (Köln 99ers, 4), Ade Orogbemi (3), Matt Byrne (2), Jon Hall (2), Andy Blake, Simon Brown, Peter Finbow, Kevin Hayes.

Deutschland: Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 12), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 12), Dirk Passiwan (RSC-Rollis Trier, 8), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 6), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 6), Lars Christink (Jena Caputs, 5), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 4), Florian Fischer (USC München, 2), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali (RSC Osnabrück), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt).

Ergebhisse: Großbritannien - Deutschland 41:55, Schweden - Frankreich 73:61.

17.08.2008
Norrköping: Deutsche Rollis können auch Frankreich auf Distanz halten

Auch im zweiten von drei Spielen des Vier-Nationen-Turniers im schwedischen Norrköping konnte die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren ihre weiße Weste wahren. Keine 24 Stunden nach dem klaren Erfolg über Europameister Schweden gelang auch ein souveräner Sieg über den EM-Rekordtitelträger Frankreich. Erfolgreichste Schützen im DRS-Team waren dabei der Frankfurter André Bienek und Italien-Legionär Ahmet Coskun.

Frankreich - Deutschland 54:65 (7:21/21:32/30:46)

Über 12:5 (5.) und 29:15 (14.) bestimmten die ING-DiBa Korbjäger von Beginn an das Geschehen auf dem Parkett von Norrköping. Dabei unterstrich die deutsche Mannschaft einmal mehr ihre Stärke der Unberechenbarkeit. Waren gegen den Gastgeber noch Dirk Passiwan aus Trier in der Offensive und Dirk Köhler-Lenz aus Wetzlar unter den Brettern die entscheidenden Akteure, trumpften gegen die Franzosen nun die schnellen Bienek und Coskun groß auf. Zwar kam die neu formierte Equipe Tricolore noch einmal auf 43:48 (35.) heran, nachdem die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann zahlreiche Chancen an der Freiwurflinie ausließ, doch am Ende sammelte die deutsche Auswahl weiteres Selbstbewusstsein für die Paralympics vom 6. bis 17. September in der chinesischen Hauptstadt Peking.

Frankreich: Sylvain Deregnaucourt (14/1 Dreier), Jerome Courneil (12), David Levrat (11), Frank Etavard (6), Roger Deda (4), Sofyane Mehiaoui (4), Samir Goutoli (3), Alex Brunet, Abdul Diallali, Frederick Guyot, Jean-Pascal Loffant.

Deutschland: Andre Bienek (RSC Frankfurt, 16), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 13), Lars Christink (Jena Caputs, 7), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 7), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 7), Dirk Passiwan (RSC-Rollis Trier, 5), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 5), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 3), Florian Fischer (USC München), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn, n.e.), Mimoun Quali (RSC Osnabrück, n.e.).

Ergebnisse: Frankreich - Deutschland 54:65, Schweden - Großbritannien 62:75.

16.08.2008
Norrköping: Deutschland bezwingt den gastgebenden Europameister Schweden

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren ist mit einem Erfolg in das letzte Testturnier vor den Paralympics vom 6. bis 17. September in Peking gestartet. In der schwedischen Hafenstadt Norrköping, 170 Kilometer südlich von Stockholm, bezwang die DRS-Auswahl dabei den schwedischen Gastgeber, der vor Jahresfrist bei der Eurobasketball 2007 in Deutschland noch sensationell EM-Titelträger wurde. Überragender Akteur beim Erfolg über Schweden war dabei der Trierer Dirk Passiwan.

Schweden - Deutschland 52:70 (15:18/27:33/37:44)

Der 31-jährige Passiwan steuerte mit 36 Punkten dabei mehr als die Hälfte der deutschen Korbpunkte bei und war von den Skandinaviern in keiner Phase des Spiels zu stoppen. Dabei begann das Spiel ganz nach dem Geschmack der aus Portugal stammenden schwedischen Auswahltrainerin Ines Lopez, als Hussein Haidari bereits nach zehn Sekunden ein Dreipunktespiel abschloss. Über 26:25 (17.) und 38:33 (26.) lagen in der Folge dann jedoch die ING-DiBa Korbjäger stets leicht in Front, ehe die Gastgeber im entscheidenden letzten Spielviertel physisch förmlich einbrach und dieses mit 15:26 an die Deutschen abgeben mussten. Neben Passiwan traf dabei auch Center Dirk Köhler-Lenz aus Wetzlar zweistellig.

Schweden: Lars-Peter Kohlström (21), Dan Wallin (11), Tomas Akerberg (8), Hussein Haidari (5), Per Byquist (3), Enoch Ablorh (2), Patrick Nylander (2), Joachim Gustavsson, Niclas Larsson, Joakim Linden, Robin Meng.

Deutschland: Dirk Passiwan (RSC-Rollis Trier, 36/1 Dreier), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 10), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 8), Lars Christink (Jena Caputs, 6), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 4), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 2), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 2), Mimoun Quali (RSC Osnabrück, 2), Florian Fischer (USC München), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Jens Schürmann (RSC Osnabrück).

Ergebnisse: Schweden - Deutschland 52:70, Großbritannien - Frankreich 75:47.

13.08.2008
Finaler Paralympic-Test für deutsche Herren-Nationalmannschaft in Norrköping

Bevor die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren am 29. August ins schwül-heiße Peking aufbricht, bestreitet der EM-Dritte von 2007 seinen letzten Test im skandinavischen Norden. In Norrköping, rund 170 Kilometer südlich der schwedisch Hauptstadt Stockholm gelegen, bestreitet das Team von Bundestrainer Frits Wiegmann am Wochenende somit seine Paralympic-Generalprobe gegen Großbritannien, Frankreich und den gastgebenden Überraschungs-Europameister von 2007.

Dieser ist dann nicht nur im chinesischen Peking Gruppengegner der deutschen Auswahl, sondern auch am Freitag erster Konkurrent des Vier-Nationen-Turniers in der schwedischen Provinz Östergötland. Zuletzt standen sich die beiden Mannschaften bereits Mitte Mai beim Paralympic World Cup im britischen Manchester gegenüber, wo die ING-DiBa Korbjäger zweimal gegen einen allerdings ersatzgeschwächten Gegner als Sieger vom Parkett rollten.

Somit ist nicht nur das abschließende Match am Sonntag gegen Großbritannien eine wichtige Standortbestimmung vor den XIII. Paralympics, bei der die Mannschaft des Trainer-Duos Frits Wiegmann und Siggi Mörtl nur zu gerne das nötige Selbstbewusstsein für die Spiele im Reich der Mitte tanken würde. Dritter Konkurrent in Schweden ist am Samstag Frankreich, das sich als Rekord-Europameister bei den kontinentalen Titelkämpfen im letzten Jahr im hessischen Wetzlar nicht für die Paralympics vom 6. bis 17. September qualifizieren konnte.

Spielplan: Schweden - Deutschland (Fr., 20 Uhr), Frankreich - Schweden (Sa., 14 Uhr), Großbritannien - Deutschland (So., 11 Uhr).

Deutschland: Andre Bienek (RSC Frankfurt), Lars Christink (Jena Caputs), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA), Florian Fischer (USC München), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Dirk Passiwan (RSC-Rollis Trier), Mimoun Quali (RSC Osnabrück), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt).

10.08.2008
Deutsche Rollstuhlbasketballer für die Spiele in Peking eingekleidet

Paralympic-Teilnehmer nahmen Ausstattung in Mainz entgegen

Die deutsche Herren- und Damen-Nationalmannschaften sind seit Samstag mit dem offiziellen Dress des deutschen Olympia- und Paralympicteams ausgestattet. Während Dirk Nowitzki & Co. in der Nacht zu Sonntag bereits ihren ersten Sieg in Peking einfahren konnte, nahmen die Rollstuhlbasketballer ihre Bekleidung in der „Kurmainz Kaserne“ in Mainz entgegen, bevor es am 29. August in das Reich der Mitte geht.

Auf rund 70 Teile beläuft sich die Ausstattung, die der Deutsche Behindertensportverband (DBS) in Zusammenarbeit mit seinen Partnern der insgesamt 276-köpfige Delegation für die XIII. Paralympics vom 6. bis 17. September zur Verfügung stellt. Vom Präsentationsanzug für die Eröffnungsfeier bis hin zu der mit dem Namenszug „Deutschland“ in chinesischer und deutscher Sprache bedruckten Funktionsbekleidung reichen die Produkte der Firmen Adidas, Bäumler, Betty Barclay und Sioux. Im Wettkampf werden die beiden deutschen Teams jedoch wie seit Jahren in Trikots ihres offiziellen Textilausrüsters Spalding auflaufen, die in Peking aufgrund der olympischen und paralympischen Statuten jedoch nicht das Logo des Hauptsponsors ING-DiBa tragen dürfen.

Einen kurzfristigen Wechsel im Damenteam musste dabei kurz zuvor noch Bundestrainer Holger Glinicki vornehmen. Nachdem sich die Verletzung von Silke Bleifuß an der rechten Hand als so gravierend herausgestellt hat, dass die Frankfurterin ihre Teilnahme an den Spielen in Peking absagen musste, wurde die 28-jährige Alke Behrens von der SG Oldenburg/Sünteltal nachnominiert.

29.06.2008
Besancon: Deutsche Herren sichern sich Turniererfolg in Frankreich

DRS-Auswahl beendet Dienstreise ungeschlagen

Mit fünf Erfolgen aus fünf Spielen hat sich die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren souverän den Sieg im Sechs-Nationen-Turnier im ostfranzösischen Besancon gesichert. Im Endspiel im Palais des Sports setzte sich die Mannschaft trotz des Fehlens der beiden Center Sebastian Wolk aus Frankfurt und Dirk Passiwan aus Trier gegen den Gastgeber durch. Stärkste Offensivkraft im Team Germany war dabei André Bienek mit 20 Punkten.

Frankreich - Deutschland 46:51 (5:16/19:31/28:43)

Das am Ende knappe Resultat spiegelte dabei jedoch nicht den souveränen Spielverlauf des Finales wieder. Von Beginn an dominierte der Gast aus Deutschland das Geschehen gegen den nicht für die Paralympics im September qualifizierten Rekord-Europameister. Erst im Schlussviertel und im Angesicht des sicheren Erfolges kam die Equipe Tricolore zur Ergebniskosmetik ohne sich für die Niederlage aus der Vorrunden revanchieren zu können.

Auf dem dritten Rang landete mit Israel der zweite Paralympic-Teilnehmer, der sich im kleinen Finale gegen die starken Belgier durchsetzte, die sich momentan in der Vorbereitung auf die B-Europameisterschaften Ende des Monats im schweizerischen Nottwill befinden. Daher verwunderte es nicht, dass weder Spanien noch die Niederlande auf den Plätzen fünf und sechs in die Turnierentscheidung eingreifen konnten. Beide Teams konnten sich im vergangenen Jahr bei der Eurobasketball im mittelhessischen Wetzlar nicht für Peking qualifizieren und nutzten das Sechs-Nationen-Turnier in Besancon zum Testen von vielen jungen Spielern.

Deutschland: Andre Bienek (RSC Frankfurt, 20), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 11), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 8), Lars Christink (Jena Caputs, 5), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 5), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 2), Florian Fischer (USC München), Johannes Hengst (UBC Münster), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali (RSC Osnabrück).

Finalspiele, Platz 5: Spanien - Niederlande 71:52; Platz 3: Israel - Belgien 63:56; Finale: Frankreich - Deutschland 46:51.

28.06.2008
Besancon: Deutsche Herren katapultieren sich ins Finale gegen Frankreich

Team Germany schießt die Konkurrenten Belgien und Niederlande förmlich ab

Mit zwei in dieser Höhe nicht erwarteten Kantersiegen hat sich die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren förmlich in das Finale des Sechs-Nationen-Turniers in Besancon katapultiert. In der zweiten Gruppenphase bezwang die DRS-Auswahl dabei die Konkurrenz aus Belgien und den Niederlande und trifft nun im Endspiel von Besancon auf Gastgeber Frankreich, den das Team um Kapitän Lars Christink bereits in Vorrunde mit 60:51 bezwungen hat.

Deutschland - Belgien 120:46 (26:13/56:19/90:30)

Die Belgier, selbst in der Vorbereitung auf die B-Europameisterschaft im schweizerischen Nottwill, gingen zwar schnell mit 4:0 (1.) in Führung, hatten dann aber der aggressiven und physischen deutschen Defensive nichts mehr entgegenzusetzen. Fastbreak um Fastbreak schlug in der Folge in der belgischen Reuse ein, die bis zum 56:19-Halbzeitstand schon arg strapaziert wurde. Nach dem Seitenwechsel setzte sich dieses Spiel fort, ehe Ahmet Coskun bereits in der 33. Spielminute der 100. Punkt zum 100:34 gelang. Topscorer auf deutscher Seite war der nach seinem Fingerbruch wieder genesene Osnabrücker Mimoun Quali mit 30 Zählern. Bester Akteur auf Seiten der chancenlosen Belgier war Samir Bader (18 Punkte) vom italienischen Erstligisten Taranto.

Deutschland: Mimoun Quali (RSC Osnabrück, 20), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 23), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 14), Lars Christink (Jena Caputs, 14), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 13), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 10), Andreas Kress (RSC Frankfurt, 6), Florian Fischer (USC München, 6), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 6), Johannes Hengst (UBC Münster, 4), Björn Lohmann (ASV Bonn, 4).

Niederlande - Deutschland 46:92 (11:30/18:53/29:71)

Ähnlich wie im Spiel zuvor gegen die Belgier begannen die ING-DiBa Korbjäger auch in dieser Partie beeindruckend, führten bereits nach acht Spielminuten 26:9 und Mitte des zweiten Viertels gar mit 41:14 (15.). Während auf niederländischer Seite lediglich Routinier Frank de Goede mit zehn Punkten zu überzeugen wusste, gefielen auf Seiten der Mannschaft des niederländischen Bundestrainers Frits Wiegmann vor allem die beiden Center Ahmet Coskun und Dirk Köher-Lenz, die zusammen knapp 40 Punkte beisteuerten. Zum Topscorer der Partie avancierte jedoch Andre Bienek vom RSC Frankfurt.

Deutschland: Andre Bienek (RSC Frankfurt, 22), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 21), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 18), Mimoun Quali (RSC Osnabrück, 8), Lars Christink (Jena Caputs, 6), Andreas Kress (RSC Frankfurt, 6), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 5), Florian Fischer (USC München, 2), Johannes Hengst (UBC Münster, 2), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 2), Björn Lohmann (ASV Bonn).

Zwischengruppe C: Deutschland - Belgien 120:46, Niederlande - Belgien 56:69, Deutschland - Niederlande 92:46.

Zwischengruppe D: Frankreich - Spanien 65:61, Israel - Spanien 65:53, Frankreich - Israel 77:59.

Finalspiele; Platz 5: Niederlande - Spanien; Platz 3: Belgien - Israel; Endspiel: Frankreich - Deutschland.

27.06.2008
Besancon: Paralympic-Teilnehmer Israel und Deutschland dominieren

Team Germany feiert Erfolge über Spanien und Gastgeber Frankreich

Mit zwei Erfolgen ist die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren in das Sechs-Nationen-Turnier im französischen Besancon gestartet. In der Gruppe A schlug die DRS-Auswahl dabei Spanien und Gastgeber Frankreich, während Israel als zweiter Paralympic-Teilnehmer in der Gruppe B dominierte. In der nun folgenden zweiten Gruppenphase trifft Deutschland auf die Teams aus Belgien und den Niederlanden.

Deutschland - Spanien 56:30 (24:4/30:12/47:20)

Angetreten mit einigen Junioren-Nationalspielern hatten die Iberer von Beginn an keine Chance gegen den EM-Dritten aus Deutschland. Über 14:4 (5.) lag die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann bereits nach dem ersten Spielviertel vorentscheidend in Front. In der Folge gewährte der Headcoach dem gesamten, jedoch dezimierten Kader, Einsatzzeiten, ohne dass der Erfolg in Frage gestellt wurde.

Deutschland: Andre Bienek (RSC Frankfurt, 14), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 13), Lars Christink (Jena Caputs, 9), Andreas Kress (RSC Frankfurt, 6), Florian Fischer (USC München, 5), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 4), Johannes Hengst (UBC Münster, 3), Mimoun Quali (RSC Osnabrück, 2), Björn Lohmann (ASV Bonn), Jens Schürmann (RSC Osnabrück).

Frankreich - Deutschland 51:60 (20:20/32:35/40:47)

Das Match gegen den Gastgeber und Rekord-Europameister Frankreich gestaltete sich für die ING-DiBa Korbjäger dagegen deutlich schwieriger. Erst nach dem 2:5 (3.) kamen die deutschen Rollis besser ins Spiel und drehten die Partie mit einem beeindruckenden Zwischenspurt über 9:7 (5.) bis auf 31:22 (16.). Nach dem Seitenwechsel behauptete die Mannschaft um Topscorer Ahmet Coskun diese Führung und sicherte sich ungeschlagen den Sieg in der Vorrundengruppe A. Bester Schütze des Gastgebers war Sofyane Mehiaoui aus Meaux mit 16 Punkten.

Deutschland: Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 23), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 15), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 14), Lars Christink (Jena Caputs, 4), Johannes Hengst (UBC Münster, 2), Björn Lohmann (ASV Bonn, 2), Florian Fischer (USC München), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Mimoun Quali (RSC Osnabrück), Jens Schürmann (RSC Osnabrück).

Gruppe A: Spanien - Deutschland 30:56, Frankreich - Spanien 69:58, Frankreich - Deutschland 51:60.

Gruppe B: Belgien - Israel 43:73, Niederlande - Belgien 80:57, Israel - Niederlande 66:54.

Gruppe C: Deutschland, Belgien, Niederlande.
Gruppe D: Israel, Frankreich, Spanien.

24.06.2008
Deutsches Herrenteam testet im „Palais des Sports“ von Besancon

Sechs Nationen-Turnier als weitere Vorbereitung auf Peking

Nur vier Tage nach der offiziellen Kader-Nominierung für die XIII. Paralympics durch das Nationale Paralympische Komitee für Deutschland bestreitet die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren einen weiteren wichtigen Test im Hinblick auf die Spiele vom 6. bis 17. September 2008 in der chinesischen Hauptstadt Peking. Im „Palais des Sports“ der ostfranzösischen Stadt Besancon, nur wenige Kilometer von der schweizerischen Grenze entfernt, trifft das Team Germany ab Donnerstag zunächst auf Rekord-Europameister und Gastgeber Frankreich und die spanische Auswahl.

Nach diesen zwei Spielen der Vorrunde qualifizieren sich die teilnehmenden Teams für die zweite Gruppenphase, in der die deutsche Auswahl dann auch auf die Konkurrenz aus Belgien, den Niederlanden und den zweiten Paralympic-Teilnehmer Israel treffen wird. Verzichten muss Bundestrainer Frits Wiegmann dabei auf die beiden Center Sebastian Wolk aus Frankfurt und Dirk Passiwan aus Trier, die bei der Fülle der Vorbereitungstermine für den Saisonhöhepunkt für diesers Turnier von ihren Arbeitgebern nicht freigestellt wurden. Während Topscorer Passiwan für die Spiele am Samstag dem Team hinterher reisen wird, springt als Ersatzmann für Wolk der Münsteraner Youngster Johannes Hengst ein. Für Trainer Frits Wiegmann und seinen Assistenten Siggi Mörtl dürfte diese Personalproblematik, auch wenn sie natürlich nicht ideal ist, kaum Sorgenfalten bereiten, bekommen doch so gerade unter den Brettern andere Akteure des Paralymipc-Kaders wichtige Einsatzzeiten in Hinblick auf die XIII. Paralympics.

Der deutsche Kader für Besancon: Andre Bienek (RSC Frankfurt), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA), Lars Christink (Jena Caputs), Florian Fischer (USC München), Johannes Hengst (UBC Münster), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Dirk Passiwan (RSC-Rollis Trier), Mimoun Quali (RSC Osnabrück), Jens Schürmann (RSC Osnabrück).

10.06.2008
Frits Wiegmann nominiert seinen Kader für die XIII. Paralympics 2008

Erstmals Kress und Passiwan mit dabei - Coskun feiert Comeback

Rollstuhlbasketball Herren-Bundestrainer Frits Wiegmann hat sich gut zehn Tage vor dem Nominierungsstichtag des Nationalen Paralympischen Komitees auf die zwölf Spieler festgelegt, die es in Peking richten sollen. Seine Mannschaft für die Paralympischen Spiele vom 6. bis 17. September in der chinesischen Hauptstadt ist dabei auf drei Positionen gegenüber der erfolgreichen EM-Mannschaft des letzten Jahres verändert.

Erstmals bei einem großen Turnier werden somit der Frankfurter Youngster Andreas Kress und der Trierer Bundesliga-Korbschützenkönig Dirk Passiwan das deutsche Trikot tragen. Ein Comeback in der DRS-Auswahl feiert zudem Center Ahmet Coskun, der zurzeit für den italienischen Erstligisten GSD Porto Torres spielt. Geplatzt ist dagegen der Traum von den Paralympics leider für die beiden Bonner Tarik Cajo und Thomas Becker sowie für den Münchner Uli Schmölz.

Die Mannschaft, die nun die erfolgreiche Paralympic-Qualifikation im letzten Jahr bei der Eurobasketball 2007 in Wetzlar fortsetzen soll, ist eine harmonische Mischung aus Erfahrung und Routine auf der einen und jugendlichem Elan auf der anderen Seite. Mit seinen 40 Jahren ist dabei Center Dirk Köhler-Lenz der älteste Akteur der ING-DiBa Korbjäger für Peking. Auf Vereinsebene hat der im hessischen Bad Hersfeld geborene „Lange“ dabei alles gewonnen was zu gewinnen gibt: Sechs deutsche Meisterschaften, fünf Pokalsiege und vier Europapokaltriumphe mit dem RSV Lahn-Dill. Kapitän der Mannschaft ist der ebenfalls äußerst erfahrene 35-jährige Lars Christink, der zuletzt für den deutschen Pokalsieger RSC-Rollis Zwickau aktiv war und im kommenden Jahr in seiner Heimatstadt für die Jena Caputs spielen wird. Für beide Spieler werden es die jeweils zweiten Paralympics in ihrer Laufbahn sein.

Auf der anderen Seite stehen mit den beiden Frankfurtern Andreas Kress und André Bienek zwei 21-Jährige im Kader, die die Zukunft im DRS-Team verkörpern. Bienek, bereits zum Stammspieler aufgestiegen, wird nach den Spielen in die USA zurückkehren, wo er bereits in der Saison 2006/2007 aktiv war. Für Andreas Kress, der in Niedernberg bei Aschaffenburg heimisch ist, werden es wie bei André Bienek die ersten Paralympics in seiner Karriere werden. Zusammen mit den beiden genannten und Sebastian Wolk sowie Lars Lehmann stellen stellt der RSC Frankfurt mit vier Akteuren das größte Spielerkontingent.

Große Hoffnungen für die Spiele im 19.000 Zuschauer fassenden National Indoor Stadium in Peking ruhen bei Frits Wiegmann insbesondere auf Bundesliga-Korbschützenkönig Dirk Passiwan. Für den 31-jährigen Scharfschützen aus Trier wird der Wettkampf in Fernost, nach seiner internationalen Zulassung, ebenfalls das erste große Turnier in seiner Laufbahn werden.

Betreut wird die Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft, die in China zur rund 300-köpfigen Delegation (circa 180 Athleten und 120 Betreuer) des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) gehört, neben dem Trainerduo Frits Wiegmann (Herford) und Siggi Mörtl (Biebertal) insbesondere von Markus Ocasek und Karoline Janke. Die Hamburgerin Janke wird als Physiotherapeutin für die körperliche Fitness der Spieler sorgen und der routinierte Techniker Markus Ocasek vom Premiumpartner MEYRA für alle technischen Fragen rund um das Sportgerät, dem Sportrollstuhl des Typs „Hurricane“, verantwortlich sein. Teammanager der deutschen Herrenauswahl in Peking wird wie immer Horst Schure aus Herford sein.

Herren: Andre Bienek (RSC Frankfurt), Lars Christink (Jena Caputs), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA), Florian Fischer (USC München), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Dirk Passiwan (RSC-Rollis Trier), Mimoun Quali (RSC Osnabrück), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt).

Crew: Frits Wiegmann (Bundestrainer, Herford), Siggi Mörtl (Assistenztrainer, Biebertal), Markus Ocasek (Vlotho), Karoline Janke (Physiotherapeutin, Hamburg), Horst Schure (Teammanager, Herford).

Gruppenauslosung, National Indoor Stadium/Peking:
Pool A: Deutschland, Iran, Japan, Kanada, Schweden, Südafrika.
Pool B: Australien, Brasilien, China, Großbritannien, Israel, USA.

01.06.2008
Paralympicsieger Kanada gewinnt Vier-Nationen-Turnier in Osnabrück

Deutschland nach Niederlage gegen Großbritannien auf Rang vier

Das hochklassig besetzte Vier-Nationen-Turnier in Osnabrück hat der amtierende Weltmeister und zweifache Paralympicsieger Kanada für sich entschieden. Im Finale gegen den WM-Dritten Australien setzten sich die Nordamerikaner souverän mit 65:50 durch. Deutschland belegte im Abschlussklassement leider nur den vierten Rang, nachdem die DRS-Auswahl im kleinen Finale Großbritannien unterlag.

Deutschland - Großbritannien 58:67 (11:10/26:29/44:42)

Gegen die Briten konnten die ING-DiBa Korbjäger nicht ganz an ihre Leistung aus dem Auftaktspiel anknüpfen. Zwar zeigte sich die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann kämpferisch wie immer ansprechend, aber in der Offensive war der EM-Dritte aus Deutschland dem Team von der Insel unterlegen. Die Briten ihrerseits hatten in Terry Bywater ihren überragenden Mann, der mit seinen 24 Punkten, elf Rebounds und drei Assists hauptverantwortlich war für den Einbruch der deutschen Rollis im Schlussviertel. Bester Akteur mit dem Adler auf der Brust war in diesem Match Andre Bienek vom RSC Frankfurt.

Deutschland: Andre Bienek (RSC Frankfurt, 18), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 10), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 8), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 7), Lars Christink (Jena Caputs, 7), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 4), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 4), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn), Thomas Becker (ASV Bonn, n.e.), Andreas Kress (RSC Frankfurt, n.e.).
Großbritannien: Terry Bywater (24), Jon Hall (14), Ade Orogbemi (12), Kevin Hayes (4), Ian Sagar (4), Joe Bestwick (RSC Köln, 2), Andy Black (2), Pete Finbow (2), Abdi Jama, Simon Brown (n.e.), Simon Munn (n.e.), Jon Pollock (n.e.).

01.06.2008
Osnabrück: Deutschland zwingt Australien in die Verlängerung

Unglückliche 56:60-Niederlage der DRS-Auswahl im Halbfinale

Die Revanche war greifbar nahe, doch am Ende jubelte erneut der australische Gast. Im Halbfinale des Vier-Nationen-Turniers in Osnabrück unterlag die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren dem Team aus Down Under nach Verlängerung. Im Spiel um Platz drei treffen die Gastgeber nun auf Großbritannien, während der WM-Dritte Australien im Finale auf den zweifachen Paralympicsieger Kanada trifft.

Deutschland - Australien 56:60 n.V. (16:9/24:25/38:35/52:52)

Deutlich verbessert zum Vorrundenspiel gegen die Australier startete Deutschland konzentriert und aggressiv in die Partie, um die Chance auf eine Revanche nicht frühzeitig aus den Händen zu geben. Ausgeglichen und umkämpft sahen die Besucher in der Osnabrücker OSC-Halle so eine bis in die Schlussphase spannende Partie. Hier lagen die Deutschen wenige Sekunden vor dem Ende schon vorentscheidend mit 48:52 zurück, ehe Ahmet Coskun drei Sekunden vor der Schlusssirene mit dem Ausgleich die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann in die Verlängerung rettete. Hier verloren die ING-DiBa Korbjäger jedoch ihre beiden hessischen Center Sebastian Wolk und Dirk Köhler-Lenz mit fünf Fouls. Gerade der Frankfurter Wolk zeigte zuvor eine sehr starke Leistung, die er mit einem Double-Double (15 Punkte, 10 Rebounds) krönte. Letztendlich reichte es unglücklich und hauchdünn nicht für den Finaleinzug.

Deutschland: Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 15), Lars Christink (Jena Caputs, 10), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 8), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 7), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 6), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 5), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 5), Thomas Becker (ASV Bonn), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn), Andreas Kress (RSC Frankfurt, n.e.).
Australien: Justin Eveson (24), Troy Sachs (15), Tristan Knowles (8), Jace Clare (4), Mike Hartett (4), Dylan Alcott (2), Brett Stibners (2), Grant Mizens (1), Brendan Dowler, Tige Simmons, Bill Latham (n.e.).

31.05.2008
Osnabrück: Mäßige Leistung des Team Germany gegen Australien

DRS-Auswahl verliert verdient mit 48:59 gegen den WM-Dritten

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren konnte in ihrem abschließenden Gruppenspiel nicht an die starke Leistung des Vortages gegen Kanada anknüpfen. Gegen den WM-Dritten aus Australien unterlag das Team Germany am Ende klar und ebenso verdient. Doch bereits im Halbfinale am Samstagabend haben die ING-DiBa Korbjäger die Chance auf eine Revanche, denn dann trifft das Team um Bundestrainer Frits Wiegmann erneut auf die Mannschaft aus Down Under.

Deutschland - Australien 48:59 (11:16/21:29/35:45)

Stark beginnend (4:0, 2.) drehte sich in dieser Partie schnell das Blatt zugunsten der Australier, die in der Folge immer Herr des Geschehens auf dem Parkett der Osnabrücker OSC-Halle waren. Insbesondere über ihre beiden Center, Justin Eveson von Galatasaray Istanbul und dem ehemaligen Zwickauer Troy Sachs, hatte der Gast stets die Lufthoheit unter den Brettern. Eveson steuerte neben seiner zweistelligen Punktausbeute zudem elf Rebounds und vier Assists zum Erfolg der Australier bei, die nun im Halbfinale erneut Deutschlands Gegner sein werden.

Deutschland: Dirk Passiwan (RSC-Rollis Trier, 12), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 7), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 6), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 6), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 4), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 3), Lars Christink (Jena Caputs, 2), Florian Fischer (USC München, 2), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 2), Björn Lohmann (ASV Bonn), Thomas Becker (ASV Bonn), Andreas Kress (RSC Frankfurt, n.e.).

Australien: Troy Sachs (18), Justin Eveson (14), Triston Knowles (11), Jace Clare (6), Grant Mizens (6), Brett Stibners (4), Dylan Alcott, Brendan Dowler, Mike Hartett, Bill Latham, Tige Simmons.

31.05.2008
Osnabrück: Deutschland bringt Kanada an den Rand einer Niederlage

Hauchdünne 55:56-Niederlage gegen den amtierenden Paralympicsieger

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat zwar ihr zweites Spiel beim Vier-Nationen-Turnier verloren, doch dabei die rund 400 Zuschauer in Osnabrück begeistert. Paralympicsieger Kanada wurde dabei an den Rand einer Niederlage gebracht, die erst der ehemalige Bundesligaspieler Patrick Anderson mit seinem Siegtreffer in der letzten Minute verhindern konnte.

Deutschland - Kanada 55:56 (12:14/27:29/45:44)

Mutig und abgeklärt agierten die ING-DiBa Korbjäger am späten Freitagabend in der Osnabrücker OSC-Halle und ließen sich vom hoch favorisierten Gegner bis zur Halbzeit nie abschütteln. Eine starke Partie boten dabei vor allem Kapitän Lars Christink und vor allem Lokalmatador Jens Schürmann. Nach dem Seitenwechsel drohte den Nordamerikanern mit Center Joey Johnson vom RSV Lahn-Dill dann sogar das Spiel zu entgleiten, als Dirk Passiwan aus Trier und der in der italienischen Serie A aktive Ahmet Coskun aus allen Lagen trafen. Letztendlich hatte der seit der WM 2006 erst einmal bezwungene Goldfavorit für Peking am Ende glücklich und knapp die Nase, während die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann verdient den Beifall der Zuschauer genoss.

Deutschland: Dirk Passiwan (RSC-Rollis Trier, 16), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA, 12), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 10), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt), Lars Christink (Jena Caputs, 6), Florian Fischer (USC München, 4), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 3), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 2), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 2), Björn Lohmann (ASV Bonn), Thomas Becker (ASV Bonn, n.e.), Tarik Cajo (ASV Bonn, n.e.).

Kanada: Patrick Anderson (14), David Durepos (10), David Eng (6), Christopher Stoutenberg (6), Joey Johnson (RSV Lahn-Dill, 5), Richard Peter (4), Yvon Rouillard (4), Adam Lancia (3), Abdi Dini (2), Ross Norton (2), Jaimie Borisoff, Robert Hedges.

Im zweiten Abendspiel schlug Australien die Auswahl Großbritanniens mit 57:48.

30.05.2008
Osnabrück: Deutsche Herren starten erfolgreich in den Paralympic-Test

66:59-Erfolg über Vize-Europameister Großbritannien

Mit einem in den Schlussminuten sichergestellten Auftakterfolg über Großbritannien startete die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren erfolgreich in das Vier-Nationen-Turnier in Osnabrück. Matchwinner war dabei BundesligaTopscorer Dirk Passiwan aus Trier, der gegen die Briten 32 Punkte beisteuerte.

Deutschland - Großbritannien 66:59 (14:15/30:31/46:48)

Bis in die Schlussminuten sahen die rund 300 Besucher in der Osnabrücker OSC-Halle ein spannendes und knappes Spiel der beiden Kontrahenten, bei dem sich keines der Teams bis zur 36. Minute mit mehr als drei Punkten absetzen konnte. Während Dirk Passiwan auf der deutschen Seite enorme Durchschlagskraft in der Offensive besaß, füllte auf der Seite der Gäste diese Rolle Center Terry Bywater aus, der am Ende auf 24 Zähler für sein Team kam. Bywater musste aber in der Schlussphase dem hohen Tempo Tribut zollen, was die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann eiskalt zum Erfolg ausnutzte.

Deutschland: Dirk Passiwan (RSC-Rollis Trier, 32), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 13), Lars Christink (Jena Caputs, 6), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 5), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 4), Florian Fischer (USC München, 2), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 2), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 2), Thomas Becker (ASV Bonn), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres, ITA), Björn Lohmann (ASV Bonn), Tarik Cajo (ASV Bonn, n.e.).

Großbritannien: Terry Bywater (24), Ade Orogbemi (7), Joe Bestwick (RSC Köln, 6), Jon Hall (6), Jon Pollock (5), Ian Sagar (5), Kevin Hayes (4), Andy Black (2), Pete Finbow, Abdi Jama, Simon Brown (n.e.), Simon Munn (n.e.).

Im zweiten Spiel des Tages schlug Weltmeister Kanada das Team aus Australien in einer dramatischen Partie mit 73:72 nach Verlängerung.

27.05.2008
Vier-Nationen-Turnier in Osnabrück: Das Beste was die Rollstuhlbasketball-Welt zu bieten hat


Zum Vier-Nationen-Turnier vom 30. Mai bis 1. Juni in der Osnabrücker OSC-Halle dürfen sich die Fans aus ganz Deutschland auf das „Who-is-who“ der weltweiten Rollstuhlbasketball-Szene freuen. Gleich drei hohe Favoriten auf Edelmetall bei den Paralympischen Spielen in Peking geben sich in der Stadt des Westfälischen Friedens ein Stelldichein, um sich auf die Paralympics im September adäquat vorzubereiten. Mit dem amtierenden Weltmeister und Paralympicsieger Kanada, dem Herausforderer und WM-Dritten Australien sowie Vize-Europameister Großbritannien erwartet die deutsche Nationalmannschaft der Herren um Bundestrainer Frits Wiegmann die besten Spieler der Welt in Osnabrück.

Los geht es für den EM-Dritten aus Deutschland am Freitag um 11 Uhr mit dem Duell gegen Vize-Europameister Großbritannien. Es folgt am selben Tag das Gruppenspiel als Highlight des Tages um 20:15 Uhr in der OSC-Halle an der Hiärm-Grupe-Straße gegen den amtierenden Paralympicsieger Kanada. Nach dem Match gegen Australien folgt dann am Samstag das Halbfinale, ehe das hochkarätig besetzte Vier-Nationen-Turnier am Sonntag seinen Abschluss mit den Endspielen findet.

Kanada

Die aktuelle Nummer eins der Welt ist das kanadische Team, das sich im Sommer in Peking anschickt als erste Mannschaft drei Paralympic-Goldmedaillen in Folge gewinnen zu wollen. Die Nordamerikaner kommen dabei mit zwei in der Bundesliga bekannten Gesichtern nach Osnabrück: Joey Johnson, der Kapitän des Deutschen Meisters RSV Lahn-Dill, und der als bester aktiver Spieler der Welt geltende Patrick Anderson, der von 2003 bis 2006 ebenfalls für die Wetzlarer Rollis aktiv war. Die Bilanz der Kanadier in den letzten Jahren ist dabei beeindruckend: 2000 in Sydney und 2004 in Athen holten sie sich paralympisches Gold und zuletzt bei der WM 2006 im niederländischen Amsterdam folgte der erste WM-Titel für die Nordamerikaner.

Großbritannien

Das Team von der britischen Insel mit ihrem australischen Nationaltrainer Murray Treseder ist, obwohl der letzte EM-Titel bereits 13 Jahre zurückliegt, das außerhalb des Kontinents erfolgreichste Team aus Europa. Zuletzt unterlagen die Briten im EM-Finale von Wetzlar vor 4.000 Besuchern zwar dem Überraschungssieger Schweden, doch paralympisches Silber 1996 in Atlanta und Bronze 2004 in Athen zeugen von der Stärke der auch finanziell am professionellsten geführten Nationalmannschaft Europas. Für die Spiele in der chinesischen Hauptstadt Peking haben sich Center Simon Munn und seine Kollegen viel vorgenommen, denn Edelmetall soll es für den Teilnehmer des Vier-Nationen-Turniers in Osnabrück auf alle Fälle sein.

Australien

In die Phalanx der Teams aus Nordamerika und Europa hat in den letzten Jahren nur Australien erfolgreich eingreifen können. Zwar ging die Mannschaft aus „Down under“ im Heimspiel der Paralympics 2000 in Sydney leer aus, doch Silber in Athen und paralympisches Gold 1996 in Atlanta sind Beleg dafür, dass auch die Australier einer der Favoriten auf Edelmetall in Peking sind. Insbesondere unter dem Brett gilt die Mannschaft von Head Coach Ben Ettridge mit den beiden in Europa aktiven Justin Eveson und Brad Ness als ungemein gefährlich. Dies bekam im Januar beim paralympischen Testturnier in Peking auch Kanada zu spüren, das den Australiern im National Indoor Stadium überraschend klar unterlag.

Deutschland

Der Gastgeber des Vier-Nationen-Turniers in Osnabrück ist gegen die drei Medaillenkandidaten für Peking sicher der Außenseiter. Doch dass die DRS-Auswahl auch gegen diese Mannschaften nicht chancenlos ist, hat sie in den zurückliegenden Jahren des Öfteren bewiesen. Zuletzt sicherte sich das Team von Bundestrainer und Lokalmatador Frits Wiegmann bei der Eurobasketball im Spiel um Platz drei gegen Israel die EM-Bronzemedaille und begeisterte die Zuschauer in der Wetzlarer Rittal-Arena mit Kampfgeist und Einsatzwillen. Den größten Erfolg feierten die deutschen Rollis allerdings 1992 bei den Spielen in Barcelona, als das Team mit dem Adler auf der Brust Silber gewann.

Der DRS-Kader für Osnabrück: Thomas Becker (ASV Bonn), Andre Bienek (RSC Frankfurt), Tarik Cajo (ASV Bonn), Lars Christink (Jena Caputs), Ahmet Coskun (GSD Porto Torres/ITA), Florian Fischer (USC München), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Dirk Passiwan (RSC-Rollis Trier), Mimoun Quali (RSC Osnabrück), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt).

Spielplan Vier-Nationen-Turnier Osnabrück:

Freitag: Deutschland - Großbritannien (11 Uhr), Kanada - Australien (12:45 Uhr), Großbritannien - Australien (18:30 Uhr), Deutschland - Kanada (20:15 Uhr).

Samstag: Deutschland - Australien (11 Uhr), Kanada - Großbritannien (12:45 Uhr), Halbfinale (18:30 Uhr und 20:15 Uhr).

Sonntag: Spiel um Platz 3 (12 Uhr), Finale (14 Uhr).

11.05.2008
Deutsche Rollis gewinnen Spiel um Platz drei des Paralympic World Cup

Im kleinen Finale von Manchester hat Europameister Schweden keine Chance

Mit einem souveränen Erfolg über Europameister Schweden sicherte sich die deutsche Rollstuhlbasketball Nationalmannschaft der Herren beim IV. Visa Paralympic World Cup im britischen Manchester den dritten Rang, während im Finale Vize-Weltmeister USA hauchdünn über Gastgeber Großbritannien triumphierte.

Deutschland - Schweden 71:48 (25:13/37:27/54:34)

Mit einer über die gesamte Spielzeit konzentrierten und starken Leistung sicherte sich die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann die Bronze-Medaille in Manchester. Bereits nach zwei Minuten führten die Deutschen mit 9:0 und bauten diesen Vorsprung bis zum 17:2 (7.) vorentscheidend aus. Im zweiten Viertel kam der Europameister von Wetzlar zwar besser ins Spiel, doch zu einer entscheidenden Wende in der Partie waren die Skandinavier nicht mehr in der Lage. So dominierte gerade unter den Brettern weiterhin das Team Germany, das auch nach der Halbzeitpause einem souveränen Erfolg entgegen steuerte.

Schweden: Joachim Gustavson (24), Tomas Akerberg (8), Patrick Nylander (6), Robin Meng (5), Joakim Linden (3), Per Byquist, Niclas Larsson (2), Lars-Peter Kohlström, Thomas Larsson, Joakim Lindblom, Dan Wallin.


Deutschland: Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 18), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 16), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 13),Lars Christink (Jena Caputs, 7), Mimoun Quali (RSC Osnabrück, 7), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari, 5), Uli Schmölz (USC München, 4), Andreas Kress (RSC Frankfurt, 3), Florian Fischer (USC München), Kenon Kahsai (RSC Frankfurt), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Jens Schürmann (RSC Osnabrück).

10.05.2008
Team Germany kann Spiel gegen Vize-Weltmeister USA lange offen halten

Deutschland nun im Spiel um Platz drei gegen Europameister Schweden

Die deutsche Rollstuhlbasketball Nationalmannschaft der Herren hat im Halbfinale des IV. Paralympic World Cup im britischen Manchester gegen Vize-Weltmeister USA ein starke Leistung geboten, auch wenn am Ende die Nordamerikaner das Finale gegen Gastgeber Großbritannien erreichten. Im Spiel um Platz drei treffen die ING-DiBa Korbjäger nun auf den amtierenden Europameister aus Schweden.

USA - Deutschland 60:47 (17:15/21:27/40:35)

Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel rief das Team Germany um Bundestrainer Frits Wiegmann in den zweiten zehn Spielminuten die bisher beste Turnierleistung ab und brachte den Vize-Weltmeister aus Übersee in arge Bedrängnis. Nachdem das zweite Viertel so mit 12:4 an die deutschen Rollis ging, wendete sich jedoch das Blatt nach dem Seitenwechsel. Die USA kam insbesondere über ihren in der deutschen Bundesliga aktiven Pointguard Michael Paye immer wieder zu Erfolgen. Trotzdem konnte das US-Team weder fünf Minuten vor der Schlusssirene beim 44:41 noch zwei Minuten später beim 51:43 sicher sein, in das Finale von Manchester einzuziehen zu können. Erst in den letzten Sekunden der Partie überwogen Cleverness und Routine zugunsten des Favoriten.

USA: Michael Paye (RSV Lahn-Dill, 19), Matt Scott (12), Joe Chambers (10), Steve Serio (6), Jeremy Lade (5), Jacob Counts (2), Matthew Lesperance (2), Jaime Mazzi (2), Jason Nelms (2), Jeff Glasbrenner, Brian Bell, John Gilbert.

Deutschland: Andre Bienek (RSC Frankfurt, 14), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 9), Lars Christink (Jena Caputs, 8), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 8), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 2), Mimoun Quali (RSC Osnabrück, 2), Uli Schmölz (USC München, 2), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari, 2), Florian Fischer (USC München), Kenon Kahsai (RSC Frankfurt), Jens Schürmann (RSC Osnabrück).

09.05.2008
Deutschland unterliegt Gastgeber Großbritannien knapp

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat ihr letztes Vorrundenspiel beim IV. Visa Paralympic World Cup im britischen Manchester verloren. Gegen den favorisierten Gastgeber von der Insel unterlag das Team Germany von Bundestrainer Frits Wiegmann nach guter Leistung am Ende knapp. Im Halbfinale wartet nun auf die DRS-Auswahl Vize-Weltmeister USA.

Großbritannien - Deutschland 62:57 (16:10/37:24/50:40)

Nach ausgeglichenem Beginn setzten sich die Briten gegen Ende des ersten Viertels erstmals ab. Doch auch nach der Halbzeitpause blieb die Partie über 37:28 (22.) und 54:47 (36.) spannend. In der 39. Spielminute drohte dann zum Entsetzen der Gastgeber sogar eine Überraschung, als die ING-DiBa Korbjäger bis auf 53:56 heran kamen. Am Ende war dann aber auch das nötige Quäntchen Glück, um den Spieß noch einmal drehen zu können, nicht auf der Seite der Gäste.

Großbritannien: Terry Bywater (21/1), Simon Munn (14), Peter Finbow (10), Jon Pollock (9/1), Simon Brown (3), Ade Oregbeni (3), Kevin Hayes (2), Joe Bestwick, Dan Highcock, Jon Hall, Abdi Jama, Ian Sagar.

Deutschland: Andre Bienek (RSC Frankfurt, 17), Lars Christink (Jena Caputs, 12), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 6), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari, 6), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 6), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 4), Uli Schmölz (USC München, 4), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 2), Florian Fischer (USC München), Kenon Kahsai (RSC Frankfurt), Mimoun Quali (RSC Osnabrück).

08.05.2008
Paralympic World Cup: Sieg gegen Europameister, Niederlage gegen Vize-Weltmeister

Mit einem klaren Erfolg gegen den letzt jährigen Überraschungs-Europameister Schweden und einer ebenso eindeutigen Niederlage gegen Vize-Weltmeister USA startete die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren in den IV. Visa Paralympic World Cup im britischen Manchester. Im abschließenden Vorrundenmatch wartet nun Gastgeber Großbritannien auf das Team Germany.

Schweden - Deutschland 45:71 (17:20/28:39/36:55)

Gegen die Skandinavier, die allerdings auf ihren etatmäßigen Pointguard Hussein Haidari verzichten mussten, der vom frischgebackenen Champions League Sieger Galatasaray Istanbul nicht freigestellt wurde, startete die DRS-Auswahl mit einem frühen 8:0 (3.) in die Partie. Nachdem sich die Mannschaft von Trainerin Ines Lopez jedoch akklimatisiert hatte, schmolz der deutsche Vorsprung Punkt für Punkt. Beim 20:21 (11.) lag Schweden erstmals in Front, doch dies war der passende Weckruf für die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann, die in der Folge das Geschehen unter den Brettern eindeutig beherrschte und unaufhaltsam davon zog.

Schweden: Tomas Akerberg (12), Lars-Peter Kohlström (10), Dan wlin (8), Joachim Gustavson (6), Patrick Nylander (6), Robin Meng (2), Joakim Linden (2), Per Byquist, Niclas Larsson, Thomas Larsson, Joakim Lindblom.

Deutschland: Lars Christink (Jena Caputs, 18), Mimoun Quali (RSC Osnabrück, 13), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 12), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 8), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 8), Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 3), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari, 3), Uli Schmölz (USC München, 2), Florian Fischer (USC München), Kenon Kahsai (RSC Frankfurt), Jens Schürmann (RSC Osnabrück).

USA - Deutschland 68:44 (15:9/27:19/42:34)

Genau umgedreht verlief der Start gegen die Nordamerikaner. Erst nach dem mit 1:7 (7.) verpatzten Start kamen die ING-DiBa Korbjäger besser ins Spiel und hatten beim 21:26 (22.) kurz nach der Pause den Anschluss wieder hergestellt. Dieser Abstand von fünf bis sieben Punkten hielt sich nun bis ins Schlussviertel, ehe der Vize-Weltmeister um den beim RSV Lahn-Dill in der Bundesliga aktiven Michael Paye in den letzten Minuten noch deutlich davon zog. Bundestrainer Wiegmann war dennoch mit dem Verlauf zufrieden, zeigte es doch, dass das Team Germany leistungstechnisch nach seiner Auffassung gar nicht so weit von den Nordamerikanern entfernt ist.

USA: Jeremy Lade (20), Joe Chambers (17), Jeff Glasbrenner (10), Jacob Counts (6), Jason Nelms (6), Michael Paye (RSV Lahn-Dill, 4), Steve Serio (3), Matt Scott (2), Brian Bell, John Gilbert, Matthew Lesperance, Jaime Mazzi.

Deutschland: Lars Lehmann (RSC Frankfurt, 13), Lars Christink (Jena Caputs, 7), Andre Bienek (RSC Frankfurt, 6), Jens Schürmann (RSC Osnabrück, 6), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill, 5), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, 3), Mimoun Quali (RSC Osnabrück, 2), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari, 2), Florian Fischer (USC München), Kenon Kahsai (RSC Frankfurt), Uli Schmölz (USC München).

07.05.2008
4. Visa Paralympic World Cup in Manchester: Deutsche Herren treffen auf Schweden, die USA und Großbritannien

Bereits zum vierten Mal findet im britischen Manchester der Visa Paralympic World Cup statt. 380 Sportlerinnen und Sportler aus 47 Ländern treten in den vier Sportarten Radrennen, Schwimmen, Leichtathletik und Rollstuhlbasketball an. Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren trifft in ihrem Turnier dabei von Mittwoch an auf die Teams aus Schweden, den USA und aus Großbritannien. In der Damen-Konkurrenz stehen sich Brasilien, die Niederlande, China und Gastgeber Großbritannien gegenüber.

„Mit diesem stark besetzten Turnier starten wir in die heiße Phase der Paralympic Vorbereitung. Wir freuen uns sehr, bei diesem Einladungsturnier mitwirken zu können, zumal neben den USA mit Europameister Schweden, den Briten und uns die drei Erstplatzierten der EM 2007 von Wetzlar dabei sind“, freut sich Bundestrainer Frits Wiegmann über die Möglichkeit gegen die besten Teams der Welt testen zu können.

Für das Team Germany beginnt der Visa Paralympic World Cup am Mittwoch mit der Partie gegen Schweden. Es folgen am Donnerstag die Spiele gegen den Vize-Weltmeister USA und Gastgeber Großbritannien, ehe am Freitag und Samstag die Finalspiele auf dem Programm von Manchester stehen.

Der deutsche Kader: Andre Bienek (RSC Frankfurt), Lars Christink (Jena Caputs), Florian Fischer (USC München), Kenon Kahsai (RSC Frankfurt), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill), Andreas Kress (RSC Frankfurt), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Mimoun Quali (RSC Osnabrück), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari), Uli Schmölz (USC München), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt).

Spielplan: Deutschland - Schweden (Mi., 14:30 Uhr), Deutschland - USA (Do., 10:30 Uhr), Großbritannien - Deutschland (Do., 18:30 Uhr), Halbfinalspiele (Fr.), Finalspiele (Sa.).

03.03.2008
Team Germany bereitet sich auch im eigenen Land auf die XIV. Paralympics vor

Länderspiele in Quakenbrück, Göttingen, Hannover, Hamburg, Berlin und Osnabrück

Rund ein halbes Jahr vor Beginn des Highlights im Sportjahr 2008, den XIV. Paralympischen Spielen in der chinesischen Hauptstadt Peking, steht der Fahrplan für das Team Germany. Insgesamt siebenmal treten dabei die deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaften im eigenen Land auf, so dass nach der publikumsträchtigen Eurobasketball im vergangenen Sommer in der Wetzlarer Rittal-Arena genügend Chancen für die Fans bestehen, sich die erfolgreichen Teams einmal aus nächster Nähe zu betrachten.

Mit Blickrichtung auf eine perfekte Vorbereitung auf die Paralympics vom 6. bis 17. September im Reich der Mitte haben sich die Damen- und die Herrenauswahl des DRS insbesondere die Konkurrenz aus Übersee als Testspielgegner ausgesucht. Während die Damen hierbei gleich zweimal in Nordamerika weilen und Weltmeister Kanada in Hamburg und Berlin willkommen heißen dürfen, haben die Herren ihren absoluten Härtetest beim Visa Paralympic World Cup im britischen Manchester.

Aber auch das Team Germany Junior, die U22-Nationalmannschaft der Herren, hat besonderes zu bieten. Vor dem Saisonhöhepunkt der Europameisterschaft Anfang Juli im türkischen Adana ist die Mannschaft von Bundestrainer Peter Richarz auch Gastgeber der auf DRS-Initiative neu installierten „Astra Tech Junior Challenge“, die ihre viel beachtete Premiere im niedersächsischen Quakenbrück feiert.

Das Damenteam um Bundestrainer Holger Glinicki eröffnet in diesem Jahr den Länderspielreigen im eigenen Land und empfängt im Rahmen des BBL-Spiels der BG 74 Göttingen am 13. April den EM-Finalgegner in der Göttinger Lokhalle. Der gleiche Kontrahent ist auch Mitte Mai im Leistungszentrum Hannover zu Gast, ehe mit dem Drei-Nationen-Turnier im Juli in der Hamburger Sporthalle Wandsbek sicherlich der Höhepunkt in Deutschland auf dem Programm steht, zudem auch Weltmeister Kanada in der Hansestadt erwartet wird. Das Topteam aus Nordamerika wird sich auch in Berlin dem deutschen Publikum präsentieren.

Bei den Herren konzentriert sich alles auf das hochkarätig besetzte Turnier in Osnabrück. Mit Australien, Kanada und Großbritannien tummeln sich Ende Mai alle Medaillengewinner der Spiele 2004 in Athen in der OSC-Sporthalle. Dabei kann die deutsche Rollstuhlbasketballszene ein Wiedersehen mit vielen ehemaligen und aktuellen Bundesligaspielern feiern, wenn die einstigen Zwickauer Colin Price (GBR) und Troy Sachs (AUS) oder aber Joey Johnson und Patrick Anderson (beide CAN) vom RSV Lahn-Dill in der Stadt des Westfälischen Friedens zu Gast sind.

LÄNDERSPIELTERMINE DAMEN

13. April in Göttingen
Länderspiel gegen die Niederlande

17. + 18. Mai in Hannover
Länderspiele gegen die Niederlande

1. bis 8. Juni in Warm Springs, Georgia / USA
Joseph-Lyttle-Challenge (USA, Kanada, Australien, Japan, Mexiko)

10. bis 15. Juni in Birmingham, Alabama / USA
North America Cup (USA, Kanada, Australien)

4. bis 6. Juli in Amsterdam / NED
Länderspiele gegen die Niederlande

18. bis 20. Juli in Hamburg
Drei-Nationen-Turnier (mit Niederlande, Kanada)

26. bis 27. Juli in Berlin
Länderspiele gegen Kanada

1. bis 6. August in Toronto / CAN
Spitfire Challenge (Kanada, Niederlande, Großbritannien, USA)

16. & 17. August in Hannover
Länderspiele gegen die Niederlande

LÄNDERSPIELTERMINE HERREN

1. bis 4. Mai in Quakenbrück (U22)
Astra Tech Junior Challenge (Belgien, Großbritannien, Italien, Niederlande)

7. bis 11. Mai in Manchester / GBR
Visa Paralympic World Cup (Großbritannien, USA, N.N.)

30. Mai bis 1. Juni in Osnabrück
Vier-Nationen-Turnier (Kanada, Großbritannien, Australien)

25. bis 29. Juni in Besancon / FRA
Sechs-Nationen-Turnier (Schweden, Großbritannien, Israel, Frankreich, N.N)

1. bis 11. Juli in Adana / TUR (U22)
Europameisterschaften der Junioren

15. bis 17. August in Norrköping / SWE
Vier-Nationen-Turnier (Schweden, Großbritannien, Kanada)

04.02.2008
Gruppenauslosung für die XIV. Paralympics in Peking - Deutsche Teams zufrieden

In der chinesischen Hauptstadt Peking fand dieser Tage die Auslosung für die Rollstuhlbasketball-Vorrundengruppen der XIV. Paralympischen Spiele vom 6. bis 17. September dieses Jahres statt. Die deutschen Nationalmannschaften der Damen und Herren erwischten dabei zwar schwere Aufgaben, sind aber beide mit Glückgöttin Fortuna im Reinen.

In der Damenkonkurrenz trifft der Europameister von Wetzlar 2007 bereits in der Vorrundengruppe A unter anderem auf die beiden Finalisten der Spiele von Athen 2004. Zu Paralympiasieger USA und Silbermedaillengewinner Australien gesellen sich im 18.000 Zuschauer fassenden National Indoor Stadium die Teams aus Brasilien und Großbritannien. Um ins Viertelfinale einzuziehen muss die DRS-Auswahl um Bundestrainer Holger Glinicki mindestens Platz vier in dieser Gruppe erreichen, das Ziel ist jedoch paralympisches Edelmetall.

Eine vermeintlich etwas leichtere Gruppe hat dagegen die Herren-Nationalmannschaft erwischt. In ihrer Vorrundengruppe A bekommt es die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann zwar mit Weltmeister Kanada und Europameister Schweden zu tun, entgeht aber den ebenfalls starken Teams aus Australien, Großbritannien und den USA zu Beginn des Turniers in Peking. Japan, der Iran und Südafrika heißen die weiteren Konkurrenten auf dem Weg ins angestrebte Viertelfinale der Paralympics.

Damen

Gruppe A: Australien, Brasilien, Großbritannien, USA, Deutschland.

Gruppe B: China, Japan, Kanada, Mexiko, Niederlande.

Herren

Gruppe A: Iran, Japan, Kanada, Südafrika, Schweden, Deutschland.

Gruppe B: Australien, Brasilien, China, Großbritannien, Israel, USA.

05.08.2007
Klarer Finalsieg gegen Frankreich beim Vier-Nationen-Turnier in Hamm

Bundestrainer Wiegmann warnt: „Erst bei der Eurobasketball zählt es!“

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft hat den letzten Härtetest vor der Eurobasketball 2007, vom 23. August bis 2. September in Wetzlar, mit Bravour bestanden. In Hamm setzte sich die siegreiche DRS-Auswahl auch im Finale gegen Frankreich souverän mit 65:45 durch. Zuvor bezwang der kommende EM-Gastgeber im letzten Vorrundenspiel die Türkei mit 56:48.

Deutschland – Türkei 56:48 (13:14/23:26/43:34)

Schon zuvor für das Finale qualifiziert quälte sich der Gastgeber im sechsten Match binnen drei Tage verständlicher Weise nicht mehr unnötig. Aus einer sicheren Defensive heraus kontrollierte die Mannschaft um Topscorer Abdulgazi Karaman das Geschehen, auch wenn die türkische Auswahl bis nach dem Seitenwechsel ebenbürtig war. Erst als die deutschen Rollis im dritten Viertel das Tempo erhöhten, geriet der Konkurrent auf die Verliererstraße.

Deutschland: Abdulgazi Karaman (16), Jens Schürmann (10, RSC Osnabrück), Lars Christink (8, RSC Zwickau), Dirk Köhler-Lenz (7, RSV Lahn-Dill), Andre Bienek (6, RSC Frankfurt), Sebastian Wolk (5, RSC Frankfurt), Lars Lehmann (4, RSC Frankfurt), Thomas Becker (ASV Bonn), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali.

Türkei: Gumus (19), Gurbulua (10), Akim (9), Dalay (6), Kablan (4), Arslanoglu,Boyraz, Boz, Mencik, Sayan.

Deutschland – Frankreich 65:45 (20:17/32:21/42:35)

Im Finale von Hamm sahen gut 300 begeisterte Zuschauer einen starken Turnierabschluss der ING-DiBa Korbjäger, die sich mit ihrem Auftritt in Westfalen eindrucksvoll für die Eurobasketball empfahlen. Nichts desto Trotz warnt Bundestrainer Frits Wiegmann die äußerst positiven Ergebnisse der letzten Wochen über zu bewerten: „Wir haben gezeigt was wir für ein hohes Potenzial haben, aber wir müssen es in Wetzlar auch abrufen, erst dann zählt es!“. Wiegmann sah jedoch, ebenso wie sein Assistent Siggi Mörtl, einen souveränen Erfolg seiner Schützlinge, die insbesondere im zweiten Viertel dem Gegner in einer starken Verteidigung kaum Luft zum Atmen ließen.

Deutschland: Abdulgazi Karaman (16), Andre Bienek (12), Sebastian Wolk (11), Lars Christink (10), Dirk Köhler-Lenz (10), Jens Schürmann (4), Lars Lehmann (2), Thomas Becker, Florian Fischer, Björn Lohmann, Mimoun Quali.

Frankreich: Mehiaoui (16), Deregnancoury (16), Blasczak (4), Guyot (4), Deda (3), Boustila (2), Courneil, El Haddef, Laffont, Nuttin, Sallem.

04.08.2007
Deutsche Herren steuern in Hamm dem Finale entgegen

Auch nach Tag zwei beim Vier-Nationen-Turnier im westfälischen Hamm führt die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft die Tabelle an. Hierzu reichte dem kommenden EM-Gastgeber ein klarer 84:57-Erfolg über die bis dato ungeschlagene Türkei und ein sicherer 64:34-Sieg über die Niederlande, auch wenn gegen den Rekordeuropameister Frankreich eine 40:46-Niederlage zu Buche schlug.

Deutschland – Türkei 84:57 (23:12/43:28/63:45)

Der Kontrahent aus Südosteuropa legte mit einem 0:4 (1.) einen Blitzstart hin, doch das Team von Bundestrainer Frits Wiegmann behielt die Ruhe, drehte das Spiel über 31:14 (14.) und steuerte in der Folge einem souveränen Erfolg entgegen. In der Schlussphase kam trotz klarer Führung (69:49, 35.) noch einmal Hektik auf, als sich der Gast mehr mit den Schiedsrichtern als mit der deutschen Mannschaft beschäftigte.

Deutschland: Abdulgazi Karaman (21), Sebastian Wolk (13, RSC Frankfurt), Jens Schürmann (12, RSC Osnabrück), Dirk Köhler-Lenz (9, RSV Lahn-Dill), Andre Bienek (7, RSC Frankfurt), Lars Christink (7, RSC Zwickau), Sebastian Spitznagel (6, GSD Anmic Sassari, Italien), Florian Fischer (3, USC München), Lars Lehmann (2, RSC Frankfurt), Björn Lohmann (2, ASV Bonn), Mimoun Quali (2), Thomas Becker (ASV Bonn).

Türkei: Gurbulua (25), Akim (12), Boyrazi (5), Turan (5), Dalay (4), Boz (2), Mencik (2), Sayine (2), Arslanoglu.

Deutschland – Frankreich 40:46 (12:15/19:25/24:31)

Nach dem hektischen Match gegen die Türkei traf die deutsche Auswahl erneut auf Frankreich. Entgegen dem ersten Match gegen den Rekordeuropameister konnte der Gastgeber die Partie im in der Schlussphase nicht mehr drehen, auch wenn der Bonner Center Thomas Becker in den letzten Sekunden noch mit einem Dreier für Spannung sorgen konnte. Ungeachtet dieser Niederlage führt die deutsche Mannschaft weiterhin die Tabelle des Turniers im westfälischen Hamm an.

Deutschland: Thomas Becker (9/1), Dirk Köhler-Lenz (9), Jens Schürmann (6), Andre Bienek (4), Abdulgazi Karaman (4), Lars Christink (2), Lars Lehmann (2), Sebastian Spitznagel (2), Florian Fischer (2), Björn Lohmann, Mimoun Quali, Sebastian Wolk.

Frankreich: Mehiaoui (14), Deregnancoury (9), Boustila (6), Sallem (6), Blasczak (5), Deda (2), Courneil (2), Guyot (2), El Haddet, Laffont, Nuttin.

Deutschland – Niederlande 64:34 (15:12/32:19/46:23)

Auch im fünften Match des EM-Härtetests von Hamm behielt die deutsche Auswahl gegen die Niederlande die klare Oberhand. Nach dem 15:15 (11.) bauten die ING-DiBa Korbjäger ihren Vorsprung kontinuierlich aus und zeigte vor allem in dritten Viertel eine starke Leistung. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Sebastian Spitznagel, der in diesem Match zum Zuschauen verurteilt war.

Deutschland: Andre Bienek (17), Sebastian Wolk (12), Abdulgazi Karaman (10), Thomas Becker (8), Lars Lehmann (6), Dirk Köhler-Lenz (5), Lars Christink (2), Florian Fischer (2), Mimoun Quali (2), Jens Schürmann (2), Björn Lohmann.

Niederlande: De Roy (8), Oosterbosch (6), Schalckx (4), Van der Wal (4), De Goede (3), Jebari (3), Öztürk (3), Frerius (2), Niede (1), Korumaz, Poggenwisch, Smid.

04.08.2007
Deutschland und Türkei dominieren den Auftakt im westfälischen Hamm

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren scheint sich für die Eurobasketball 2007 in Wetzlar warm zu schießen. Beim Vier-Nationen-Turnier im westfälischen Hamm dominierte die DRS-Auswahl zusammen mit der Türkei den Auftakt am Freitag. Gegen Rekordeuropameister Frankreich gelang zunächst ein hauchdünner 57:56-Erfolg, ehe der WM-Vierte aus den Niederlanden mit 76:48 deklassiert wurde.

Deutschland – Frankreich 57:56 (9:12/24:26/36:40)

Von Beginn zeigte der siebenfache europäischer Titelträger einen dominanten Auftritt und schien nach einer anfänglichen Führung einem Start-Ziel-Sieg entgegen zu steuern. Die Mannschaft des Trainergespanns Frits Wiegmann und Siggi Mörtl gab sich jedoch nie auf und glaubte an ihre Chance, die sich dann im letzten Viertel ergab. In der 34. Spielminute gingen die ING-DiBa Korbjäger erstmals mit 47:46 in Führung und gaben diese bis zur Schlusssirene nicht mehr ab.

Deutschland: Abdulgazi Karaman (19), Lars Christink (10, RSC Zwickau), Dirk Köhler-Lenz (9, RSV Lahn-Dill), Sebastian Wolk (8, RSC Frankfurt), Sebastian Spitznagel (6, GSD Anmic Sassari, Italien), Lars Lehmann (3, RSC Frankfurt), Jens Schürmann (2, RSC Osnabrück), Thomas Becker (ASV Bonn), Andre Bienek (RSC Frankfurt), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali.

Frankreich: Deregnancoury (17), Guyot (9), Mehiaoui (9), Nuttin (6), Sallem (6), Blasczak (4), Courneil (3), Boustila (2), Deda, Elhaddet, Laffont.

Deutschland – Niederlande 76:48 (14:10/35:28/60:34)

Aus einer starken Defensive heraus dominierte die deutsche Auswahl von Beginn an das Geschehen im Sportpark des gastgebenden TSV Berge. Bis zur Halbzeit konnte das Oranje-Team die Partie jedoch noch offen gestalten, ehe nach dem Seitenwechsel das Unheil über die Niederländer hereinbrach. Von 35:28 über 47:32 (25.) zog das Team Germany bis auf 72:42 (37.) davon und feierte einen auch in dieser höhe verdienten Erfolg gegen das Nachbarland.

Deutschland: Lars Lehmann (18), Andre Bienek (12), Lars Christink (10), Sebastian Spitznagel (10), Thomas Becker (6), Abdulgazi Karaman (6), Sebastian Wolk (6), Dirk Köhler-Lenz (4), Jens Schürmann (4), Florian Fischer, Björn Lohmann, Mimoun Quali.

Niederlande: De Goede (12), Frerius (8), De Roy (6), Oosterbosch (6), Niede (6), Van der Wal (4), Jebari (2), Öztürk (2), Schalckx (2), Korumaz, Poggenwisch, Smid.

02.08.2007
Vier-Nationen-Turnier in Hamm als Abschluss der EM-Vorbereitung

Stadt Hamm und TSV Berge bieten deutschen Rollis beste Bedingungen

Drei Wochen vor der Eurobasketball 2007, den XVIII. Rollstuhlbasketball Europameisterschaften, im eigenen Land schließt die deutsche Nationalmannschaft der Herren ihre Vorbereitung auf die kontinentalen Meisterschaften mit einem letzten Härtetest im westfälischen Hamm ab. Von Freitag bis Sonntag trifft der EM-Gastgeber dabei auf die Kontrahenten Türkei sowie die Nachbarländer Frankreich und Niederlande.

Dabei haben die Stadt Hamm und der ausrichtende TSV Berge den teilnehmenden Teams beste Voraussetzungen geschaffen, um sich hochklassig auf die Europameisterschaften im hessischen Wetzlar, gleichzeitig das Qualifikationsturnier für die Paralympics 2008 in Peking, vorzubereiten. Mit der Türkei trifft die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann zwar auf einen EM-Außenseiter, doch zuletzt überzeugte die Auswahl aus dem Südosten Europas mit beherzten Auftritten auf ganzer Linie. Rekordeuropameister Frankreich und der WM-Vierte Niederlande sind die beiden anderen Kontrahenten der ING-DiBa Korbjäger, die in einer Doppelrunde zu einem absoluten taktischen und physischen Härtetest mit Blick auf die Titelkämpfe in Wetzlar werden.

Spielplan Hamm: Deutschland – Frankreich, Deutschland – Niederlande (beide Fr.), Deutschland – Türkei, Deutschland – Frankreich Deutschland – Niederlande (alle Sa.), Deutschland – Türkei (So.).

Deutschland: Thomas Becker (ASV Bonn), Andre Bienek (RSC Frankfurt), Lars Christink (RSC Zwickau), Florian Fischer (USC München), Abdulgazi Karaman, Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali, Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari, Italien), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt).

27.07.2007
Ein Team für Wetzlar – Der Kader für die Eurobasketball


Die deutsche Nationalmannschaft der Herren blickt optimistisch in Richtung Eurobasketball vom 23. August bis 2. September in Wetzlar. Die Stimmung ist gut, die sportlichen Ergebnisse positiv und die Vorfreude riesig: v.l.: Physiotherapeutin Nadin Scheithauer (Gießen), Andre Bienek (# 8, RSC Frankfurt), Björn Lohmann (# 4, ASV Bonn), Sebastian Spitznagel (# 10, GSD Anmic Sassari/Italien), Lars Lehmann (# 7, RSC Frankfurt), Teammanager Horst Schure (Herford), Sebastian Wolk (# 12, RSC Frankfurt), Mimoun Quali (# 6), Dirk Köhler-Lenz (# 15, RSV Lahn-Dill), Jens Schürmann (# 5, RSC Osnabrück), Assistenztrainer Siggi Mörtl (Biebertal), Thomas Becker (# 11, ASV Bonn), Kapitän Lars Christink (#13, RSC Zwickau), Abdulgazi Karaman (# 14), Florian Fischer (# 9, USC München) und Bundestrainer Frits Wiegmann (Herford). Foto: Steffen-Bär-Sportfoto.

22.07.2007
Deutschland gewinnt Eurobasketball-Härtetest in Straßburg

Turniersieg ungeschlagen vor Frankreich, Schweden und Niederlande

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat das Vier-Nationen-Turnier im französischen Straßburg gewonnen. Ungeschlagen zog die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann in das Finale ein, wo die DRS-Auswahl dann Gastgeber Frankreich beim 74:53-Erfolg insbesondere nach der Halbzeit keine Chance mehr ließ. Damit hat das Team fünf Wochen vor Start der Eurobasketball 2007, den XVIII. Europameisterschaften vom 23. August bis 2. September im hessischen Wetzlar eindrucksvoll unterstrichen. Der letzte Test findet nun vom 3. bis 5. August im westfälischen Hamm statt.

Schweden – Deutschland 37:67 (9:18/16:34/23:49)

In einem einseitigen Auftaktmatch deklassierte die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann die Skandinavier förmlich und geriet nie in Gefahr das Spiel gegen den EM-Dritten von Paris 2005 zu verlieren. Allerdings musste Schwedens portugiesische Nationaltrainerin Ines Lopes dabei auf ihren Starspieler Hussein Haidari verzichten, der noch im diesjährigen Champions-Cup-Finale mit seinem Vereinsteam aus Rom den RSV Lahn-Dill fast im Alleingang geschlagen hat. Dieses Handicap konnten die Nordeuropäer nicht kompensieren und hatten gegen die starke deutsche Verteidigung enorme Probleme. So nahm das Spiel über 22:9 (14.) und 42:20 (24.) einen einseitigen Verlauf.

Schweden: Patrick Nylander (8), Robin Meng (6), Dan Wallin (6), Enoch Ablohr (5), Joachim Gustavsson (4), Mathias Hackzell (3), Lars-Erik Hallgren (3), Tomas Akerberg (2), Niclas Larsson , Thomas Larsson, Joackim Lindblom, Tobias Sandberg.

Deutschland: Abdulgazi Karaman (15), Sebastian Wolk (15, RSC Frankfurt), Lars Christink (12, RSC Zwickau), Thomas Becker (6, ASV Bonn), Dirk Köhler-Lenz (5, RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (4, RSC Frankfurt), Sebastian Spitznagel (4, GSD Anmic Sassari, Italien), Andre Bienek (2, RSC Frankfurt), Mimoun Quali (2), Jens Schürmann (2, RSC Osnabrück), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn).

Frankreich – Deutschland 61:66 (15:14/25:28/37:43)

„Es war ein starkes Spiel beider Teams mit einem hohen kämpferischen Potenzial“, so Bundestrainer Frits Wiegmann nach dem Erfolg über den Gastgeber in Spiel zwei des Turniers von Straßburg. Zu Beginn lief die Mannschaft um den Zwickauer Kapitän Lars Christink zwar zunächst einem hauchdünnen Rückstand hinterher, doch mit Beginn des zweiten Spielviertels wendete sich das Blatt: Von 10:11 (8.) übernahm der Gastgeber der Eurobasketball 2007, vom 23. August bis 2. September in Wetzlar, über 20:17 (14.) und 32:27 (22.) die Führung in der Partie. Zwar konnten die Franzosen fünf Minuten vor der Schlusssirene noch einmal zum 47:47 ausgleichen, doch Deutschland konterte diesen Zwischenspurt des Kontrahenten routiniert aus und kam letztendlich zu einem verdienten Sieg auf hohem Niveau.

Frankreich: Deregnancoury (23), Boustila (9), Courneil (8), Nuttin (7), Elhaddet (6), Sallem (4), Deda (2), Etavard (2), Blasczak, Bruney, Guyos, Leurat.

Deutschland: Abdulgazi Karaman (17), Sebastian Wolk (17), Lars Christink (11), Sebastian Spitznagel (7), Lars Lehmann (6), Andre Bienek (3), Dirk Köhler-Lenz (3), Jens Schürmann (2), Thomas Becker, Florian Fischer, Björn Lohmann, Mimoun Quali.

Niederlande – Deutschland 68:69 (12:12/32:30/47:51)

Im letzten Vorrundenspiel gelang im Elsass nur hauchdünn der dritte Sieg im dritten Spiel. Nach einer 18:14-Führung (12.) drohte die Partie den Deutschen aus der Hand zu gleiten, als die Niederlande bis auf 38:32 (23.) das Blatt wendete. Doch in der Folge kämpften sich die ING-DiBa Korbjäger Punkt für Punkt wieder heran und lagen im letzten Viertel beim 55:51 (33.) wieder in Front. Doch noch einmal wurde es spannend als der Kontrahent 120 Sekunden vor der Schlusssirene mit 64:63 in Führung gehen konnte, ehe Topscorer Abdulgazi Karaman der entscheidende Korb gelang.

Niederlande: Jebari (17), Freriks (15), De Goede (10), De Rooy (8), Schmid (6), Oosterbosch (5), Poggenwisch (4), Öztürk (3), Berkmortel, Boldewin, De Jong, Schalkx.

Deutschland: Abdulgazi Karaman (29), Sebastian Wolk (12), Lars Christink (8), Andre Bienek (6), Lars Lehmann (6), Thomas Becker (2), Florian Fischer (2), Mimoun Quali (2), Jens Schürmann (2), Dirk Köhler-Lenz, Björn Lohmann, Sebastian Spitznagel.

Frankreich – Deutschland 53:74 (21:18/36:33/46:51)

Im Finale erwischte der Gastgeber dann den besseren Start für sich, führte schnell mit 7:2 (4.) und konnte auch in der Folge vor allem in der Offensive überzeugen. Die Führung wechselte aus Sicht der Deutschen über 12:9 (7.), 24:29 (16.) und 42:40 (25.) nun ständig, ehe die Mannschaft des Trainergespanns Frits Wiegmann und Siggi Mörtl in den letzten 15 Spielminuten förmlich explodierte und den Rekordeuropameister aus Frankreich nahezu überrollte. Dieser hatte am Ende einer wie entfesselt aufspielenden DRS-Auswahl nichts mehr entgegenzusetzen und musste sich dem diesjährigen EM-Gastgeber auch in dieser Höhe verdient geschlagen geben.

Frankreich: Mehiaoui (18), Blasczak (7), Courneil (7), Boustila (6), Deda (6), Deregnancoury (5), Guyot (4), Bruney, Laffont, Levrat, Nuttin, Sallem.

Deutschland: Lars Christink (15), Sebastian Wolk (15), Abdulgazi Karaman (12), Dirk Köhler-Lenz (12), Andre Bienek (7), Sebastian Spitznagel (4), Lars Lehmann (3), Mimoun Quali (3), Jens Schürmann (3), Thomas Becker, Florian Fischer, Björn Lohmann.

21.07.2007
Gute EM-Form auch im Match gegen Gastgeber Frankreich

In guter EM-Form präsentierte sich die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft auch im zweiten Spiel des Vier-Nationen-Turniers im französischen Straßburg. Nach dem klaren Auftaktsieg über Schweden triumphierten die ING-DiBa-Korbjäger nun auch über Gastgeber und Rekordeuropameister Frankreich. Am Ende zeichneten in der Offensive insbesondere die beiden Hessen Sebastian Wolk und Abdulgazi Karaman mit jeweils 17 Punkten für den knappen 66:61 (14:15/28:25/43:37)-Erfolg im Elasass verantwortlich.

„Es war ein starkes Spiel beider Teams mit einem hohen kämpferischen Potenzial“, so Bundestrainer Frits Wiegmann nach dem Erfolg, der die DRS-Auswahl die Tabellenführung in dem hochkarätig besetzten Turnier bescherte. Zu Beginn lief die Mannschaft um den Zwickauer Kapitän Lars Christink zwar zunächst einem hauchdünnen Rückstand hinterher, doch mit Beginn des zweiten Spielviertels wendete sich das Blatt: Von 10:11 (8.) übernahm der Gastgeber der Eurobasketball 2007, vom 23. August bis 2. September in Wetzlar, über 20:17 (14.) und 32:27 (22.) die Führung in der Partie. Zwar konnten die Franzosen fünf Minuten vor der Schlusssirene noch einmal zum 47:47 ausgleichen, doch Deutschland konterte diesen Zwischenspurt des Kontrahenten routiniert aus und kam letztendlich zu einem verdienten Sieg auf hohem Niveau.

Frankreich: Deregnancoury (23), Boustila (9), Courneil (8), Nuttin (7), Elhaddet (6), Sallem (4), Deda (2), Etavard (2), Blasczak, Bruney, Guyos, Leurat.

Deutschland: Abdulgazi Karaman (17), Sebastian Wolk (17, RSC Frankfurt), Lars Christink (11, RSC Zwickau), Sebastian Spitznagel (7, GSD Anmic Sassari, Italien), Lars Lehmann (6, RSC Frankfurt), Andre Bienek (3, RSC Frankfurt), Dirk Köhler-Lenz (3, RSV Lahn-Dill), Jens Schürmann (2, RSC Osnabrück), Thomas Becker (ASV Bonn), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali.

20.07.2007
Deutschland deklassiert EM-Teilnehmer Schweden

Zum Auftakt des Vier-Nationen-Turniers im französischen Straßburg hat die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren das Team aus Schweden geschlagen. In einem einseitigen Match deklassierte die Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann die Skandinavier beim 67:37 (18:9/34:16/49:23)-Erfolg förmlich und rangiert nach dem ersten Tag des Auftritts im Elsass auf Rang zwei hinter Gastgeber Frankreich, der die Niederlande klar bezwang.

Allerdings musste Schwedens portugiesische Nationaltrainerin Ines Lopes beim Spiel gegen die DRS-Auswahl auf ihren Starspieler Hussein Haidari verzichten, der noch im diesjährigen Champions-Cup-Finale mit seinem Vereinsteam aus Rom den RSV Lahn-Dill fast im Alleingang geschlagen hat. Dieses Handicap konnten die Nordeuropäer nicht kompensieren und hatten gegen die starke deutsche Verteidigung enorme Probleme. So nahm das Spiel über 22:9 (14.) und 42:20 (24.) einen einseitigen Verlauf. Für den EM-Dritten von 2005 ist dieser Niederlage im Hinblick auf die Eurobasketball 2007 vom 23. August bis 2. September in Wetzlar ein herber Rückschlag, für die deutsche Mannschaft um Kapitän Lars Christink aus Zwickau jedoch eine positive Standortbestimmung fünf Wochen vor den kontinentalen Meisterschaften in Deutschland.

Schweden: Patrick Nylander (8), Robin Meng (6), Dan Wallin (6), Enoch Ablohr (5), Joachim Gustavsson (4), Mathias Hackzell (3), Lars-Erik Hallgren (3), Tomas Akerberg (2), Niclas Larsson , Thomas Larsson, Joackim Lindblom, Tobias Sandberg.

Deutschland: Abdulgazi Karaman (15), Sebastian Wolk (15, RSC Frankfurt), Lars Christink (12, RSC Zwickau), Thomas Becker (6, ASV Bonn), Dirk Köhler-Lenz (5, RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (4, RSC Frankfurt), Sebastian Spitznagel (4, GSD Anmic Sassari, Italien), Andre Bienek (2, RSC Frankfurt), Mimoun Quali (2), Jens Schürmann (2, RSC Osnabrück), Florian Fischer (USC München), Björn Lohmann (ASV Bonn).

20.07.2007
Team Germany bereit sich im Elsass auf die Eurobasketball in Wetzlar vor

Nach zwei Trainingslagern in den vergangenen beiden Wochen am Europameisterschaftsstandort Wetzlar, wo vom 23. August bis 2. September die Eurobasketball 2007 die Rollstuhlbasketball-Fans anziehen wird, steht am kommenden Wochenende ein internationales Turnier im französischen Straßburg auf dem Programm der deutschen Herren-Auswahl. Im Elsass trifft die Mannschaft um Kapitän Lars Christink von Donnerstag bis Samstag auf den EM-Dritten von 2005 Schweden, den WM-Vierten von 2006 die Niederlande und den Rekord-Europameister Frankreich.

Für Bundestrainer Frits Wiegmann (Herford) uns seinen Assistenten Siggi Mörtl (Biebertal) geht es nach der Nominierung des EM-Kaders nun darum diesem den nötigen Feinschliff in den letzten fünf Wochen vor den wichtigen kontinentalen Meisterschaften in eigenen Land zu geben. Die drei europäischen Konkurrenten sind dabei von starkem Kaliber, rechnen sich doch alle vier in Straßburg beteiligten Teams Chancen auf das EM-Halbfinale aus, das gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Paralympics 2008 in Peking wäre.

Spielplan: Schweden – Deutschland (Do., 19.07.), Frankreich – Deutschland (Fr., 20.07.), Deutschland – Niederlande (Sa., 21.07.).

Kader Deutschland: Thomas Becker (ASV Bonn), Andre Bienek (RSC Frankfurt), Lars Christink (RSC Zwickau), Florian Fischer (USC München), Abdulgazi Karaman (RSV Lahn-Dill), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Mimoun Quali (RSV Bayreuth), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari/Italien), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt).

09.07.2007
Frits Wiegmann benennt Herren-Kader für die Eurobasketball 2007

Rund 50 Tage vor dem Eröffnungsspiel der Eurobasketball 2007 zwischen Deutschland und Israel hat die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren den Kader für die XVIII. europäischen Titelkämpfe vom 23. August bis 2. September im hessischen Wetzlar bekannt gegeben. Headcoach Frits Wiegmann und sein Assistent Siggi Mörtl haben insgesamt zwölf Spieler nominiert, mit denen das Team Germany europäisches Edelmetall holen und sich gleichzeitig für die Paralympics 2008 in Peking qualifizieren will.

Im 18-köpfigen Kader sind dabei insgesamt fünf Nationalspieler, die zusätzlich für den regionalen Akzent in der Zuschauergunst sorgen. Mit Andre Bienek, Lars Lehmann und Sebastian Wolk kommen gleich drei Spieler vom Traditionsklub RSC Frankfurt, während mit Abdulgazi Karaman und Dirk Köhler-Lenz zwei weitere Akteure als langjährige Spieler des Lokalmatadors RSV Lahn-Dill das Rollstuhlbasketball verrückte Publikum in Mittelhessen bestens kennen.

Ein Fragezeichen steht bei der Nominierung leider noch hinter Bundesliga-Korbschützenkönig Dirk Passiwan vom RSC Trier, der nach seiner mehrmonatigen krankheitsbedingten Pause zuletzt wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Sollte es für den 30-jährigen Trierer nicht reichen, steht mit Thomas Becker vom ASV Bonn sein Ersatzmann bereits auf Abruf fest.

Für die deutschen Herren beginnt die Eurobasketball 2007 in der Wetzlarer Rittal-Arena mit dem Eröffnungsspiel am 25. August gegen Israel. In der Vorrundengruppe A folgen Duelle gegen die Türkei, Polen, Europameister Italien und die Niederlande. Die beiden best platzierten Teams qualifizieren sich dann für das Halbfinale, das gleichzeitig die Qualifikation für die Paralympics 2008 in der chinesischen Hauptstadt Peking bedeuten würde.

Kader Deutschland: Andre Bienek (RSC Frankfurt), Lars Christink (RSC Zwickau), Florian Fischer (USC München), Abdulgazi Karaman (RSV Lahn-Dill), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Dirk Passiwan (RSC Trier), Mimoun Quali (RSV Bayreuth), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari/Italien), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt), Frits Wiegmann (Bundestrainer, Herford), Siggi Mörtl (Co-Trainer, Biebertal), Markus Ocasek (Techniker, Vlotho), Bärbel Börgel (Physiotherapeutin, Hamburg), Nadin Scheithauer (Physiotherapeutin, Gießen), Horst Schure (Teammanager, Herford).

06.06.2007
Team Germany am Samstag auf dem Hessentag in Butzbach - Hessens Ministerpräsident Roland Koch unter den Zuschauern

Nur rund 20 Kilometer entfernt vom Austragungsort der Eurobasketball 2007, der XVIII. Rollstuhlbasketball-Europameisterschaften Ende August in Wetzlar, findet zurzeit der Hessentag 2007 statt, der vom 1. bis 10. Juni rund eine Million Besucher in die hessische Kleinstadt Butzbach lockt. Neben Silbermond, Reamonn oder Eintracht Frankfurt hat es sich auch die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren nicht nehmen lassen, vor Ort dabei zu sein und trifft am Samstag um 15:45 Uhr in der Mehrzweckhalle im Butzbacher Stadtteil Kirch-/Pohl-Göns auf die A-Nationalmannschaft Belgiens.

Die Partie, die sich auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch als Ehrengast nicht entgehen lassen wird, ist dabei für zahlreiche Spieler aus dem Team von Bundestrainer Frits Wiegmann (Herford) und seinem Assistenten Siggi Mörtl (Biebertal) quasi ein Heimspiel, kommen doch mit den beiden Frankfurtern Lars Lehmann und Sebastian Wolk, sowie dem Trio des RSV Lahn-Dill mit Thomas Gundert, Abdulgazi Karaman und Dirk Köhler-Lenz gleich fünf Nationalspieler aus der direkten Nachbarschaft der Hessentagsstadt 2007.
Kader Deutschland: Thomas Becker (ASV Bonn), Andre Bienek (University of Whitewater/USA), Tarik Cajo (ASV Bonn), Lars Christink (RSC Zwickau), Florian Fischer (USC München), Thomas Gundert (RSV Lahn-Dill), Abdulgazi Karaman (RSV Lahn-Dill), Dirk Köhler-Lenz (RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Dirk Passiwan (RSC Trier), Mimoun Quali (RSV Bayreuth), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari/ITA), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt).

05.06.2007
Deutschland lässt in Istanbul drei EM-Teilnehmer hinter sich

Auf Platz drei hinter Turniersieger Frankreich und Gastgeber Türkei, aber noch vor EM-Favorit Großbritannien landete die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren beim 4. Internationalen Dr. Trawinski Turnier in der türkischen Millionenmetropole Istanbul. Neben den Briten ließ die DRS-Auswahl dabei auch die EM-Teilnehmer Polen und Israel hinter sich.

Mit einem 51:34-Arbeitssieg, so Bundestrainer Frits Wiegmann (Herford), gegen die Auswahl Polens startete die DRS-Auswahl in das Turnier am Bosporus. Nach dem Modus Jeder-gegen-jeden folgten in verkürzter Spielzeit von viermal 8 Spielminuten in diesem Sechser-Teilnehmerfeld eine knappe 51:59-Niederlage gegen den überraschend starken Gastgeber Türkei, sowie ein 52:48-Erfolg über den Rekord-Europameister und späteren Turniersieger Frankreich. Insbesondere der türkische Gastgeber überzeugte im Vorfeld der Eurobasketball 2007 vom 23. August bis 2. September im hessischen Wetzlar mit einer souveränen Vorstellung und dürfte bei den kontinentalen Titelkämpfen in Deutschland. In den beiden letzten Vorrunden-Begegnungen gegen Israel (44:34) und Großbritannien (47:51) qualifizierte sich die Mannschaft des Trainergespanns Frits Wiegmann und Siggi Mörtl für das Spiel um Rang drei.

In diesem kleinen Endspiel trafen die ING-DiBa-Korbjäger erneut auf den allerdings nicht in Bestbesetzung nach Istanbul gereisten EM-Favoriten aus Großbritannien. Mit einer konzentrierten Leistung insbesondere im Defensivbereich setzte sich Deutschland von Beginn an ab und steuerte souverän auf einen Start-Ziel-Sieg zu. Insbesondere Frankfurts Center Sebastian Wolk war dabei in der Offensive einer der Garanten des Erfolges.

Deutschland: Sebastian Wolk (81, RSC Frankfurt), Abdulgazi Karaman (66, RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (47, RSC Frankfurt), Lars Christink (43, RSC Zwickau), Andre Bienek (22, University of Whitewater/USA), Mimoun Quali (17, RSV Bayreuth), Thomas Gundert (8, RSV Lahn-Dill), Florian Fischer (6, USC München), Thomas Becker (4, ASV Bonn), Tarik Cajo (4, ASV Bonn), Ben Doering (2, USC München), Jens Schürmann (RSC Osnabrück).

Die Spiele: Deutschland – Polen 51:34, Frankreich – Israel 53:42, Türkei – Großbritannien 58:40, Israel – Polen 59:38, Türkei - Deutschland 59:51, Frankreich – Großbritannien 50:40, Türkei – Polen 51:37, Großbritannien – Israel 59:44, Deutschland – Frankreich 52:48, Polen – Großbritannien 32:36, Türkei – Frankreich 44:48, Deutschland – Israel 44:34, Polen – Frankreich 29:42, Großbritannien – Deutschland 51:47, Türkei – Israel 52:38.

Spiel um Platz 5:
Israel – Polen 65:58

Spiel um Platz 3:
Deutschland – Großbritannien 55:40

Finale:
Türkei – Frankreich 66:73

28.05.2007
Deutschland gewinnt hochrangig besetztes Turnier in Osnabrück

Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Herren hat sich am Pfingstwochenende in bester EM-Frühform gezeigt und das international hochrangig besetzte Turnier in Osnabrück souverän gewonnen. Insbesondere der starke Auftritt gegen den Eurobasketball-Mitfavoriten Großbritannien macht Mut für die kontinentalen Titelkämpfe vom 23. August bis 2. September im hessischen Wetzlar.

Im Endspiel bezwang die DRS-Auswahl das Team von der britischen Insel sicher mit 75:60. Neben der deutschen Nationalmannschaft konnte dabei auch der Ausrichter, Bundesligaaufsteiger RSC Osnabrück, mit einer perfekten Organisation glänzen und die zahlreichen Zuschauer auf die kommende Saison in der ersten Bundesliga einstimmen.

Deutschland – Großbritannien 77:76 (16:18/30:30/54:50)

Bereits im ersten Vorrundenspiel in der Osnabrücker OSC-Halle zeigte die neu formierte Mannschaft von Bundestrainer Frits Wiegmann (Herford) und Assistent Siggi Mörtl (Biebertal) einen beherzten Auftritt. Die zu jedem Zeitpunkt spannende Partie sah im Wetzlarer Abdulgazi Karaman (21 Punkte) und Jon Pollock (25) seine gefährlichsten Schützen. Am Ende roch es so nach einer Verlängerung ehe der Frankfurter Lars Lehmann (15) mit einem Freiwurf den viel umjubelten Sieg sicherstellte.

Deutschland – Niederlande 79:53 (17:13/45:22/59:41)

Dieser Trend setzte sich auch im Match gegen die Niederlande fort, in dem die ING-Diba-Korbjäger insbesondere im zweiten Viertel (28:9) mit ihrem Konkurrenten Katz und Maus spielten. So war die Partie bereits zur Halbzeit entschieden und die deutschen Rollis vorzeitig für das Finale am Sonntag qualifiziert. Bester Schütze bei den Gästen war der Ex-Osnabrücker Mustafa Jebari (18) sowie auf deutscher Seite Abdulgazi Karaman (19) und der Bonner Thomas Becker (16).

Deutschland – Schweiz 81:54 (18:16/32:30/60:42)

Die aufstrebenden Eidgenossen machten dem Gastgeber in der ersten Halbzeit das Leben zunächst sehr schwer, als sich Deutschland trotz eines frühen 16:8 (8.) bis zum Seitenwechsel nicht wirklich absetzen konnte. Erst ab dem dritten Viertel konnte sich das Team in den MEYRA-Sportgeräten technisch und konditionell behaupten und fuhr im dritten Spiel am Ende souverän den dritten Erfolg ein. Bester Schütze in der DRS-Mannschaft war Frankfurts Center Sebastian Wolk (17), bei den Eidgenossen André Birrer (14) und Nicolas Hausamann (11).

Deutschland – Großbritannien 75:60 (22:16/39:32/57:46)

Im Finale traf die deutsche Auswahl dann erneut auf den EM-Mitfavoriten von der britischen Insel, der sich zuvor ebenfalls gegen die Niederlande und die Schweiz durchsetzen konnte. Mit einer sicheren Defensive und einem stark aufspielenden Center Sebastian Wolk (32 Punkte, 80% Wurfquote) setzte sich der spätere Turniersieger von Beginn an ab. Zwar blieben die Briten über Simon Munn (21) und Terry Bywater (14) stets gefährlich, doch am Ende hieß der souveräne und verdiente Sieger Deutschland.

Deutschland: Sebastian Wolk (76, RSC Frankfurt), Abdulgazi Karaman (70, RSV Lahn-Dill), Lars Christink (33, RSC Zwickau), Lars Lehmann (31, RSC Frankfurt), Thomas Becker (26, ASV Bonn), Sebastian Spitznagel (20, GSD Anmic Sassari/ITA), Andre Bienek (15, University of Whitewater/USA), Tarik Cajo (12, ASV Bonn), Mimoun Quali (11, RSV Bayreuth), Jens Schürmann (10, RSC Osnabrück), Thomas Gundert (8, RSV Lahn-Dill), Florian Fischer (USC München).


Ergebnisse Vorrunde
Deutschland – Großbritannien 77:76
Schweiz – Niederlande 45:80
Deutschland – Niederlande 79:53
Großbritannien – Schweiz 84:56
Deutschland – Schweiz 81:54
Großbritannien – Niederlande 87:71

Tabelle Vorrunde
1. Deutschland 3 6:0 237:183 +54
2. Großbritannien 3 4:2 247:204 +43
3. Niederlande 3 2:4 204:211 -7
4. Schweiz 3 0:6 155:245 -90

Spiel um Platz 3
Niederlande - Schweiz 71:54

Finale
Deutschland – Großbritannien 75:60

27.05.2007
Drei Europameisterschaftsteilnehmer testen zu Pfingsten in Osnabrück

Drei Medaillenkandidaten der Eurobasketball 2007, der XVIII. Rollstuhlbasketball Europameisterschaften vom 23. August bis 2. September im hessischen Wetzlar, treffen im Rahmen eines Vier-Nationen-Turniers am Pfingstsamstag und -sonntag in Osnabrück aufeinander. Komplettiert wird das erlesene Teilnehmerfeld aus Großbritannien, den Niederlanden und Gastgeber Deutschland von der Herren-Nationalmannschaft der Schweiz.

Für Bundestrainer und Lokalmatador Frits Wiegmann und seinen Assistenten Siggi Mörtl (Biebertal) ist das hochrangig besetzte Vier-Nationen-Turnier ein idealer Härtetest für die kontinentalen Titelkämpfe im August. „Schließlich wollen wir unser Pflichtziel erreichen. Und das heißt, wir wollen bei der EM im eigenen Land unter die letzten vier Teams kommen. In diesen Wochen entscheiden wir, wer endgültig in den EM-Kader für die Eurobasketball 2007 in Wetzlar aufgenommen wird“, so Wiegmann weiter, der dem Osnabrücker Publikum auch einen Vorgeschmack auf die kommende Bundesligasaison geben will, nach dem heimische RSC als Meister der zweiten Liga Nord zuletzt die Rückkehr in das Oberhaus schaffte.

Seinen niederländischen Trainerkollegen Gertjan van der Linden sieht er bei der Bildung des EM-Kaders in einer ähnlichen Situation. „Dagegen sind die Briten sicher ein heißer EM-Favorit“, sagt der gebürtige Niederländer Frits Wiegmann. Allerdings ist das Team des dreimaligen Europameisters von der Insel im Augenblick schwer einzuschätzen. Erst im Februar 2007 ist die sportliche Leitung bei den Briten ausgewechselt worden. Als Headcoach bestimmte die„Great Britain Wheelchair Basketball Association“ den bisherigen australischen Nationaltrainer Murray Treseder. „Ich bin gespannt auf den sportlichen Auftritt des britischen Teams bei unserem Turnier in Osnabrück“, so Wiegmann. Das Schweizer Team - Vierter im Bunde der Turnierteilnehmer - hat nur knapp die EM-Teilnahme verpasst und sei in seinen Augen „ganz sicher ein Team der Zukunft“.

Spielplan: Deutschland – Großbritannien, Niederlande – Schweiz, Großbritannien – Schweiz, Deutschland – Niederlande (alle Sa.), Deutschland – Schweiz, Niederlande – Großbritannien, Finalspiele (alle So.).

Kader Deutschland: Andre Bienek (University of Whitewater/USA), Tarik Cajo (ASV Bonn), Lars Christink (RSC Zwickau), Florian Fischer (USC München), Thomas Gundert (RSV Lahn-Dill), Abdulgazi Karaman (RSV Lahn-Dill), Lars Lehmann (RSC Frankfurt), Björn Lohmann (ASV Bonn), Jens Schürmann (RSC Osnabrück), Sebastian Spitznagel (GSD Anmic Sassari), Mimoun Quali (RSV Bayreuth), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt).

HAUPTSPONSOR

PREMIUMPARTNER
Meyra Ortopedia

Deutsche Telekom

Audi

FÖRDERER